Safety Trophy 2019: Leseraktion (Nachbericht) Bei der Safety Trophy 2019 gewinnt die Sicherheit

von Markus Bach 04.09.2019
Inhalt
  1. Safety Trophy 2019 mit ARCD, Continental und Mercedes
  2. Bei der Safety Trophy 2019 sind alle Teilnehmer Gewinner
  3. Experten-Meinung: Thomas Schreiner vom ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland

Gemeinsam mit dem ARCD, Continental und Mercedes lud die AUTO ZEITUNG zur Safety Trophy 2019 voller Fahrdynamik auf eine exklusive Teststrecke ein!

Nun gilt es: Patrick Gohlke beschleunigt den Mercedes SL 500 auf Tempo 60, das mit Pylonen markierte Hindernis fliegtauf ihn zu. Auf dem nassen Asphalt spiegelt sich das Licht der LED-Scheinwerfer. Jetzt muss er in kürzester Zeit das Richtige tun: Er lenkt im letzten Moment ein, umkurvt mit quietschenden Reifen die Pylonen und endet wieder in seine Spur zurück. Geschafft. An diesem Tag ging es für Gohlke "nur" um den Sieg bei der Safety Trophy 2019. In Zukunft könnte es für den jungen Familienvater aus Osnabrück jedoch um viel mehr gehen, sollte er im Alltag etwa einem Passanten ausweichen müssen, der mit dem Smartphone vor der Nase einfach auf die Straße läuft. "Ich finde es ganz wichtig, auf solche Situationen vorbereitet zu sein", so der 31-Jährige. "Daher habe ich mich bei der Safety Trophy beworben." So wie Patrick Gohlke beteiligten sich viele Leser an dem Sicherheitswettbewerb der AUTO ZEITUNG, der in diesem Jahr in seine 13. Auflage ging. Und wieder mit am Start: der ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland, Continental und Mercedes-Benz. Auch Harald Schabert aus Riesbürg hatte Glück und gehörte zu den 20 Gewinnern, die sich zum Finale auf dem Contidrom bei Hannover trafen. Mehr zum Thema: Safety Trophy

 

Safety Trophy 2019 mit ARCD, Continental und Mercedes

Obwohl er selbst schon beim Ausfüllen der Bewerbung sicher war, gezogen zu werden: "Ich wusste irgendwie, dass es klappt." Schon bei der Einfahrt zur Teststrecke von Continental stieg die Spannung bei den Lesern – das Gelände ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Leider zeigte sich die Lüneburger Heide diesmal von ihrer regnerischen Seite, sodass die Streckenbewässerung beim Nasshandling eher symbolischer Natur war. Vor der Steilkurve warteten bereits drei Mercedes-Modelle auf das Gruppenfoto. Die Fahrzeuge – vom brandneuen Mercedes CLA über C-Klasse Coupés bis zum SLC der §Final Edition§ – standen den Teilnehmern exklusiv für die Safety Trophy zur Verfügung. Insgesamt sechs Prüfungen erwarteten die Kandidaten, an jeder Station mussten sie ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen. "Dabei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern darum, das Auto auch bei schwierigen Bedingungen stets unter Kontrolle zu haben", erklärte Chefinstruktor Sebastian Koch. Er und seine Kollegen gaben den Teilnehmern wertvolle Tipps, wie sie die Prüfungen sicher meistern konnten. Einige Instruktoren kamen den Lesern sogar bekannt vor – die meisten sind Redakteure der AUTO ZEITUNG. Und so entwickelte sich zwischen den Prüfungen auch das eine oder andere Benzingespräch. Doch am Steuer wich die Fachsimpelei schnell stiller Konzentration. Vor allem das Nasshandling hatte es den Teilnehmern angetan." So etwas kann man bei normalen Fahrertrainings nicht machen", sagte Harald Schabert und freute sich. "Leider habe ich das Auto etwas überfahren und bin zu viel gerutscht." Am Ende beweis Patrick Gohlke hier das beste Fingerspitzengefühl und konnte das Nasshandling für sich entscheiden. Beim Slalom ging es ebenfalls darum, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. "Diese Prüfung hat mir am besten gefallen", sagte Birgit Richter. "Der Instruktor hat die Prüfung toll erklärt und mir Tipps gegeben, wie das Auto auf meine Lenkbewegungen reagiert." Beim Bremsen wurde Richter dagegen von den Fähigkeiten des Mercedes überrascht: "Unglaublich, wie schnell so ein Auto zum Stehen kommt." Instruktor Caspar Winkelmann wusste, dass vor allem bei dieser Übung bereits nach wenigen Versuchen eine deutliche Steigerung zu sehen ist: "Viele Leser lernen bei der Safety Trophy zum ersten Mal, richtig auf das Bremspedal zu treten." Teilweise lagen bis zu neun Meter zwischen dem ersten und dem letzten Versuch der Leser. Neun Meter, die im Ernstfall Leben retten können.

