Kofferraum-Test: ADAC misst reales Volumen Kofferraumvolumen oft kleiner als von Herstellern angegeben

von Christina Finke 06.01.2021

In einem Kofferraum-Test hat der ADAC das Kofferraumvolumen gemessen und mit den Angaben der Hersteller verglichen. Darum weichen die Werte der Autobauer teils stark von denen des Automobilclubs ab.

Bei der Kaufentscheidung für oder gegen ein bestimmtes Auto spielt die Größe des Kofferraums für viele eine wichtige Rolle. Deswegen hat der ADAC die Herstellerangaben zum Kofferraumvolumen in einem Test verschiedener Modelle überprüft. Das Ergebnis der Auswertung: Wer sich auf diese Werte verlässt, erlebt mitunter eine böse Überraschung. Demnach runden viele Marken die Angabe zum Kofferraumvolumen großzügig nach oben auf. Vor allem bei teureren Modellen sind die Unterschiede zwischen ADAC-Messung und Herstellerwert besonders auffällig. Die größte Differenz besteht mit 325 Litern laut der Auswertung beim VW Sharan: Während die Wolfsburger hier ein maximales Kofferraumvolumen von 955 Liter angeben, kam der ADAC bei seiner Messung im Zuge des Kofferraum-Tests auf nur 630 Liter. Und auch beim Volvo XC90 stellten die Experten des Automobilclubs einen Unterschied von mehr als 240 Liter fest. Geringer fiel die Differenz demnach bei Modellen im preisgünstigeren Segment aus, etwa beim Dacia Duster: Hier gibt der Hersteller an, dass 413 Liter Gepäck im Kofferraum Platz finden, der ADAC kam bei seiner Messung auf ein maximales Kofferraumvolumen von 410 Liter. Eine weitere Erkenntnis: Generell sind die Unterschiede bei Limousinen mit Schräg- oder Stufenheck geringer als bei SUV und Vans. Mehr zum Thema: ADAC-Kindersitz-Test 2020

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Kofferraum-Test: ADAC misst reales Kofferraumvolumen

Dass die Unterschiede zwischen Herstellerangabe und ADAC-Messungen zum Kofferraumvolumen teils groß ausfallen, liegt laut dem Automobilclub daran, dass die Messmethoden für die Hersteller nicht verbindlich geregelt sind. Einige Autobauer rechnen etwa die Ersatzradmulde dazu oder messen das Volumen bis unters Dach. Die einzelnen Angaben seien daher nur wenig vergleichbar. Deswegen rät der ADAC dazu, die von den Herstellern angegebenen Werte zur Größe des Kofferraums immer nur als groben Richtwert zu betrachten. Außerdem empfiehlt der Autoclub, vor dem Autokauf stets auszuprobieren, ob wichtige größere Gegenstände wie zum Beispiel ein Kinderwagen auch tatsächlich im Gepäckabteil Platz finden. In seinem Test hat der ADAC den Kofferraum mit Schaumstoffquadern jeweils bis zur Unterkante der Abdeckung, des Abdeckrollos beziehungsweise der hinteren Fenster beladen. Außerdem wurden variabel einstellbare Bauteile wie eine verschiebbare Rücksitzbank in eine einheitliche Stellung gebracht.

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