Citroën AMI ONE CONCEPT: Genfer Autosalon 2019 Der Smart von Citroën

von Elmar Siepen 19.02.2019

Die Studie Citroën AMI ONE CONCEPT feiert auf dem Genfer Autosalon 2019 ihre Premiere. Die Studie erinnert an den Smart und könnte als Nachfolger des C1 in Serie gehen!

Die für den Genfer Autosalon 2019 (7. bis 17. März) geplante Premiere des Citroën AMI ONE CONCEPT zeigt, wie sich die Franzosen die innerstädtische Mobilität der Zukunft vorstellen. Der Zweisitzer mit einer hinten angeschlagenen Fahrertür und einer konventionell an der A-Säule angeschlagenen Beifahrertür misst 2,50 Meter Länge und 1,50 Meter Höhe. Den Antrieb des Citroën AMI ONE CONCEPT übernimmt ein Elektromotor, der seine Energie aus Batteriezellen im Wagenboden bezieht. Die würfelförmige Karosserie erinnert stark an den Smart und beschert den beiden Insassen trotz der knappen Abmessungen großzügige Platzverhältnisse. Ein aufklappbares Stoffdach lässt den Innenraum mit Sonnenlicht fluten. In Sachen Konnektivität sollen keine Wünsche offen bleiben. Hierfür stehen zahlreiche Apps zur Verfügung. Über das Smartphone des Fahrers soll zum Beispiel die Fahrzeugentriegelung möglich sein. Auf einer Ablage oberhalb der Armaturen kann ein Smartphone platziert werden, dessen Display-Anzeige im Headup-Display des Fahrzeugs gespiegelt und ist somit  vom Fahrer ablesbar ist. Die Bedienung erfolgt über zwei Knöpfe im Lenkrad. Einer für die Sprachsteuerung, der Zweite zur Bedienung eines Dropdown-Menüs zur Nutzung von Apps. Mit dem in die Fahrzeugbedienung des Citroën AMI ONE CONCEPT integrierten Smartphone lassen sich so zum Beispiel Reisevorbereitungen wie Navigationsrouten schon vor Fahrtantritt planen. Mehr zum Thema: Genfer Autosalon

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Citroën AMI ONE CONCEPT steht auf Genfer Autosalon 2019

Als Antrieb für das Citroën AMI ONE CONCEPT soll ein 6kW-Aggregat fungieren, mit dem er maximal 45 km/h schnell sein soll. Damit ließe er sich in manchen Ländern und unter bestimmten Bedingungen ohne Auto-Führerschein fahren. Zwar weisen alle Citroën-Verantwortlichen darauf hin, dass es sich beim AMI ONE ausschließlich um ein Concept Car handelt und an eine Serienfertigung nicht gedacht ist, doch ist davon auszugehen, dass Citroën kaum die internationale Journalisten-Schar einfliegen lässt um in einer Vorab-Präsentation lediglich ein 45 km/h-Mobil zu zeigen, welches danach spurlos wieder in der Versenkung verschwindet. Dies ist auch vor dem Hintergrund der gravierenden Veränderungen, die dem Kleinstautosegment bevorstehen eher unwahrscheinlich. Hier ist Citroën derzeit mit dem C1 vertreten. Derzeit befindet sich der C1 der zweiten Generation in seinem  fünften Lebensjahr. Legt man den üblichen Modellzyklus von sieben Jahren zu Grunde, würde dessen Produktion 2021 auslaufen, so dass spätestens 2022 ein Nachfolger  auf den Markt kommen müsste. Das wären drei Jahre nach der unlängst erfolgten Präsentation des Citroën AMI ONE CONCEPT. Im Kleinstwagen-Segment macht übrigens Smart es vor und setzt schon ab 2020 ausschließlich auf elektrische Antriebe. Das technische Know-how hierfür ist auch bei den Franzosen vorhanden. Die elektrotaugliche CMP-Plattform ist skalierbar, mithin auch für kleinere Autos wie den DS 3 Crossback E-Tense (Markteinführung November 2019) verwendbar. Mit diesem Auto läuft sich der PSA-Konzern derzeit in größerem Stil für die E-Mobilität warm als es mit Citroën C Zero und Peugeot iOn der Fall war. Beide waren schließlich technisch identisch mit dem Mitsubishi i-MiEV, der später als Mitsubishi EV firmierte.

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Citroën AMI ONE CONCEPT mit Elektromotor

Mit einem rein elektrisch betriebenen, Verkehrsfläche-sparenden Zweisitzer, wie dem Citroën AMI ONE CONCEPT, könnte Citroën nicht nur die CO2-Bilanz seiner Fahrzeugflotte weiter nachhaltig senken sondern Kunden die Möglichkeit geben, dort lokal emissionsfrei zu fahren, wo es am sinnvollsten ist. Zur Erinnerung: 2015 stellte Citroen die SUV-Studie Aircross vor, die drei Jahre später als C5 Aircross in Serie ging und der ursprünglichen Studie fast wie aus dem Gesicht geschnitten ist. 2022 könnte ein rein elektrisch betriebener C1-Nachfolger in Serie gehen. Dann sicherlich ohne verschieden angeschlagene Türen des Citroën AMI ONE CONCEPT, wahrscheinlich mit etwas veränderten Abmessungen, sicherlich aber mit mehr Leistung und höherer Batteriekapazität. Dies wäre im Kleinstwagensegment das erste Auto ohne den langjährigen Kooperationspartner Toyota. Dann würde sich Automobilgeschichte, wenn auch unter anderen Vorzeichen, wiederholen. Wir sind – ganz im Sinne der Elektromobilität – gespannt.

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