Unbekannte VW-Modelle: Top-14 für echte Wolfsburg-Fans

Erfolgreiche VW-Modelle, die keiner kennt: Sie werden in sechsstelligen Stückzahlen gebaut und doch wirken sie auf den ersten Blick wie aus einem Paralleluniversum. Die AUTO ZEITUNG stellt die Top-13 der unbekannten VW-Modelle vor!

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Eine Collage zeigt fünf hierzulande unbekannte VW-Modelle.
Unbekannte VW-Modelle Foto: VW, Montage: AUTO ZEITUNG

Der Fiebertraum eines VW-Fans? Keineswegs – diese Modelle sind ganz real, in Deutschland nur weitgehend unbekannt.

Der VW Atlas steht in einer Wüstenlandschaft, von links fotografiert.
VW Atlas Foto: VW

Der in seinen Dimensionen gesehen große Bruder des Touareg startete 2016 in den USA als Atlas und in China als Teramont. Sieben Personen passen in das etwa 5,11 m lange SUV, das seit dem Facelift 2020 wahlweise mit 238 PS (175 kW) starkem Vierzylinder oder 280-PS-V6 (206 kW) angeboten wird und mit Allradantrieb ausgestattet werden kann.

Der VW Atlas Cross steht an einem Ufer, von hinten links fotografiert.
VW Atlas Cross Foto: VW

2020 stellte VW USA dem Atlas die Coupé-Variante Cross zur Seite, die zwar weniger Sitzplätze bietet, dafür aber etwas sportlicher daherkommt. Er fußt wie der normale Atlas auf MQB-Technik und setzt auf die gleichen Motoren. Interessanterweise nimmt VW im Preis aber keinen Design-Aufschlag, sondern bietet den Cross sogar etwas günstiger an.

Der VW Bora steht in Studioumgebung, von vorne rechts fotografiert.
VW Bora Foto: VW

Der VW Bora dagegen – bis 2005 noch ein Golf mit Stufenheck – ist über seinen ehemals großen Bruder Santana hinweggewachsen. 18 cm länger, zehn Zentimeter breiter, das MQB-Modell punktet mit guten Platzverhältnissen. Das schätzt die chinesische Kundschaft besonders, weshalb der Bora eines der erfolgreichsten VW-Modelle ist, die keiner kennt.

Der VW Gol fährt auf einer Straße geradeaus, von vorne rechts fotografiert.
VW Gol Foto: VW

Doch es sind nicht nur Stufenheckmodelle, die auf den interkontinentalen Märkten funktionieren, wie der VW Gol beweist. Der nicht nur im Namen abgespeckte Golf aus Brasilien kann auf eine 40 Jahre lange Tradition zurückblicken, 2012 knackte die Produktion die Sieben-Millionen-Marke.

VW ID.6 Crozz und ID.6 X stehen nebeneinander auf einer Wiese.
VW ID.6 Foto: VW

Über dem kompakten ID.4 positioniert, markiert der VW ID.6 das elektrische Pendant zum Touareg. Kurios mutet die Produktion an, die teilweise in Nordchina beim Joint-Venture-Partner FAW Volkswagen und teilweise bei SAIC Volkswagen im Süden des Landes stattfindet und deshalb den ID.6 Crozz und den ID.6 X mit minimalen Designunterschieden hervorbringt. Das eigens für China konzipierte Modell dürfte keine Chance in Europa haben.

Der VW Jetta, statisch von vorne rechts fotografiert.
VW Jetta Foto: VW

Weil sich Stufenheckmodelle seit Urzeiten in den USA besser verkaufen als kompakte Steilhecks, übernimmt der Jetta dort die Rolle des Golf. Statt GTI nennt sich die sportliche Version mit 230-PS-Motor (169 kW) GLI und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Seit dem Modelljahr 1980 schon werden die amerikanischen Jetta in Puebla (Mexiko) gefertigt.

Der VW Lamando L steht in Studioumgebung, von vorne fotografiert.
VW Lamando L Foto: VW

Das viertürige Stufenheck-Coupé Lamando L wurde als kleiner Bruder des Arteon eingeführt und ist deshalb bewusst modisch gestaltet. Die erste Generation bot die chinesische VW-Dependance sogar als GTS mit 220 PS (162 kW) an. Seit 2022 baut China die zweite, noch markantere Generation, die auf kurz oder lang ebenfalls mit mehr Power als den aktuellen 150 PS (110 kW) ausgestattet werden dürfte. 

Der VW Lavida steht in urbaner Umgebung, von vorne links fotografiert.
VW Lavida Foto: VW

Eines der erfolgreichsten VW-Modelle, die keiner kennt, heißt VW Lavida. Beim Modell handelt es sich mittlerweile um die dritte Generation, außerdem baut der Lavida auf dem modularen Querbaukasten (MQB) auf. Seit 2019 wird die Limousine sogar mit 100 kW (136 PS) starkem Elektromotor aus dem e-Golf angeboten.

