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Neuer Honda CR-V (2018): Erste Testfahrt Neuer CR-V nun auch in Deutschland erhältlich

von Marcel Kühler 12.12.2018

Der neue Honda CR-V (2018) soll seine Vorgänger in den Schatten stellen und in den Bereichen Fahrkomfort, Raumangebot und Fahrerassistenz übertrumpfen. Wir klären in einer ersten Testfahrt, wie sich die fünfte Generation des SUV-Klassikers schlägt.

Eine erste Testfahrt zeigt: Von der Premiere der ersten Modellgeneration im Jahr 1995 bis zum neuen Honda CR-V (2018) hat sich einiges getan. Das Auto hat sich über mehr als 20 Jahre zu einem der weltweit meistverkauften SUV entwickelt. Die nunmehr fünfte Generation, die übrigens in den USA schon seit Herbst 2016 verfügbar ist und ab Oktober nun auch hierzulande auf Kundenfang gehen wird, soll den erfolgreichen Vorgänger in allen Belangen übertreffen – sei es in Sachen Fahrkomfort, Raumangebot oder Assistenzsysteme. Neben der gestrafften Optik ist die wichtigste Änderung im neuen Honda CR-V (2018) gegenüber dem Vorgänger karosserieseitig der um 33 Millimeter angewachsene Radstand. Davon profitieren insbesondere die Passagiere. Vor allem die Beinfreiheit in Reihe zwei ist im Vergleich zu der des CR-V der vierten Generation, der ja bereits ein sehr geräumiges SUV war, nochmals üppiger. Auch bei der Praktikabilität hat der neue Honda weiter zugelegt. Die neuerdings optional gestengesteuerte, elektrische Heckklappe gibt einen gut nutzbaren Kofferraum frei, der mit 561 bis 1756 Liter geräumiger ist als der des Vorgängers (max. 1627 Liter).Ein zweistufiger Kofferraumboden sorgt bei umgelegter Rückbank für eine nahezu ebene Ladefläche. Allerdings: Im Gegensatz zu etlichen Wettbewerbern im Segment verfügt der neue Honda CR-V (2018) nur über eine zweiteilig umklappbare Rückbank, die zudem ohne separate Durchreiche auskommen muss. Und auch eine praktische klappbare Beifahrersitzlehne bleibt der Honda schuldig. Ein absolutes Novum in der Geschichte des CR-V: Optional verfügt das SUV nun über sieben Sitze. Aufgrund des knappen Knie- und Fußraums sowie des schwierigen Einstiegs taugt die dritte Sitzreihe aber nur bedingt für Erwachsene. Aufgerüstet hat Honda ferner die Sicherheitsausstattung des CR-V. So gehören bei allen Ausstattungslinien ein Kollisionswarnsystem mit automatischer Notbremsung, ein Spurhalteassistent, eine Verkehrszeichenerkennung oder ein adaptiver Tempomat zum Auslieferungsumfang. Mehr zum Thema: Tests auf autozeitung.de

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Erste Testfahrt im neuen Honda CR-V (2018)

Zum Start steht sowohl für den Fronttriebler als auch für die Allradvariante des neuen Honda CR-V (2018) lediglich eine Antriebseinheit zur Verfügung: ein 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder, der in Kombination mit dem serienmäßigen, exakt schaltbaren Sechsgang-Getriebe 173 PS leistet. Für die Modellvariante mit stufenloser Automatik spendiert Honda dem Triebwerk 20 PS extra. In der Praxis gefällt der VTEC-Turbo mit seiner ausgeprägten Laufruhe und der guten Geräuschisolierung bei niedrigen Drehzahlen. Um zügig vom Fleck zu kommen, will der Direkteinspritzer jedoch mit höheren Drehzahlen bei Laune gehalten werden. Unter 3000 Kurbelwellenumdrehungen wirkt das Aggregat bei der ersten Testfahrt etwas verhalten. Nicht nur vor diesem Hintergrund wird der ein oder andere Kaufinteressent sicherlich einen drehmomentstarken Diesel vermissen – doch einen Selbstzünder wird es wohl auch später nicht für den neuen Honda CR-V (2018) geben. Die Effizienz kann sich aber auch so sehen lassen, wie der vom Bordcomputer ausgewiesene Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern auf unserer ersten Testrunde beweist. Dieser Wert liegt nur unwesentlich über der Herstellerangabe von 6,6 Litern  Trotz der direkten sowie präzisen Lenkung ist der 4,60 Meter lange Honda eher lässiger Cruiser als wuseliger Kurvenräuber. Und auch ohne elektronisch geregelte Dämpfer weist der neue CR-V einen ansprechenden Federungskomfort auf. Egal ob geflickte Asphalt-Oberflächen, Schlaglöcher, Querfugen oder lange Wellen – all diese Anregungen gleicht das je nach Ausstattung bis zu 1,7 Tonnen schwere SUV weitgehend aus. Gleichzeitig halten sich selbst bei forcierter Kurvenfahrt Karosseriebewegungen in Grenzen. Das Gleiche gilt für die Wind- und Abrollgeräusche. Dank aktivem Noise-Cancelling – einer Technik, bei der gezielte Audiosignale zur Neutralisation von Störgeräuschen in den Innenraum geleitet werden – bleibt es im CR-V in den meisten Fahrsituationen angenehm leise. Eine der wichtigsten Informationen aber blieb uns Honda bis zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses schuldig: den genauen Preis. Das Basismodell mit Vorderradantrieb soll aber knapp unter 30.000 Euro starten. 

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Technische Daten des neuen Honda CR-V (2018):

Beschleunigung (0-100 km/h)9,3 Sekunden
Zylinder/ Ventile pro Zylinder4/4
Hubraum1498 cm³
Leistung173 PS/220 Nm
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
Getriebe6-Gang, Stufenlose Automatik
Leergewicht652 Kilogramm
Verbrauch6,6 Liter/100 Kilometer
CO2- Ausstoß151 Gramm/Kilometer
Grundpreis30.000 Euro

von Marcel Kühler von Marcel Kühler
Unser Fazit

Der neue CR-V ist geräumig und fährt komfortabel. Ohne einen Diesel im Portfolio schränken die Japaner den Kreis potenzieller Kunden aber stark ein.

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