SsangYong-News (2021): Insolvenz & Zukunft Insolvenzverfahren für SsangYong eingeleitet

von Tim Neumann 15.04.2021

SsangYong-News im April 2021: Für den koreanischen Autobauer ist ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Nachdem ein Bankkredit nicht zurückgezahlt werden konnte, wurde bereits im Dezember 2020 ein Sanierungsverfahren beantragt. Wie geht es in Zukunft weiter? Dieser Artikel wurde am 15.04.2021 aktualisiert.

 

SsangYong-News im April 2021: Insolvenzverfahren eingeleitet

Für den angeschlagenen südkoreanischen Autobauer SsangYong ist Mitte April 2021 ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Unter Aufsicht eines vom Gericht bestellten Verwalters soll nun festgestellt werden, ob SsangYong überlebensfähig ist. Wird der Rettungsplan des Unternehmens abgelehnt, droht, es abgewickelt zu werden. Es ist übrigens nicht das erste Insolvenzverfahren von SsangYong: Bereits 2009 hatte sich die Marke in die Zahlungsunfähigkeit verschuldet und war zwei Jahre später durch Mahindra gerettet worden. Nach Berichten südkoreanischer Medien muss eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bis zum 10. Juni 2021 ihren Bericht über den Finanzstand des Autoherstellers vorlegen. Davor solle SsangYong jedoch schon in einem Bieterverfahren potenziellen Interessierten zum Verkauf angeboten werden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Die Aufnahme des Insolvenzverfahrens für den Autohersteller, an dem Mahindra 75 Prozent hält, hatte sich zuletzt abgezeichnet. Der indische Konzern hatte seit 2020 vergeblich versucht, seine Mehrheit zu veräußern. Mehr zum Thema: Das ist das SsangYong Rexton Facelift

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News im Dezember 2020: SsangYong beantragt Sanierungsverfahren

Wie viele Autohersteller leidet auch SsangYong unter der Corona-Pandemie und konnte einen Bankkredit von schätzungsweise 44 Millionen Euro nicht zurückzahlen, der im Dezember 2020 fällig gewesen wäre. Der Nettoverlust des Unternehmens hatte sich 2020 auf 478,5 Milliarden Won (358,4 Millionen Euro) ausgeweitet, nach 341,4 Milliarden Won ein Jahr davor. Der Absatz ging um 20,6 Prozent auf 107.416 Autos zurück. In einer Pressemitteilung gab das Unternehmen bekannt, dass es ein Sanierungsverfahren beantragt habe. Nach koreanischem Recht darf SsangYong für drei Monate Produktion und Vertrieb seiner Modelle wie gewohnt fortsetzen, muss aber gleichzeitig neue Investoren finden. Sollte dies nach Ablauf der Frist nicht gelingen, folgt das Insolvenzverfahren. Autokonzern Mahindra, der 75 Prozent der SsangYong-Anteile hält, besitzt scheinbar kein Interesse mehr, die Liquiditätsprobleme von SsangYong zu beheben. Gleichwohl muss er die Hauptverantwortung bei der Investorensuche übernehmen. Was die wirtschaftlichen Probleme von SsangYong für Kunden in Deutschland zur Folge hat, ist noch unklar. Vorerst sollen Handel und Service laut Unternehmen weitergeführt werden. Gleichzeitig versucht man, sich für die Zukunft robuster und wettbewerbsfähiger aufzustellen. 

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