Der VW Phideon steht in Studioumgebung, von vorne links fotografiert.
VW Phideon Foto: VW

Nachdem der Phaeton gefloppt war, traute sich VW nicht mehr so richtig in die Luxusklasse. Der konsequenteste Versuch eines Limousinen-Flaggschiffs nennt sich Phideon und positioniert sich als Bruder des Audi A6 zwischen Passat und dem längst eingestellten Phaeton. Auffällig ist vor allem der in China beliebte, äußerst lange Radstand des MLB-Modells. Zur Motorenpalette gehören ein 224 PS (165 kW) starker Vierzylinder sowie ein 299 PS-V6 (220 kW).

Der VW Sagitar steht in Studioumgebung, von vorne rechts fotografiert.
VW Sagitar Foto: VW

Ebenfalls auf der MQB-Plattform baut der VW Sagitar auf. Er entspricht ungefähr dem amerikanischen Jetta, hat aber einen etwas längeren Radstand. Das Motorenangebot präsentiert sich mit 116 bis 150 PS (85 bis 110 kW) starken Benzinern eher unauffällig. 

Der VW Santana fährt eine Linkskurve, von vorne links fotografiert.
VW Santana Foto: VW

Den Namen VW Santana kennen noch einige von früher, nun trägt ihn eine kompakte Stufenhecklimousine in China. Den ersten chinesischen VW Santana fertigte das Joint Venture Shanghai Volkswagen bereits 1983, als die Stufenhecklimousine auf Basis des Passat noch in den Showrooms der deutschen Händler stand. Seinem Konzept ist der VW Santana bis heute treu geblieben.

Der VW Taos steht vor einer Hügellandschaft, von vorne links fotografiert.
VW Taos Foto: VW

Weil der VW Tiguan in den USA ausschließlich als größerer Allspace (hierzulande inzwischen Tayron) verkauft wird, ist unterhalb des SUV Platz für den Taos. Der wiederum basiert aber nicht auf dem Europa-Tiguan, sondern auf dem chinesischen Tharu. Auch in Südamerika und Russland soll der Taos/Tharu sein Segment aufmischen und global jährlich etwa 400.000 Mal verkauft werden.

Zwei VW Tera stehen nebeneinander auf einem Parkdeck.
VW Tera Foto: VW

Sieht von vorne aus wie ein Tiguan, ist aber wesentlich kleiner: der 2025 eingeführte VW Tera. Das City-SUV ist in Sachen Entwicklung und Fertigung ein rein brasilianisches Projekt und geht größentechnisch als aufgebockter Polo durch. Perspektivisch soll er neben seinem Heimatmarkt auch in sonstigen südamerikanischen Staaten sowie in Afrika in den Verkauf gehen.

Der VW Virtus steht in urbaner Umgebung, von links fotografiert.
VW Virtus Foto: VW

VW Virtus, das kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Mut" oder "Tapferkeit". Damit hat die Limousine auf den ersten Blick nicht ganz so viel gemein. Im Grunde ein Polo mit Passat-artigem Stufenheck, ist das Modell eine Art Neuinterpretation des VW Derby aus den späten 70er-Jahren und ein Hit in Südamerika.

Top-14 der unbekannten VW-Modelle

Lavida, Sagitar, Virtus – Deutschland kennt diese VW-Modelle nicht. Und doch gehören sie zu den meistverkauften Volkswagen der Welt. Neben Europa hat sich VW über die Jahrzehnte auch in weiteren Märkten und Kontinenten breit aufgestellt. Weil die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, braucht es manchmal auch andere Autos – oder zumindest Autos mit anderen Namen. In Südamerika zum Beispiel ist der VW Virtus ein Hit: Der Polo mit Passat-artigem Stufenheck verkauft sich in sechsstelligen Einheiten. Doch nicht nur in Südamerika erfreuen sich Stufenheck-Modelle größter Beliebtheit, sondern auch in China. Der Asien-Pazifik-Markt ist neben Europa der wichtigste für Wolfsburg, dementsprechend breit gefächert ist die Palette an VW-Modellen. Neben den immer stärker nachgefragten SUV vertreibt VW elf verschiedene Stufenheckmodelle. Auch die Auswahl an SUV ist groß, was der US-amerikanische Markt mit den Modellen Taos, Atlas und Atlas Cross untermauert. In der Bildergalerie stellen wir die Top-13 der unbekannten VW-Modelle vor!
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Der VW Tayron (2024) im Video:

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Video: AUTOZEITUNG