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Citroën C3 Aircross PureTech (2017): Test C3 Aircross mit luftigem Raumangebot

von Caspar Winkelmann 12.04.2018

Mit dem mutig designten Citroën C3 Aircross steigen die Franzosen ins boomende Segment der City-SUV ein. Im ersten Test mit Messwerten muss sich der Wagen beweisen. Das Einstiegsmodell gibt es für einen Preis von 15.290 Euro.

Der Citroën C3 Aircross (2017) bringt fertig, was nur wenige Fahrzeuge in dieser Preisklasse schaffen: Er fällt auf. Obwohl der Redaktionsparkplatz gut gefüllt ist, sticht der 4,16 Meter lange Franzose aus der Masse der Kombis, Sportcoupés und SUV hervor. An der Front sorgen die geteilten Beleuchtungselemente und die offroadig anmutende Schürze für ein selbstbewusstes, aber nicht aggressives Auftreten. Die robuste, rot lackierte Dachreling bildet einen stylischen Kontrast zur grauen Außenlackierung, auch das Heck wirkt erfrischend anders. Im Innenraum setzt Citroën ebenfalls auf schöne Details, etwa den teilweise mit Stoff bezogenen Armaturenträger oder die farblich abgesetzten Lüftungsgitter. Allerdings ist der Anteil der harten und wenig wertig wirkenden Kunststoffe recht hoch, und auf schlechter Straße knistert es bei unserem Testwagen aus den Türverkleidungen. Die Bedienung der Klima und Multimediafunktionen erfolgt über einen angenehm hoch platzierten, sieben Zoll großen Touchscreen, der zuweilen aber recht träge reagiert und gerade bei direkter Sonneneinstrahlung schlecht ablesbar ist.

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Der Citroën C3 Trailer im Video:

 
 

Test Citroën C3 Aircross PureTech (2017)

Fahrer und Beifahrer nehmen auf couchartigen, üppig dimensionierten Sitzen Platz. Allerdings sind diese sehr weich gepolstert und bieten in Kurven kaum Seitenhalt. Gleiches gilt für die verschiebbare Rückbank, die zudem mit Beinauflage geizt. Dafür zählt das Raumangebot im Fond zu den luftigsten im Segment. Über Knieraum und Kopffreiheit dürften selbst großgewachsene Mitreisende nicht klagen. Auch das Ladeabteil ist mit einem Volumen von 410 bis 1289 Litern ausreichend dimensioniert. Selbst auf gut asphaltierten Landstraßen ist der Aufbau des C3 stets in Bewegung, wodurch ein leicht schaukeliger Fahreindruck entsteht. Allerdings reagieren die Feder-Dämpfer-Elemente auf Querfugen oder Schlaglöcher unwirsch, sodass Stöße teilweise recht deutlich an die Passagiere weitergegeben werden. Diese eher durchschnittlichen Komforteigenschaften egalisiert der C3 allerdings keinesfalls mit überbordendem dynamischen Talent, denn Kurven werden mit spürbarer Seitenneigung durchfahren. Die indirekte Lenkung sowie das ebenso voreilig wie rigoros eingreifende ESP stehen der Kurvenhatz ebenfalls im Wege. Der 110 PS starke und akustisch stets präsente Dreizylinder-Turbobenziner sorgt zwar im Alltag für vollkommen ausreichende Fahrleistungen, jedoch ist das träge agierende Automatik-Getriebe keine Empfehlung. Mit 20.290 Euro (Handschalt-Version: 18.790 Euro) ist der C3 zwar kein Schnäppchen, doch die Feel-Ausstattung hält bereits eine umfangreiche Multimedia- und Komfortausstattung bereit.

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Citroën C3 Aircross PureTech: Technische Daten

 CITROËN C3 AIRCROSS PureTech 110
Motor3/4; Turbo
Hubraum1199 ccm
Leistung110 PS
Max. Drehmoment205 Newtonmeter
Getriebe/Antrieb6-Stufen-Automatik, Vorderradantrieb
Beschleunigung 
0 - 100 km/h11,1s
Höchstgeschwindigkeit183 km/h
Leergewicht1302 kg
Bremsweg aus 100 km/h warm34,7 m
Verbrauch7,7 l S
CO2-Ausstoß183 g/km
Grundpreis15.290 Euro
Testwagenpreis20.290 Euro

von Caspar Winkelmann von Caspar Winkelmann
Unser Fazit

Der Citroën C3 Aircross (2017) gefällt mit unverwechselbarem Design, luftigem Raumangebot, ordentlichem Ladevolumen sowie guter Ausstattung. Allerdings federt das City-SUV nicht sonderlich komfortabel und zählt auch nicht zu den Dynamischsten des Segments.

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