Fiesta/i20/Micra/Corsa/208/Ibiza: Test Sechs (Kleinwagen) in der City

von AUTO ZEITUNG 07.03.2018
Inhalt
  1. Test: Komfortabler Fiesta setzt die Messlatte hoch
  2. Hyundai i20: Sitze und Bremsen gut, Motor durstig
  3. Micra erwachsen, jedoch mit Komfortschwächen
  4. Corsa: Dynamisch, federt aber recht hölzern
  5. Der 208 verliert bei Dynamik und Komfort
  6. Ibiza: Gutes Gesamtpaket ohne große Schwächen

In unserem Test aktueller Kleinwagen treten die beiden Frischen, Ford Fiesta und Seat Ibiza, gegen den neuen Nissan Micra, den Hyundai i20, den Opel Corsa und den Peugeot 208 an.

Der seit 1976 gebaute Fiesta zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Modellen im Portfolio von Ford. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an die nunmehr achte Generation des Kölner Kleinwagens. Optisch wirkt der Neue bei nahezu unveränderten Außenabmessungen frischer als sein Vorgänger. Im Innern muss nun kein Duell mehr gegen eine versprengte Knopf-Armada ausgefochten werden, stattdessen lässt sich das Multimediasystem gut über einen angenehm hoch platzierten Touchscreen bedienen. Fahrer und Beifahrer freuen sich über ausreichend Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit. Fondpassagieren bietet allerdings gerade der luftig wirkende Hyundai mehr Raum. Ein wirklicher Trumpf des Fiesta sind seine zahlreichen Sicherheits-Features: Der Spurhalteassistent zählt zum Serienumfang, optional gibt es Querverkehrswarnung und Abstandsregeltempomat.

Der Ford Fiesta im Video:

 
 

Test: Komfortabler Fiesta setzt die Messlatte hoch

Und auch beim Fahren wirkt der Fiesta im Test mehr wie ein Kompakt- als ein Kleinwagen. Kein anderer Testkandidat reicht leer wie beladen an den feinfühligen Federungskomfort des Kölners heran. Grundsätzlich eher knackig abgestimmt, federt der Fiesta selbst auf schlecht geteerten Straßen sensibel an, wobei sich sein Aufbau nach Anregungen rasch wieder beruhigt. Hinzu kommen die langstreckentauglichen Sitze sowie die wirkungsvolle Abschottung gegen Wind- und Abrollgeräusche. Auf dem Handlingkurs lässt der Neuling selbst den quirligen Ibiza hinter sich. Die präzise Lenkung des Ford bietet ein klares Feedback, Kurven werden mit geringer Seitenneigung, dafür aber auch dank Michelin-Sportbereifung mit umso mehr Grip durchfahren. Ebenfalls stark: Kalt- und Warmbremswerte von rund 34 Metern. Der 100 PS kräftige und drehfreudige Einliter-Turbobenziner findet im knackigen Sechsgang-Schaltgetriebe einen kongenialen Partner. Zwar beschleunigt der Peugeot noch vehementer, an der Tankstelle sticht der Fiesta (Testverbrauch: 5,9 Liter) seine Kontrahenten aber aus. Die Qualitäten des Testsiegers haben allerdings ihren Preis: In testrelevanter Konfiguration kostet der Fiesta 18.550 Euro – exakt 2100 Euro mehr als der Hyundai.

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Hyundai i20: Sitze und Bremsen gut, Motor durstig

