VW I.D Buzz: Detroit Auto Show 2017 VW Microbus 4.0 heißt "Buzz"

11.01.2017

Mit dem VW I.D Buzz rollt der Bulli noch einmal wirkungsvoll ins Rampenlicht. Und zwar als elektrischer Microbus 4.0 auf die Detroit Auto Show 2017 (8. bis bis 22. Januar). Die Serien-Chancen steigen.

Weil der Bulli ein Sympathieträger ist und VW gerade in Amerika jedes Wohlwollen brauchen kann, rollt Volkswagen mit dem VW I.D. Buzz zur Detroit Auto Show (8. bis 22. Januar) jetzt schon wieder eine Kleinbusstudie ins Rampenlicht, die mit dem Geist von Gestern spielt. Doch gestrig sind an dem Auto mit dem trendigen Namen "Buzz" allenfalls die Grundidee für das Design und die Wurzeln, die zurück bis zum ersten VW Bus reichen. Alles andere schlägt eine Brücke in die nahe Zukunft. Denn nach dem kompakten I.D. Concpet von der Pariser Motorshow nutzt auch der Mircrobus 4.0 die Architektur des Modularen Elektrizitätsbaukastens und gibt so einen wieder etwas konkreten Ausblick auf das so dringend nötige Akku-Auto von VW. Der VW I.D. Buzz zeigt zugleich, wie weit man auch diese Plattform spreizen kann. Wo der I.D. aus Paris so zierlich wirkt wie ein Polo, ist der Buzz ein ausgewachsenes Auto: Der Radstand misst gewaltige 3,30 Meter, vom Bug zum Heck sind es insgesamt 4,94 Meter und weil der Antrieb im Wagenboden sitzt, bietet der Bulli der Zukunft bis zu acht Sitze und sogar zwei Kofferräume. So kann man hinten zwischen 660 und 4600 Liter einladen und vorne noch einmal 200 Liter Gepäck unterbringen. Trotzdem ist der VW I.D. Buzz ein handliches Auto. Weil man die 22-Zöller ungewohnt weit einschlagen kann, liegt der Wendekreis unter elf Metern.


Die VW-Modellpalette im Video:

 

 

 

VW I.D. Buzz auf der Detroit Auto Show 2017

In Fahrt bringen den VW I.D. Buzz zwei E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse, die auf zusammen 374 PS kommen, in knapp fünf Sekunden auf Tempo 150 beschleunigen und erst bei 160 Sachen abgeregelt werden. Gespeist aus den Lithium-Ionen-Akkus im Wagenboden fährt der BUZZ bis zu 600 Kilometer weit, bevor die 111 kWh erschöpft sind. Und damit man danach nicht so lange mit dem Weiterfahren warten muss, sorgt ein 150 kW-Lader für kurze Boxenstopps: Binnen 30 Minuten sind die Akkus zu 80 Prozent gefüllt. Weil das Auto schon wieder ein halbes Jahr weiter ist und die Platzverhältnisse ganz anders sind, unterscheidet sich das Konzept des BUZZ vom  I.D. vor allem im Innenraum – und ist viel konsequenter auf den "Pilot-Mode" zugeschnitten. Denn wenn die Elektronik das Kommando übernimmt, dann muss der Fahrer auch nicht mehr das zum Lenkpad mutierte Lenkrad halten. Stattdessen kann er seinen Sitz um 180 Grad drehen und sich den Hintermännern widmen. Zumal es vorne außer der Landschaft dann ohnehin nicht mehr viel zu sehen gibt. Schließlich kommt das Cockpit komplett ohne Knöpfe aus und die einzigen Anzeigen laufen über das mit Augmented Reality angereicherte Head-Up-Display sowie ein Tablet, das man weitgehend frei im Auto bewegen und nach der Fahrt sogar mit nach draußen nehmen kann. Zwar dauert es immer noch drei Jahre, bis der erste I.D. in den Handel kommt, doch wenn es irgendwann mal klappen soll, mit dem Microbus-Revival, dann jetzt. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: Vier gewinnt.

Mehr zum Thema: Erste Fahrt im VW Budd-e


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