Ein Totalschaden als Skulptur: Der Mercedes S 550, der keiner ist

Was macht man, wenn man seine Mercedes S-Klasse mit Anlauf gegen die Wand setzt? Richtig, man verwandelt ihn in eine funkelnde Spiegel-Skulptur! Wobei das nicht wirklich die Geschichte hinter "Wreck" ist.

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Blick von schräg vorne auf die Skulptur des Mercedes S 550 Wreck.
Mercedes S 550 "Wreck" Foto: Philadelphia Contamporary

Diese S-Klasse hat es wohl erwischt: Der Frontschaden scheint irreversibel. Aber Moment, ist dieser Mercedes etwa zersplittert?

Detailansicht der Räder der Skulptur des Mercedes S 550 Wreck.
Mercedes S 550 "Wreck" Foto: Philadelphia Contamporary

Ja, denn es handelt sich hierbei nicht etwa um einen echten Benz, sondern um eine Skulptur vom US-amerikanischen Künstler Jordan Griska.

Detailansicht der Heckpartie der Skulptur des Mercedes S 550 Wreck.
Mercedes S 550 "Wreck" Foto: Philadelphia Contamporary

Mit rund 12.000 spiegelnden Edelstahlscheiben baut er die Karosserie der Luxuslimousine nach – mitsamt eines Kollisionsschadens. 

Detailansicht der hinteren Seitentür der Skulptur des Mercedes S 550 Wreck.
Mercedes S 550 "Wreck" Foto: Philadelphia Contamporary

Mit 3D-Modellierung, also der dreidimensionalen Erstellung eines Objekts per Software, unterteilte er die Karosserie in einzele Fragmente, um diese in über zwei Jahren per Hand nachzubauen und zusammenzufügen.

Blick von schräg vorne auf die Skulptur des Mercedes S 550 Wreck.
Mercedes S 550 "Wreck" Foto: Jordan Griska

Persönlich anschauen kann man "Wreck" nicht, er ist Teil einer privaten Kunstsammlung.

Auto, Spiegel, Discokugel? Beim Anblick dieses Mercedes ist man sich da nicht ganz so sicher. Dieser Mercedes S 550 scheint aus tausenden spiegelnden Oberflächen zu bestehen. Trotz derer ist der massive Frontschaden nicht zu übersehen. Die schillernde S-Klasse mit dem Titel "Wreck" ist das Werk des US-amerikanischen Künstlers Jordan Griska. Aber einen Unfall hatte der Benz nicht, denn dies ist keine echte S-Klasse, sondern eine detaillierte Nachbildung.
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Der Mercedes-AMG E 53 (2024) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Über 12.000 Spiegel zieren die Oberfläche des Mercedes S 550 "Wreck"

Auf Basis verschiedener realer Vorlagen und mithilfe einer 3D-Modellierung, also der Darstellung eines Objekts per Software, hat er eine Mercedes S-Klasse, genauer einen Mercedes S 550, detailliert nachempfunden. Die Karosserie der Skulptur setzt sich aus über 12.000 einzelnen Spiegelflächen aus poliertem Edelstahl zusammen, die präzise geschnitten und in über zwei Jahren Handarbeit zusammengefügt wurden.

Trotz der neu interpretierten Oberfläche, die sich in zigtausende kleine Dreiecke aufteilt, bleiben wesentliche Elemente wie der Kühlergrill, die Scheinwerfer und auch die (zerklüftete) Frontschürze gut zu erkennen. Ein besonderes Augenmerk beim "Wreck" genannten Kunstwerk liegt dabei auf der Frontpartie, deren zerklüftete Oberfläche einen massiven Frontschaden darstellt.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Die fragmentierte Oberfläche erweckt fast den Eindruck, als sei die Mercedes S-Klasse bei einem Aufprall zersplittert. Wie ein Spiegel, der bricht. Ein ebenfalls interessantes Detail sind die Räder und die Felgen des gespiegelten Gefährtes, da hier besonders gut sichtbar wird, wie sich runde Formen auch mit geraden Linien darstellen lassen. Persönlich anschauen kann man "Wreck" nicht. Das Kunstwerk wurde im Oktober 2016 von Philadelphia Contemporary am Pier 9 in Philadelphia, USA, gezeigt, ehe es später in eine Kunstsammlung überging. Der Öffentlichkeit war der Mercedes nur bei seiner Präsentation zugänglich – und das auch nur für wenige Tage.