Seine Qualitäten hat der i20 bereits in zahlreichen Vergleichstests unter Beweis gestellt. Mit 16.450 Euro (Testwagenpreis) ist er insgesamt das günstigste Angebot und sammelt auch dank der umfangreichen Garantieleistungen die meisten Zähler im Kostenkapitel. Überzeugen kann der Hyundai ebenso mit inneren Werten: Die Bedienung der Fahrzeug- und Multimedia-Funktionen gelingt dank übersichtlicher Cockpit-Gestaltung und sinnvoller Schalter-anordnung in keinem der Konkurrenten so intuitiv. Bei Raumangebot und Kofferraumvolumen fährt der i20 ebenfalls vorne mit. Dass er inzwischen schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, belegt vor allem die magere Sicherheitsausstattung: Auf moderne Assistenzsysteme wie Müdigkeitserkennung, Totwinkelwarner oder City-Notbremsfunktion müssen i20-Fahrer verzichten. In puncto Komfort bleibt der Hyundai dagegen dem neuen Ibiza und selbst dem Fiesta vergleichsweise dicht auf den Fersen. Zwar rollt er steifbeiniger ab als der Ford und wirkt auf welliger Fahrbahn nervöser, Frostaufbrüche oder Querfugen verarbeiten seine Feder- Dämpferelemente aber dennoch souveräner als etwa die des Opel. Die ausreichend großen, straff gepolsterten und gut konturierten Vordersitze zählen zu den bequemsten im Test, der Sitzkomfort für Fondpassagiere kann sich ebenso sehen lassen. Störend: Eine Stufe in den hinteren Fußräumen, die gerade auf langen Strecken für Verdruss sorgt. Fahrdynamisch kann der eher mäßig kurvengierige Hyundai keine Glanzpunkte setzen. Seine Lenkung bietet weniger Rückmeldung als etwa die des Seat. Mit seiner rollwiderstandsoptimierten Bereifung neigt er bei schnellen Richtungswechseln zum Schmieren. Mit 34,2 (kalt) und 34,6 Metern (warm) verzögert der Koreaner auf der Teststrecke jedoch deutlich bissiger als Nissan, Peugeot und Seat. Und der Motor? Beschleunigt den 1164 Kilo schweren i20 in ordentlichen 10,1 Sekunden auf Tempo 100, schafft bei Bedarf 188 km/h Spitze, bietet aber nur eine durchschnittliche Laufkultur. Mit 6,9 Litern verbraucht das 1,2-Liter-Triebwerk zudem einen Liter mehr als das effiziente Aggregat des Fiesta. In der Endabrechnung sichert sich der pragmatische, fair eingepreiste Hyundai einen guten dritten Rang.

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Micra erwachsen, jedoch mit Komfortschwächen

Mit 0,9 Liter Hubraum ist der Motor des Nissan Micra nicht nur der kleinste, sondern mit einer Leistung von 90 PS und einem maximalen Drehmoment von 140 Newtonmeter gleichzeitig auch der schwächste im Testfeld. Wenig überraschend kann der Japaner damit trotz seines dynamischen Äußeren bei den Fahrleistungen nicht mit seinen Kontrahenten mithalten. Mit einer Zeit von 11,9 Sekunden von null auf 100 km/h ist er mindestens 1,5 Sekunden langsamer als die Konkurrenz, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h schafft er zudem als Einziger nicht den Sprung über die 180-km/h-Marke. Licht und Schatten gibt es beim Thema Raumangebot: Während die vorne Sitzenden so viel Platz genießen wie sonst nur im Hyundai i20, geht es im Fond deutlich beengter zu. Das Kofferraumvolumen ist mit 300 bis maximal 1004 Litern guter Durchschnitt, die Ladeluke fällt allerdings sehr klein aus. Der Arbeitsplatz des Fahrers präsentiert sich aufgeräumt und erfreut mit sehr guter Bedienbarkeit. Ebenfalls positiv: Bei der Sicherheitsausstattung erreicht der Nissan dank Features wie dem serienmäßigen autonomen Bremsassistenten, der sich optional um eine Personenerkennung (500 Euro im Paket mit Regensensor, Fernlicht- und aktivem Spurhalteassistent) erweitern lässt, fast das Niveau von Seat Ibiza und Ford Fiesta. Gleiches gilt für die Material- und Verarbeitungsqualität. Nicht zuletzt die auf Wunsch farblich abgesetzten Soft-Touch-Dekor-Elemente an Mittelkonsole und Armaturenträger verleihen dem Interieur eine sehr wertige Anmutung. Überhaupt hat der neue Nissan Micra im Vergleich mit seinem Vorgänger deutlich an Reife zugelegt – ohne dass deshalb der Kaufpreis den sozialverträglichen Rahmen verlässt. In der Test-Komfortwertung kann der Japaner gegenüber der hier versammelten Konkurrenz aber unter anderem wegen seines weichen Gestühls und des zum Teil bockigen Verhaltens bei Fahrbahnunebenheiten nicht ganz mithalten. Die wenig gedämmten Radkästen tragen zudem über Gebühr zur Geräuschkulisse bei. In der Endabrechnung belegt der Nissan den fünften Platz.

