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Need for Speed Unbound (2022): Test So spielt sich das neue NFS

Tim Neumann 20.12.2022

Need for Speed Unbound ist das erste Rennspiel der NFS-Reihe für die neue Konsolengeneration PS5 und Xbox Series X/S. Das wissen wir zum Release, zur Map, zu den Autos, zum Preis und zur PC-Version. Außerdem: So fällt unsere Rezension nach einem ersten Test aus!

2022 ist wieder ein NFS-Jahr: Der neueste Teil der legendären Rennspiel-Reihe namens Need for Speed Unbound feierte am 2. Dezember 2022 zum Preis ab 69,99 Euro (PC, Stand: Oktober 2022) seinen Release. Sowohl die ersten Sekunden des Trailers als auch die bisher veröffentlichten Fotos zeugen von einer verspielten Optik mit bunten Spezialeffekten, die laut Electronic Arts mit der realistischsten Grafik aller NFS-Spiele samt 4K-Auflösung und 60 FPS garniert werden sollen. Spielende finden sich in der von Straßenkunst überzogenen Stadt Lakeshore wieder, zu deren Map vielseitig, aber größentechnisch eher durchschnittlich ausfällt. Neben den klassischen Rennen soll ein großer Schwerpunkt auf Verfolgungsjagden mit der Polizei liegen, der sowohl große Belohnungen als auch schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringt – je nachdem, ob die Flucht gelingt oder nicht. Die Individualisierung hebt Unbound mittels optischen und akustischen Fahreffekten auf ein neues Level: So kann man unter anderem Farbe und Form der Abgase, des Reifenqualms und der Luftverwirbelungen bestimmen. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Der Trailer zu Need for Speed Unbound (2022) im Video:

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Release, Map, Autos & Preis von Need for Speed Unbound (2022) für PS5, Xbox und PC

Neben dem obligatorischen Multiplayer wartet Need for Speed Unbound (2022) auch mit einer Einzelspieler-Kampagne auf, in der man nach einem gestohlenen Auto fahndet und sich auf der Suche danach immer tiefer durch die Straßenszene arbeitet. Dazu passt der Hip-Hop-Soundtrack, den A$AP Rocky federführend für das Rennspiel gestaltet hat. Die bereits veröffentlichte Autoliste mit 143 Fahrzeugen hält neben den üblichen Verdächtigen der deutschen, japanischen, italienischen und US-amerikanischen Erzeugnissen auch ein paar Überraschungen wie den Polestar 1 oder Mercury Cougar bereit. Besonders häufig vertreten sind Modelle zwischen 2015 und 2020. Weitere, teils kostenlose Updates inklusive neuer Autos sind angekündigt. Während der Preis für das PC-Spiel bei 69,99 Euro liegt, müssen PS5 und Xbox Series X/S-Spieler:innen zehn Euro tiefer in die Tasche greifen. Für weitere zehn Euro ist die sogenannte Palace Edition erhältlich, die exklusive Pakete sowie vier exklusive Autos bereithält.

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Need for Speed Unbound (2022) im Test

Es dauerte eine Weile, bis wir uns beim ersten Test an Need for Speed Unbound (2022) gewöhnt hatten: Zuerst die eigenwillige Zeichentrick-Optik der Charaktere, die nicht so ganz zur realitätsnahen Optik der Straßen und Autos passen will, dann auch noch das Fahrgefühl – dazu aber später mehr. Waren die erfolgreichsten NFS-Spiele seinerzeit nah an der "Fast & Furious"-Welt orientiert, sind die beiden Auto-Klassiker heute entfernter denn je. Während sich Vin Diesel & Co. in immer größeren Kriegsgeschehen verlieren, tauchen wir in Unbound in eine Parallelwelt voller Gangster-Rap, Anime und Polizei-Eskapaden ab. Dieses Need for Speed ist bunter, lauter, hyperaktiver und verspielter als alle Teile zuvor. Die neuen Fahreffekte passen als nettes Gimmick gut hinein. Zwar überzeugt die Grafik nicht mit überragender Schärfe und Detailliertheit, dafür aber die ultraschnellen Ladezeiten. Überhaupt ist es eine willkommene Abwechslung, statt 100 GB-Schwergewichte mal nur gut 30 Gigabyte für ein Spiel herunterladen zu müssen. Auch das Story-Konzept, Tag und Nacht aufzuteilen und nach dem Spielfortschritt zu gestalten, ist ungewöhnlich. Allerdings konnten wir nach gut zehn Stunden Spielzeit keinen tieferen Nutzen darin erkennen. Als sehr reizvolles Element stellt sich das "Pokern" heraus: Mit jedem gefahrenen Event steigt das Vermögen des Spielenden, aber auch das Fahndungslevel. Wer zu viel riskiert, wird vermutlich von der Polizei geschnappt und verliert das mühsam Ersparte. Auch innerhalb von Rennen steigt die Spannung dank interner Wetten mit Kontrahent:innen und streng limitierter Neustarts. Die NPCs (Nicht-Spieler-Charakter) sind selbst im mittleren der drei Schwierigkeitsgrade mitunter schwer zu schlagen, solange man das eigene Auto nicht etwas frisiert. Hier gibt es aus technischer Sicht einige Möglichkeiten und aus optischer noch viele weitere. Jedes der etwa 150 Autos lässt sich mit unzähligen Karosserieteilen verfeinern und abwechslungsreich folieren. Die Individualisierung kann Stunden verschlingen und dürfte zur umfangreichsten in der Rennspielbranche gehören. Auch mit der inhaltlich eher durchschnittlichen Story lässt sich einiges an Zeit vertreiben. Unverständlich für uns ist hingegen, warum Story- und Online-Modus nicht wie in anderen Rennspielen auch zusammengeführt wurden. So muss man in beiden Modi parallel für neue Autos und Teile ackern und verliert an einem der beiden Modi schnell die Lust. Das dürfte meistens den enttäuschenden Mehrspieler-Abschnitt betreffen, der mit kleinen Spieler-Lobbys und sich ständig wiederholenden Rennen langweilt. Zum Abschluss noch ein paar Sätze zum Fahrgefühl: Es bemüht sich nicht wirklich nach Realitätsnähe und fällt mit einer vagen sowie wenig rückmeldungsfreudigen Lenkung (Gamepad) auf. Ihretwegen kann man beim Gegenlenken schnell ins Schlingern kommen, womit die Rennen dann in der Regel gelaufen sind. Doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit wird es besser. Dann hat man auch gelernt, dass Drifts und die damit einhergehende Nitro-Boost-Auffüllung schneller sind als die Ideallinie.

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Tim Neumann Tim Neumann
Unser Fazit

Gewiefte Gamer könnten Spielereien, wie die Farbe und Form der Abgase, des Reifenqualms und der Luftverwirbelungen zu bestimmen, als "Kinderkram" abtun – und dafür sind die Preise happig. Doch nicht zuletzt damit wird Need for Speed Unbound (2022) zum Tuner-Himmel, in der man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Fahrerisch muss man im Vergleich zu anderen Arcade-Rennspielen allerdings Abstriche machen.

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