Mercedes-AMG: Flotte wird weiter ausgebaut Mercedes-AMG 53 mit V6

von AUTO ZEITUNG 15.01.2018

Die E-Klasse wird Rennsport tauglich. Mercedes-AMG optimiert die 53er-Modelle mit einem neuen V6-Motor, der bis zu 435 PS leistet, und baut zusätzlich auch einen Abgasturbolader, einen Startergenerator und elektrischen Zusatzverdichter ein. um Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit zu verbessern. Informationen zu Markteinführung und Preisen liegen noch nicht vor. 

Nicht nur im Motorsport gilt, dass man eigentlich nie genug Leistung haben kann. Übertragen auf den Autobauer Mercedes bedeutet diese alte Weisheit offenbar, dass man auch niemals genügend leistungsstarke Sportwagen im Programm haben kann. Deswegen rüstet Mercedes-AMG in der Kategorie Mittelklassewagen nach. Die Zweitürer der E-Klasse (Cabrio sowie Coupé) und die neuen CLS erhalten einen Sechszylinder-Motor. Der 3,0-Liter-Reihen-Antrieb wird als 53er-Motor geführt und hat eine Leistung von 320 Kilowatt und 435 PS. Zudem verbaut Mercedes-AMG einen Startergenerator, der mit 48 Volt Technik arbeitet und einen hohen Ladedruck aufbaut. Dadurch gibt der Generator dem Fahrzeug beim Anfahren zusätzlichen Schub, das Drehmoment zur Beschleunigung steigt. In Zahlen heißt das: Der EQ Boost verleiht dem Mittelklassewagen dabei 16 Kilowatt (22 PS) mehr Leistung und packt nochmal 250 Newtonmeter Drehmoment obendrauf. Angaben zu Markteinführung und Preisen hat Mercedes noch nicht gemacht.

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Mercedes-AMG rüstet Flotte nach

Mit dem EQ Boost im Mercedes-AMG 53 ist der erste Schritt in Richtung Hybridisierung bei der sportlichen Variante getan. Zusätzlich zum V6-Motor und dem Startergenerator hat Mercedes-AMG einen elektrischen Zusatzverdichter sowie eine Neunstufen-Automatik mit an Bord, so dass die 53er-Modelle in nur 4,4 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigen. Daneben erreichen die Mercedes-AMG-Modelle eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 270 Stundenkilometern. Durch den Einsatz des Elektromotors wird der Normverbrauch auf bis zu 8,4 Liter auf 100 Kilometer gesenkt und der CO2-Ausstoß auf 200 Gramm je gefahrenen Kilometer reduziert, so der schwabische Hersteller.Der EQ Boost Startergenerator ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil für das 48-Volt-Bordnetz, das die Batteriekapazität im Fahrzeug insgesamt erhöhen soll, er übernimmt im Mercedes-AMG 53 auch Hybridfunktionen. So lässt sich nicht nur der Verbrauch verringern, auch die Leerlaufregelung erfolgt erstmals über den EQ Boost Startergenerator. 

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Mercedes-AMG: 43er-Motoren seit 2015

Schon im Jahr 2015 mussten nur die kompakte B-Klasse und die geräumige V-Klasse völlig ohne AMG-Derivat auskommen, alle anderen Baureihen sind auch in mindestens einer Power-Version erhältlich. Die Bandbreite reicht dabei vom kleinen Mercedes-AMG A 45 mit aufgeladenem Vierzylinder über die neuen 43er-Modelle mit V6 und die großen V8-Modelle mit dem Kürzel 63 bis hin zu kraftstrotzenden Zwölfzylinder-Monstern vom Schlage eines Mercedes-AMG S 65. Je nach Baureihe und Ausbaustufe steht den leistungshungrigen Kunden Allrad- oder Hinterradantrieb zur Wahl, auch in dieser Hinsicht ist also Vielfalt angesagt. Obwohl die Schwaben schon 38 Fahrzeuge mit dem AMG-Label verkaufen, soll die Flotte bis Ende des Jahres nochmals deutlich ausgebaut werden. Mindestens 10 neue Mercedes-AMG will Tobias Moers in den nächsten Monaten vorstellen und das Programm der Affalterbacher damit fast bis in die letzte Nische ausdehnen. Wer sich nun fragt, wo genau AMG-Chef Moers in dieser Flotte noch Platz für zehn Neuheiten finden will, findet in unserer Bildergalerie die Lösung. Eine wesentliche Rolle spielen dabei das Mercedes E-Klasse T-Modell und der offene AMG GT, denn allein diese beiden Karosserievarianten legen den Grundstein für fünf neue Modelle – vom E 43 T-Modell bis zum AMG GT S Roadster. Die neue E-Klasse wird außerdem auch als Limousine in zwei zusätzlichen Varianten angeboten, neben dem heckgetriebenen E 63 ist auch ein neuer Mercedes-AMG E 63 S 4Matic mit Allradantrieb und rund 600 PS geplant. Um die künftig fast fünfzigköpfige AMG-Flotte angemessen vermarkten und in Szene setzen zu können, denken die Schwaben auch über eigene Showrooms für ihre schnellen Affalterbacher nach. Speziell in den USA, aber auch in einigen asiatischen Märkten erfreuen sich die AMG-Modelle so großer Beliebtheit, dass sich ein von gewöhnlichen Mercedes-Benz getrennter Vertrieb rechnet. Wenn sich Verkäufer und Mechaniker voll auf AMG konzentrieren können, könnten sich die Verkaufszahlen noch weiter steigern lassen.


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