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Corsa: Dynamisch, federt aber recht hölzern

Obwohl bereits seit 2006 gebaut, gehört der Corsa noch lange nicht aufs Altenteil. Auch dank des gründlichen Facelifts 2014 kann der Opel zumindest Hyundai und Peugeot bei der Sicherheitsausstattung noch hinter sich lassen. Passagieren offeriert der in Eisenach gebaute Corsa auf der mäßig konturierten Rückbank ein recht großzügiges Raumangebot und ist zudem routiniert verarbeitet. Allerdings wirkt das Cockpitlayout mit dem weit unten platzierten Zentralbildschirm und der nochmals tiefer liegenden Klimabedienung nicht mehr ganz frisch. Zudem mangelt es gerade im Vergleich mit dem Hyundai an Ablagemöglichkeiten. Beim Ladevolumen sortiert sich der Corsa (285 bis 1120 Liter) zusammen mit dem Peugeot als Schlusslicht im Test ein. Gut im dichten Stadtgetümmel: die dank großer Fensterflächen tadellose Übersichtlichkeit. Als einziger Testkandidat setzt der Corsa auf einen Vier- statt einen Dreizylinder. Das beschert ihm die beste Laufkultur, und in puncto Fahrleistungen muss der 100 PS starke Opel einzig den Peugeot ziehen lassen. Mit 6,8 Litern verlangt das 1,4-Liter- Aggregat aber nach ähnlich viel Treibstoff wie der durstige Hyundai. Auf der Handling-Strecke macht der Corsa einen ebenso lebendigen wie sicheren Eindruck und profitiert von der optionalen 17-Zoll-Bereifung samt obligatorischem Sportfahrwerk. Mit geringer Seitenneigung, ausreichend präziser Lenkung und den mit Abstand besten Bremsleistungen passiert der Opel die Ziellinie als Drittschnellster. Nicht so souverän fällt dagegen seine Vorstellung im Komfortkapitel dieses Tests aus: Den zierlichen und dennoch angenehm straff gepolsterten Sitzen mangelt es vor allem im Vergleich mit Seat oder Hyundai an seitlicher Abstützung. Das zu hart abgestimmte Sportfahrwerk lässt den Opel auch auf gut geteerten Autobahnen recht nervös wirken – gerade Kanten oder schlimmere Frostaufbrüche im Asphalt werden doch arg hölzern verarbeitet. In der Eigenschaftswertung landet der Corsa dennoch auf dem dritten Rang. Aufgrund der mageren Opel-Garantieleistungen zieht der Hyundai i20 jedoch im Kostenkapitel noch ganz knapp vorbei.

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Der 208 verliert bei Dynamik und Komfort

Den 1,2-Liter-Dreizylinder in der Leistungsstufe mit 110 PS gibt es für den Peugeot 208 nur in Kombination mit der Topausstattung Allure. Das beschert dem Franzosen den Nachteil des höchsten bewerteten Preises in diesem Test. Auf der Habenseite kann der 208 dafür seinen umfangreichen serienmäßigen Lieferumfang verbuchen, der unter anderem Bluetooth-Schnittstelle, Klimaanlage und Leichtmetallfelgen umfasst. Ebenfalls positiv: Der nominell stärkste Motor im Feld hat mit dem Gewicht von 1109 Kilogramm im wahrsten Sinne des Wortes leichtes Spiel. Als einziger der sechs Testkandidaten knackt der 208 PureTech 110 bei der Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h die Zehn-Sekunden-Marke, markiert zudem bei den Elastizitätsmessungen sowie bei der angegebenen Höchstgeschwindigkeit Bestwerte. Hinzu kommt der gemeinsam mit dem Seat zweitniedrigste Testverbrauch (6,4 l/100 km), was ihm den Sieg in der Antriebswertung beschert. Als kürzestes Fahrzeug bietet der 208 seinen Insassen einen vorne wie hinten vergleichsweise knapp geschnittenen Innenraum, der in Sachen Materialgüte und Anmutung das hohe Niveau der Konkurrenz nicht ganz erreichen kann. Fahrer und Beifahrer nehmen im Peugeot auf recht klein dimensionierten und weich gepolsterten Sitzen Platz, die nur wenig Unterstützung bieten. Das Cockpit mit den hochgesetzten und zum Teil vom Lenkrad verdeckten Instrumenten samt der etwas umständlichen Bedienung über den Touchscreen ist und bleibt gewöhnungsbedürftig. Die Komfortreserven der Fahrwerksabstimmung sind nicht sehr ausgeprägt. Auf schlechten Wegstrecken geraten Federn und Dämpfer schnell an ihre Grenzen. Hinzu kommt das hohe Geräuschniveau im Innenraum. Dafür ist der Peugeot neben dem Seat Ibiza der Einzige im Test, dessen optionale Klimaautomatik (400 Euro) sich für Fahrer und Beifahrer getrennt regeln lässt. Kritik verdienen die Bremsen: Aus 100 km/h kommt der 208 erst nach über 37 Metern zum Stehen. Nicht nur deswegen bleibt ihm in diesem starken Wettbewerbsumfeld nur der letzte Platz.

