Gumpert RG Nathalie (2019): Motor Elektro-Gumpert mit Brennstoffzelle

von Alexander Koch 23.10.2018

Der Gumpert RG Nathalie (2019) markiert das PS-gewaltige Comeback der kultigen Sportwagen-Marke, die 2014 Insolvenz anmelden musste. Hinter dem Namen steckt ein E-Auto mit Brennstoffzelle und das ehrgeizige Auto-Startup Aiways aus China!

Der auf 500 Stück limitierte Gumpert RG Nathalie (2019) steht für die Fortsetzung einer Geschichte, die 2014 schon zu Ende erzählt schien. Bekannt für kompromisslose Rennwagen mit Straßenzulassung und einen Nürburgring-Rekord – 2009 raste der Apollo in 7:11:57 Minuten durch die Grüne Hölle – musste der Autobauer 2014 Insolvenz anmelden. Ein chinesisches Unternehmen sicherte sich die Namensrechte an Apollo und Gumpert verschwand von der Bildfläche. Vier Jahre später feiert die Marke durch chinesische Unterstützung ihr 815 PS und fast 1000 Newtonmeter starkes Comeback: Fu Qiang, heutiger Aiways-Gründer und -Präsident, arbeitete nämlich von 1998 bis 2002 bei FAW mit Roland Gumpert zusammen, erinnerte sich an die Freundschaft und bot ihm schließlich eine Kooperation an. Das Startup möchte zeitnah acht Baureihen mit reinem E-Antrieb aus dem Boden stampfen und schon bald 300.000 Einheiten pro Jahr verkaufen. Der Gumpert RG Nathalie (2019) ist daher der spektakuläre Auftakt des absolut unbekannten Autobauers, dessen Chief Product Manager und Chef der deutschen Gumpert-Aiways-Sparte nun Roland Gumpert ist. Dieser war auch für die Entwicklung des neuen, 4,31 Meter langen, 2,1 Meter breiten, 1,31 Meter hohen und circa 1500 Kilo wiegenden Sportwagens mit Gitterrohrrahmen und Carbon-Chassis verantwortlich – seine Ingolstädter Niederlassung soll nach Wunsch der Chinesen das "Silicon Valley" von Aiways bilden. Mehr zum Thema: Gumpert meldet Insolvenz an

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Gumpert RG Nathalie (2019) im Video:

 
 

Gumpert RG Nathalie (2019) mit E-Motor

Natürlich ist der Gumpert RG Nathalie (2019), übrigens nach Gumperts Tochter benannt, ganz im Sinne der jungen wie konsequenten Firmenphilosophie ein Elektro-Sportwagen. Vier, jeweils 150 kW starke Elektromotoren treiben die vier Räder an und den Deutsch-Chinesen in unter 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Außerdem verspricht Gumpert über 300 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Reichweite von bis zu 1200 Kilometern. Die im Fahrzeugboden eingelassene 60-kWh-Batterie steht allerdings nur eine Reichweite von rund 300 Kilometern, weshalb die Entwickler einen Schritt weiter gedacht haben. Eine Brennstoffzelle lädt die Batterie noch während der Fahrt auf. Nur wird sie nicht wie üblich mit Wasserstoff gefüttert, sondern mit Methanol. Der Alkohol wird verdampft und dadurch in Wasserstoff und CO2 aufgespalten, Wasserstoff und Sauerstoff reagieren zu Wasser und erzeugen somit Strom – und zwar konstant 5 kWh je Stunde. Dass sich Gumpert für Methanol entschieden hat, ist dem noch immer dürftig ausgebauten Tankstellennetz für Wasserstoff geschuldet. Derzeit ist Methanol fast nur in Baumärkten erhältlich, was sich aber auf Initiative des Autobauers bis zum Produktionsbeginn Ende 2019 noch ändern soll. Dann nämlich sollen erste Exemplare des Gumpert RG Nathalie (2019) zu einem geschätzten Preis von 420.000 Euro zu den Kunden rollen. Mehr zum Thema: Das ist der Apollo Intensa Emozione

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