GM-News: Elektroautos/Logo/Stellenabbau GM will ab 2035 nur noch abgasfreie Autos verkaufen

von AUTO ZEITUNG 14.04.2021
Inhalt
  1. GM-News (Januar 2021): Nur noch Elektroautos ab 2035 & neues Markenlogo
  2. November 2018: Trump droht GM wegen Stellenabbau
  3. 2018: Diese GM-Modelle stehen vor dem Aus (Streichliste)

GM will künftig nur noch Elektroautos verkaufen und hat im Januar 2021 ein neues Logo vorgestellt. Zuvor war der US-Autobauer mit einem umfassenden Stellenabbau und Werksschließungen in den News. Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.01.2021 aktualisiert.

GM-News (Januar 2021): Nur noch Elektroautos ab 2035 & neues Markenlogo

  • Der größte US-Autobauer, General Motor (kurz GM), hat Ende Januar 2021 bekannt gegeben, sein weltweites Neuwagenangebot bis 2035 komplett emissionsfrei aufstellen zu wollen. "General Motors schließt sich Regierungen und Unternehmen rund um den Globus bei der Arbeit für eine sicherere, grünere und bessere Welt an", erklärte Konzernchefin Mary Barra in diesem Zuge. Damit steckt sich GM ehrgeizigere Ziele als andere Autobauer, doch die Entscheidung für eine rein aus Elektroautos bestehende Modellpalette erfolgt auch auf politischen Druck hin: So hat etwa der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat Kalifornien bereits angekündigt, ab 2035 keine neuen Benziner und Dieselwagen mehr zuzulassen. Kalifornien ist der regional größte US-Automarkt und gilt als Vorreiter in Sachen Klimaschutz, dessen Abgasregeln viele andere US-Staaten folgen. Außerdem tun sich US-Konzerne derzeit engagiert beim Thema Klimaschutz hervor, weil der neue US-Präsident Joe Biden diesem – anders als sein Vorgänger – große Bedeutung beimisst.

  • Der US-Autobauer General Motors, kurz GM, hat im Januar 2021 ein neues Markenlogo vorgestellt und es damit zum ersten Mal seit 1964 grundlegend verändert. Verantwortlich für die Entwicklung des neuen Logos sind GM-eigene Designer, die mit der Neugestaltung die Ausrichtung des Unternehmens in Richtung Elektromobilität betonen wollen. Die Bestandteile des Signets – ein G, ein M sowie ein Strich – bleiben grundsätzlich erhalten, allerdings werden die Buchstaben künftig klein- statt wie bisher großgeschrieben und der Strich sitzt nun unter dem "M". Diese Anordnung soll an einen Elektro-Stecker erinnern, während die verwendeten Blautöne für einen klaren Himmel stehen und so den Umweltgedanken einbringen sollen. Das neue GM-Logo soll auf den kommenden Autos und Trucks der Marke zu sehen sein und auch für die komplette Unternehmenskommunikation – also etwa an Gebäuden und auf Briefköpfen sowie auf der Website – verwendet werden.

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November 2018: Trump droht GM wegen Stellenabbau

Ein geplanter Stellenabbau beim amerikanischen Autokonzern GM soll die Firma fit für die Zukunft machen. Laut US-Medien könnten die Jobstreichungen zwischen 10.000 und 15.000 Mitarbeiter betreffen. General Motors selbst kündigte zwar an, dass rund 15 Prozent den Konzern verlassen sollen – es ist aktuell allerdings unklar, ob darin bereits Mitarbeiter eingerechnet sind, die in der Vergangenheit bereits ein Abfindungsangebot erhalten haben. Sicher ist, dass ein Viertel des Stellenabbaus Führungspositionen betreffen soll, um interne Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Bis Ende 2019 könnten in den USA und Kanada fünf Werke komplett geschlossen werden, was 6000 Arbeiter betreffen würde. Sich schwach verkaufende Baureihen sollen komplett eingestellt werden. Besonders angespannt scheint die Lage im GM-Werk Ohio zu sein, das im Rahmen des Stellenabbaus und der Streichliste besonders oft genannt wird. US-Präsident Trump kritisierte die Pläne zu Stellenabbau und Werkschließungen scharf und drohte in einem Gespräch mit GM-Chefin Barra am 26. November 2018, dass man im Falle einer dauerhaften Werksschließung "ein Problem" habe. Gleichzeitig forderte er von GM einen Produktionsstopp in China. Einen Tag später, am 28. November 2018, hat Trump seine Drohungen konkretisiert. Auf Twitter schrieb er: "Wir prüfen, alle GM-Subventionen zu kürzen, inklusive der für Elektroautos". Des Weiteren ließ er über den Nachrichtendienst verlauten: "In Mexiko und China wird nichts geschlossen. Die USA haben General Motors gerettet, und dies ist der DANK, den wir bekommen!" GM reagierte auf die Äußerungen Trumps. Die Konzernspitze betonte, die Präsenz in den USA aufrecht zu halten. GM betonte, dass seit 2009 über 22 Milliarden Dollar in die US-Standorte investiert wurden. Mit dem Stellenabbau möchte der Autoriese auf neue Herausforderungen reagieren. Die im Gang befindliche Umstellung auf Zukunftstechnologien wie E-Mobilität und autonomes Fahren erfordere entsprechende Anpassungen. Gestiegene Materialkosten und der schwächelnde Absatz kleinerer PKW in den USA scheinen die Pläne für den Stellenabbau bei GM zusätzlich zu beschleunigen. Die Maßnahmen sollen die Kosten bis 2020 um rund 4,5 Milliarden Dollar drücken.

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2018: Diese GM-Modelle stehen vor dem Aus (Streichliste)

Neben den GM-Plänen zum massiven Stellenabbaus kursiert auch eine Streichliste, auf der sich auch Modelle mit durchaus klangvollem Namen wiederfinden. Das Hauptaugenmerk auf SUV, Pickups und Elektroautos führt offenbar zur Einstellung vieler klassischer Limousinen. Überraschenderweise soll auch das eigentlich erfolgreiche Hybrid-Modell Chevrolet Volt gestrichen werden. Dazu gesellen sich Chevrolet Cruze und Impala, sowie die Cadillac-Modelle CT6 und XTS und der Buick LaCrosse. Denkbar ist allerdings, dass das ein oder andere Modell weiterhin in China produziert werden könnte. GM plant im kommenden Jahrzehnt sämtliche Modelle auf nur noch fünf verschiedenen Plattformen aufzubauen. Bis zum Jahr 2030 soll es eine Elektroauto-Quote von 25 Prozent in den USA geben, die man erfüllen will. 2017 hatte sich GM bereits von seinem defizitären Europageschäft getrennt und die Marken Opel und Vauxhall an den PSA-Konzern veräußert. Das hat dem US-Riesen allerdings kein Geld in die Kassen gespült, sondern insgesamt 6,2 Milliarden Dollar gekostet.

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