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Drei gegen vier

 

Ibiza: Gutes Gesamtpaket ohne große Schwächen

Auch wenn es sich jeweils nur um wenige Zentimeter handelt: Der Seat Ibiza ist der längste und breiteste Kandidat in diesem Testfeld. Diesen Größenvorteil kombiniert der Spanier mit einer sehr guten Raumökonomie, bietet seinen Passagieren auf allen Sitzen reichlich Platz. Hinzu kommt das größte Gepäckabteil von 355 Litern bei voller Bestuhlung bis maximal 1165 Liter. Seine Rücksitzlehne ist allerdings erst ab der Ausstattung Style (1950 Euro) asymmetrisch geteilt. Weitere Punkte bei der Variabilität verliert der Ibiza, weil ohne den optionalen variablen Gepäckraumboden (195 Euro ab Style) beim Umlegen der Fondsitze eine unschöne Stufe entsteht, die das Einladen längerer Gegenstände erschwert. Dafür verwöhnt der Seat mit einer sehr guten Bedienbarkeit, der besten Qualitätsanmutung im Testfeld und der nach dem Ford Fiesta umfangreichsten Sicherheitsausstattung, die serienmäßig unter anderem auch einen Notbremsassistenten mit Personenerkennung umfasst. Sein üppiges Raumangebot kombiniert der Seat Ibiza mit einem sehr hohen Komfortniveau. Seine Vordersitze sind mit denen des Hyundai die besten im Test, seine Fondpassagiere sitzen so bequem wie in keinem der anderen Kontrahenten. Auch verwöhnt er mit dem niedrigsten Geräuschaufkommen im Innenraum. Der Seat beweist zudem, dass sich eine straffe Grundabstimmung des Fahrwerks und eine ausgeprägte Komfortorientierung nicht zwingend ausschließen müssen. Der Spanier liegt satt auf der Straße und bügelt Unebenheiten weitgehend unaufgeregt weg. An die Feinfühligkeit des Fiesta-Fahrwerks kommt der Ibiza allerdings nicht ganz heran – und hat damit in diesem Test-Wertungskapitel knapp das Nachsehen gegenüber seinem Kölner Konkurrenten. Ähnlich sieht es auch bei Motor und Getriebe aus, wo die besseren Beschleunigungs- und Elastizitätswerte nicht reichen, um dem sparsamen Ford entscheidende Punkte abzunehmen. Der Kölner erweist sich zudem als fahrdynamisch so viel besser, dass der Seat auch mit seinem günstigeren Preis nicht mehr kontern kann – und somit nur zweiter Sieger wird.

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Drei neue Diesel für den Ibiza

