Premiere

Mercedes C-Klasse: EQ-Variante mit XXL-Grill enthüllt

Sportlicher als je zuvor, komfortabel wie nie und – zum allerersten Mal – vollelektrisch: Die Mercedes C-Klasse EQ wagt 2026 den Neuanfang in der Stuttgarter Mittelklasse.

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Die Mercedes C-Klasse EQ steht vor einem Küstenpanorama, von vorne links fotografiert.
Bulliger Auftritt mit XXL-Grill: Die C-Klasse EQ fährt selbstbewusst vor. Foto: Mercedes
Die Mercedes C-Klasse EQ steht vor einem Küstenpanorama, von hinten links fotografiert.
Hinten löst sich Mercedes vom Stufenheck-Gedanken und inszeniert die C-Klasse als Fließheck. Foto: Mercedes

1050 beleuchtete Punkte auf dem metallenen Kühlergrill könnten es nicht deutlicher machen: Die Zeiten des „Ja, aber“ sind bei Mercedes vorbei. Kom­promisslosigkeit ist angesagt, erst recht in der vollelektrischen Mittelklasse. Statt des polarisie­renden Aero-Designs gibt es das selbstbewuss­te neue Markengesicht, statt verkopfter EQ-Modellbezeichnungen ein klares Statement: Das hier ist die neue, elektrische Mercedes C-Klasse.

Und weil Reichweiten auf Diesel-Niveau und viel Ladepower heute kein Alleinstellungs­merkmal mehr sind, garniert Mercedes sein neues Erfolgsrezept zur Sicherheit mit allerlei Superlativen. So versprechen die Entwickler:innen nicht weniger als die sportlichste C-Klasse aller Zeiten, Fahrkomfort auf S-Klasse-Niveau und eine kompromisslose Qualität im Innenraum.

Die ersten 500 km im Mercedes GLC EQ (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Mercedes C-Klasse EQ: Effizienter Antrieb & schnelles Laden

Sportliche Proportionen mit kurzen Überhän­gen gehören zu den Vorzügen der Elektro-Ar­chitektur der Mercedes C-Klasse EQ. Dazu streckt sich der Radstand auf 2962 mm – 97 mm mehr als bei der Verbrenner-C-Klasse, die parallel weiter angeboten wird. Das zusätzliche Platzangebot verteilt sich vor allem an die Passagiere in der ersten Reihe. Hinter dem GT-artig geschnittenen Fließheck mit vier runden Rückleuchten wartet ein 470 l großer Kofferraum, ergänzt durch einen 101-l-Frunk unter der Fronthaube.

Zentral für das Sportversprechen ist der Elek­tromotor (PSM) an der Hinterachse, der an ein automatisches Zweigang-Getriebe gekop­pelt ist. Der kurz übersetzte erste Gang dient der Beschleunigung aus dem Stand, während der zweite Gang auf der Autobahn die Effizienz verbessern soll. Bei den Allrad-Modellen wie­derum schaltet sich bei Bedarf ein zweiter Elektromotor an der Vorderachse hinzu.

Zum Marktstart legt Mercedes mit der leis­tungsstärksten C-Klasse EQ los: Der C 400 4Matic kommt mit 360 kW (489 PS) System-Power, soll Tempo 100 in 4,1 s erreichen und spei­chert Energie in einer neuen Lithium-Ionen-Batterie mit 94,5 kWh Nettokapazität. Spätestens nach 760 km Fernreise (WLTP) soll der erste Ladestopp anstehen. Dank des 800-V-Systems lädt die Mercedes C-Klasse EQ an entspre­chenden DC-Ladesäulen mit bis zu 330 kW.

Wer auch schwächere 400-V-Ladesäulen nutzen möchte, muss allerdings einen DC-Konverter als Option bestellen. Weitere Moto­risierungen folgen später, unter anderem stellt Mercedes eine Variante mit Hinterradantrieb und bis zu 800 km Reichweite in Aus­sicht. Preise sind bis dato nicht bekannt (Stand: April 2026).

Vorausschauende Luftfederung, KI-Assistenten & Riesen-Bildschirm

Das Armaturenbrett der Mercedes C-Klasse EQ.
Foto: Mercedes

Das vollmundige Komfortversprechen unter­mauern die Entwickler:innen mit neuer Technologie aus der S-Klasse. Die optionale Luftfederung samt intelligenter Fahrwerksregelung nutzt unter anderem Car-to-X-Daten vorausfahrender Fahrzeuge. Damit kann sich das Fahr­werk im wahrsten Sinne auf vorausliegende Fahrbahnschwellen einstellen. Ebenfalls im Paket erhältlich ist eine Hinterachslenkung mit bis zu 4,5 Grad Einschlagwinkel am Rad.

Das Cockpit der Mercedes C-Klasse EQ entspricht zu weiten Teilen dem des neuen GLC EQ. Im Interieur setzen die Stuttgarter:innen auf die ganz große Inszenierung und koppeln das aktive Ambientelicht an den Takt der Musik oder illuminieren 162 kleine Sterne im Skycontrol Panoramadach. Im Zentrum des Geschehens steht jedoch die große neue Bildschirmwelt: Mit dem Hyperscreen streckt sich ein einziges Display über mehr als 99 cm bis auf die Beifahrerseite.

Der ebenso optionale Superscreen ist alternativ in drei einzelne Bildschirme unterteilt. Unter Zugriff auf gleich drei verschiedene KI-Modelle steht obendrein der sprachgesteuerte MBUX Virtual Assistant mit Rat und Tat zur Seite.

Bei allem Fokus auf den digitalen Fortschritt möchte man bei Mercedes aber auch die ganz klassischen analogen Qualitäten nicht ver­nachlässigen: Haptik, Optik und Verarbeitung. So ist in Stuttgart die Rede von „exquisiten Materialien“ und „Handwerkskunst bis ins kleinste Detail“. Auch in dieser Hinsicht gibt sich die neue Mercedes C-Klasse EQ kompromisslos – gute Voraussetzungen also, damit der neue C erfolgreich mit E startet. Von Jan Eichbauer