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Hyundai Kona Elektro: Test Elektrisches Kompakt-SUV im Test

von Carsten van Zanten 03.04.2019

Der Hyundai Kona Elektro ist das erste vollständig elektrisch angetriebene Kompakt-SUV der Marke und punktet im Test mit einer hohen Alltagstauglichkeit!

Der getestete Hyundai Kona Elektro ist in zwei Leistungsstufen erhältlich: mit 136 und mit 204 PS. Die stärkere Variante stellt damit rein von der Zahl der Pferdestärken das Top-Modell der gesamten Baureihe dar. Das gilt allerdings auch in finanzieller Hinsicht, denn mit mindestens 39.000 Euro ist sie mehr als doppelt so teuer wie das Einstiegsmodell mit 120-PS-Benziner (17.500 Euro) und liegt auch rund 14.000 Euro über dem Grundpreis für den stärksten Benziner mit 177 PS (ab 23.600 Euro). Die Serienausstattung des Hyundai Kona Elektro fällt dafür recht umfangreich aus. So zählt unter anderem ein Navigationssystem mit vielfältigen Multimedia-Features ebenso zum standardmäßigen Lieferumfang wie eine Klimaautomatik, die Sitzheizung vorn und ein beheizbares Lederlenkrad mit Multifunktion. Komfortfeatures wie ein Head-up-Display oder belüftete Vordersitze sind allerdings der 45.600 Euro teuren Premium-Ausstattung vorbehalten.

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Hyundai Kona Elektro im Video:

 
 

Hyundai Kona Elektro im Test

Rein optisch unterscheidet sich der Hyundai Kona Elektro nur in Details von seinen konventionell angetriebenen Brüdern. Auf den ersten Blick fallen die geschlossene Frontpartie ohne Kühlergrill und die aerodynamisch geformten 17-Zoll-Räder ins Auge. Auch beim Raumangebot müssen trotz des großen, dafür aber clever im Fahrzeugboden integrierten Batterie-Packs kaum Kompromisse eingegangen werden. So geht lediglich im Fond etwas an Beinfreiheit verloren, und das Kofferraumvolumen reduziert sich um rund 30 Liter. Das aufgeräumte Cockpit bleibt unverändert bis auf wenige spezifische Details wie die vier Tasten zur Anwahl der klassischen Automatik-Funktionen.

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Dynamische Fahreigenschaften im Hyundai Kona Elektro 

Trotz des hohen Gewichts von über 1,7 Tonnen stürmt der Hyundai Kona Elektro im Test in nur 7, 1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und beschleunigt selbst bei Autobahngeschwindigkeit noch nachdrücklich bis zur vmax von 167 km/h. Die rollwiderstandsoptimierten Reifen ringen zwar bei vollem Leistungseinsatz auch auf trockenem Asphalt schon mal um Traktion, erlauben im Test aber eine tadellose Bremsperformance. Auf der AUTO ZEITUNG-Verbrauchsrunde samt Volllast-Anteil verbraucht der Koreaner im Durchschnitt 21,9 kWh, was bei einer Netto-Batteriekapazität von 64 kWh einer Reichweite von 292 Kilometern entspricht. Bei aktiviertem Eco+-Programm und manueller Steuerung der Rekuperationsstärke (Bremsenergierückgewinnung) per Lenkrad-Paddles lässt sich der Aktionsradius aber problemlos weiter in Richtung der WLTP-Angabe von 482 Kilometern steigern. Die eher straff ausgelegte Fahrwerksabstimmung des Hyundai Kona Elektro garantiert dabei hohe fahrdynamische Qualitäten. Und abgesehen von einem mitunter etwas stößigen Ansprechverhalten auf Unebenheiten kommt auch der Federungskomfort nicht zu kurz.

von Carsten van Zanten von Carsten van Zanten
Unser Fazit

Gute Fahrleistungen, große Reichweite, hohe Alltagstauglichkeit – der getestete Hyundai Kona Elektro erweist der Akzeptanz der E-Mobilität einen großen Dienst. Das recht hohe Preisniveau relativiert sich teilweise auch durch die umfangreiche Ausstattung.

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