von Carsten van Zanten und Caspar Winkelmann

Technische DatenPeugeot 208 PureTech 110Nissan Micra 0.9 IG-T
Motor3/4, Turbo3/4, Turbo
Hubraum1199 ccm898 ccm
Leistung110 PS90 PS
Maximales Drehmoment205 Nm140 Nm
Getriebe5-Gang, manuell5-Gang, manuell
AntriebVorderradVorderrad
0-100 km/h9,9 s11,9 s
Höchstgeschwindigkeit190 km/h175 km/h
Leergewicht1060 kg978 kg
Kofferraum285-1076 l300-1004 l
L/B/H in mm3973/1739/14603999/1734/1455
Testverbrauch6,4 l S/100 km6,6 l S/100 km
Grundpreis19.100 Euro15.790 Euro
Testwagenpreis19.440 Euro17.190 Euro
Platzierung65
Technische DatenOpel Corsa 1.4 TurboHyundai i20 blue 1.0 T-GDI
Motor4/4, Turbo3/4, Turbo
Hubraum1364 ccm998 ccm
Leistung100 PS100 PS
Maximales Drehmoment200 Nm172 Nm
Getriebe6-Gang, manuell5-Gang, manuell
AntriebVorderradVorderrad
0-100 km/h10,0 s10,1 s
Höchstgeschwindigkeit185 km/h188 km/h
Leergewicht1162 kg1065 kg
Kofferraum285-1120 l326-1042 l
L/B/H in mm4021/1746/14814035/1734/1474
Testverbrauch6,8 l S/100 km6,9 l S/100 km
Grundpreis13.795 Euro15.850 Euro
Testwagenpreis16.510 Euro16.450 Euro
Platzierung43
Technische DatenSeat Ibiza 1.0 EcoTSIFord Fiesta 1.0 l EcoBoost
Motor3/4, Turbo3/4, Turbo
Hubraum999 ccm998 ccm
Leistung95 PS100 PS
Maximales Drehmoment175 Nm170 Nm
Getriebe5-Gang, manuell6-Gang, manuell
AntriebVorderradVorderrad
0-100 km/h10,3 s10,4 s
Höchstgeschwindigkeit182 km/h183 km/h
Leergewicht1047 kg1089 kg
Kofferraum355-1165 l292-1093 l
L/B/H in mm4059/1739/14444040/1735/1476
Testverbrauch6,4 l S/100 km5,9 l S/100 km
Grundpreis15.240 Euro15.100 Euro
Testwagenpreis17.590 Euro18.550 Euro
Platzierung21
Connectivity
Ford FiestaIn puncto Bedienkomfort macht das Online-fähige SYNC-Multimediasystem der dritten Generation (1075 Euro) einen gewaltigen Schritt nach vorn. Allerdings fährt ein Basis-Fiesta ohne Radio vor (675 Euro). Das präzise Navigationssystem kostet 1525 Euro Aufpreis.
Hyundai i20Ein MP3-fähiges Radio zählt bei der "Classic"-Ausstattung zum Standard. Wer eine Bluetooth-Freisprechanlage möchte, muss das "Trend"-Modell wählen (1150 Euro). Navi (1200 Euro) gibt es ebenfalls erst ab Trend, Online-Funktionen werden nicht angeboten.
Nissan MicraDer Japaner verfügt ab Werk über Radio, Bluetooth-Schnittstelle sowie AUX- und USB-Anschlüsse. Ab der Ausstattung Acenta ist die Bedienfläche des Smartphones im Borddisplay darstell- und sind die Online-Funktionen abrufbar. Ein Navi kostet nur 650 Euro.
Opel CorsaBei der Multimediaausstattung kann der Opel mit Online-fähigem OnStar-System (490 Euro) samt WLAN-Hotspot noch locker mit der jüngeren Konkurrenz mithalten. Allerdings kostet selbst ein Radio Aufpreis (ab 675 Euro) und für das Navi werden 1525 Euro fällig.
Peugeot 208In der Topausstattung Allure sind eine Audioanlage sowie der7,0-Zoll-Touchscreen inklusive vollständiger Smartphone-Integration Serie. Ein DAB-Tuner kostet 200 Euro extra.Das Navi für 850 Euro beinhaltet die kostenlosen Peugeot-Telematikdienste.
Seat IbizaIn der Basis ohne Radio, kostet das günstigste Multimediasystem 490 Euro. Moderne Funktionen wie Full-Link zur Integration von Smartphones und induktives Laden sind gegen Aufpreis zu haben, auch im Paket mit dem Top-Navi mit edler Glas-Oberfläche für 970 Euro.

von AUTO ZEITUNG von AUTO ZEITUNG
Unser Fazit

Ein Einstand nach Maß! Der Ford Fiesta 1.0 l EcoBoost sichert sich gleich im ersten Vergleich den Titel "Testsieger": Er bietet ordentliche Platzverhältnisse sowie eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Bei Federungskomfort und Fahrdynamik kann er die Konkurrenz sogar recht deutlich in die Schranken weisen. Auf dem zweiten Rang sortiert sich der Seat Ibiza ein: In Sachen Sicherheits-Features und Multimedia ist er ebenfalls auf dem neuesten Stand und überzeugt zudem mit bequemen Sitzen und Platz. Fahrdynamisch muss er dem Ford jedoch den Vortritt lassen, ebenso beim Fahrkomfort. Platz drei geht an den pragmatischen Hyundai i20. Der Koreaner bietet die besten Garantieleistungen, ist zudem günstig und stellt den Passagieren viel Raum zur Verfügung. Allerdings verbraucht er am meisten und schwächelt bei der Sicherheitsausstattung. Mit knappem Abstand folgt der Opel Corsa. Er gehört noch längst nicht zum alten Eisen, liegt in der Eigenschaftswertung trotz des straffen Fahrwerks vor dem Hyundai. Die mäßigen Garantien werfen ihn auf Platz vier zurück. Der Nissan Micra hält in vielen Bereichen gut mit, ohne dabei Glanzpunkte zu setzen. Vor allem der träge Motor verhindert ein besseres Abschneiden als Rang fünf. Beim Sechstplatzierten Peugeot 208 gefällt das kraftvolle Triebwerk, allerdings ist der Franzose teuer, nur mäßig komfortabel und enttäuscht zudem im Bremstest.

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