Maske im Auto: Das ist erlaubt! Diese Strafen drohen beim Tragen einer Maske am Steuer

von Christina Finke 30.04.2020

Ist eine Maske im Auto beim Fahren zum Schutz gegen das Coronavirus erlaubt? Die AUTO ZEITUNG gibt die Antwort!

In Zeiten der Corona-Krise tragen immer mehr Menschen einen Mundschutz, aber wie sieht es mit dem Tragen einer Maske im Auto aus? Was ist erlaubt, was nicht? Klar ist, wer seinen Mund- und Nasenschutz auch beim Autofahren aufsetzen möchte, muss einige Dinge beachten. Denn die ausschlaggebenden Gesichtszüge müssen im Wesentlichen weiterhin auszumachen sein, damit man für andere noch klar erkennbar bleibt. Geregelt wird das Maskierungsverbot seit 2017 im Paragraph 23, Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung. Demzufolge sind übrigens auch Karnevalsmasken, Schleier, Nikab, andere Schutzmasken oder ein über den Mund gezogener Schal tabu. "Bei den handelsüblichen Masken sollte das eigentlich kein Problem sein, da das Gesicht damit im Normalfall noch zu erkennen ist", schätzt der ADAC die rechtliche Situation ein. Allerdings könne es bei selbstgemachten Masken vorkommen, dass diese das Gesicht zu weit verdecken. "Das ist alles eine Einzelfallentscheidung und steht letztendlich im Ermessen des Polizeibeamten", so der ADAC weiter zur Frage, ob Masken im Auto beim Fahren zulässig sind. Mehr zum Thema: Innenraumfilter gegen Viren

Ratgeber Coronavirus: Auto reinigen & desinfizieren
Coronavirus: Auto richtig reinigen & desinfizieren So das Auto frei von Coronaviren halten

Tipps für Hygiene im Auto (im Video):

 
 

Maske im Auto: Das ist erlaubt!

Wer zum Schutz gegen das Coronavirus eine Maske im Auto trägt und nach Ermessen des Polizeibeamten so sein Gesicht am Steuer unkenntlich macht, muss mit Bußgeldern in Höhe von 60 Euro rechnen. "Eine Mund- und Nasenmaske zum Corona-Schutz etwa müssen Autofahrer am Steuer daher absetzen", legt sich der Automobilclub von Deutschland (AvD) fest. Lässt sich ein Verkehrsteilnehmer im Nachhinein etwa auf einem Blitzerfoto nicht identifizieren, kann die Straßenverkehrsbehörde für Fahrzeughalter zudem das Führen eines Fahrtenbuchs anordnen. Dem ADAC zufolge handhaben die Bußgeldbehörden dies zur Zeit jedoch großzügiger, wodurch von der einen oder anderen Ahndung abgesehen wird, insbesondere bei gewerblichen Fahrten (Taxi, Paketdienst). Darüber hinaus darf ein Mundschutz auch nicht die Sicht der Fahrenden stören. Hier sollten vor allem Brillenträger achtsam sein, da je nach Beschaffenheit des Mundschutzes die Brillengläser beschlagen können. Was für die Fahrer gilt, ist für die anderen Insassen im Auto egal: Sie dürfen jederzeit eine Maske tragen – unabhängig von Größe und Beschaffenheit. Und auch für Motorradfahrer gilt eine Ausnahme: Sie müssen während der Fahrt ohnehin einen Schutzhelm tragen.

Ratgeber Carsharing
Coronavirus: Hygiene-Tipps Carsharing/Taxi/Mietwagen Hygiene-Tipps für Carsharing, Taxi- und Mietwagennutzung

Tags:
Copyright 2020 autozeitung.de. All rights reserved.