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Bei der Safety Trophy 2019 sind alle Teilnehmer Gewinner

Auch beim Spurwechsel kam es auf wenige Meter an, die Bahn um das simulierte Hindernis war eng gesteckt. "Aber auf der Straße hat man auch wenig Platz zum Ausweichen, wenn einem jemand die Vorfahrt nimmt", stellte Andreas Kersting fest. Nach dem Umfahren des Hindernisses mussten die Leser sofort wieder in ihre alte Spur zurückkehren. Die Continental-Reifen der Testwagen sorgten jedoch stets dafür, dass auch bei ständig regennasser Strecke genügend Grip vorhanden war. Auf wenige Sekunden kam es dagegen im Fahrsimulator des ARCD an: Während die Teilnehmer durch digital generierte Landschaften fuhren, war höchste Konzentration angesagt. Ein durch einen Zufallsgenerator ausgelöster Reaktionstest erforderte eine Gefahrenbremsung bis zum Stillstand. Die Reaktionszeit der Leser entschied dann über deren Platzierung. Als sich am Ende des Tages die Jury zur Auswertung der Prüfungen zurückzog, stieg bei den Teilnehmern noch einmal der Adrenalinspiegel: Mit den Instruktoren am Steuer ging es auf eine Runde durchs Contidrom – Steilkurve inklusive. Leicht grün um die Nase, aber mit einem breiten Grinsen schritten die Leser dann zur Siegerehrung. Hier zeigte sich wieder einmal, dass sich bei der Safety Trophy Konstanz auszahlt: So gewannen Harald Schabert und Armin Milbich zwar keine Einzelprüfungen, landeten aber an allen Stationen stets unter den Besten. Damit sicherten sie sich die Plätze zwei und drei. "Hier haben doch alle Benzin im Blut. Da kann man sich nicht zu den Favoriten zählen", zeigte sich Milbich vom Gesamtergebnis überrascht. "Egal ob ich nun Zweiter oder 15. geworden bin – das war eine tolle Veranstaltung", fasste Harald Schabert die Meinung vieler Teilnehmer zusammen. Und der Sieger? Patrick Gohlke fuhr mit zwei Einzelsiegen in sechs Prüfungen auf das höchste Podest. Der junge Vater freut sich nun über neue Continental-Sommerreifen: "Ob ich auch ein paar für unseren Kinderwagen bekommen kann?" 

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Experten-Meinung: Thomas Schreiner vom ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland

"Im vergangenen Jahr sind die Opferzahlen wieder gestiegen: Es gab 1,5 Prozent mehr Verletzte und drei Prozent mehr Getötete im Straßenverkehr. Deshalb ist und bleibt es wichtig, den Blick auf die Verkehrssicherheit zu richten. Die weitaus meisten Unfälle entstehen durch menschliches Fehlverhalten, häufig verursacht durch Ablenkung. Also dann, wenn sich die Fahrer hinter dem Steuer mit etwas anderem beschäftigen als mit ihrer eigentlichen Aufgabe: dem Autofahren. Mit unserer Kampagne "Lass dich nicht APPlenken!" macht der ARCD darauf aufmerksam, dass Smartphones eine wesentliche Ablenkungsquelle sind. Vermeintlich ständig erreichbar sein zu müssen und nichts verpassen zu wollen, erzeugt einen Druck, der auch im Auto nicht nachlässt. Viel zu häufig lässt sich deshalb beobachten, dass auch im Straßenverkehr zum Smartphone gegriffen wird – trotz hoher Bußgelder und drohender Punkte in Flensburg. Ganz nach dem Motto: "Ist doch gar nicht so schlimm!" Die Folge ist ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Denn mit dem Smartphone am Steuer zu hantieren, entspricht einer Einschränkung der Fahrtüchtigkeit von bis zu 1,1 Promille Alkohol im Blut. Hinter dem Lenkrad hat das Smartphone also nichts zu suchen."

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