Ratgeber

Druckluftkompressoren mit vielen Vorteilen: Die besten Produkte

Fix mit dem Schlagschrauber eine festsitzende Radmutter lösen, mit der Druckluftpistole Staub und Dreck aus einer Karosserie-Ecke pusten oder einfach nur die Reifen in der Garage auf den richtigen Reifendruck einstellen. Druckluftkompressoren sind wahre Multitalente. Wir stellen clevere Produkte vor!

druckluft kompressor
Druckluftkompressoren sorgen zuverlässig für den richtigen Reifendruck. Foto: iStock/Maynagashev
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Ein Druckluftkompressor ist in der Werkstatt für viele Anwendungen gut, bei denen man mit einem Gerät mit Akku nicht weiterkommt. Dazu zählen unter anderem die Reifendruckkontrolle (So RDKS nachrüsten), aber auch das Befüllen von Motorrad- und Fahrradreifen, Schlauchbooten oder Planschbecken. Dafür benötigt man neben dem Kompressor nur ein Reifenfüll-Messgerät, ein sogenanntes Manometer. Daneben eignet sich der Kompressor als Energiequelle für eine Vielzahl von Werkzeugen. In der Werkstatt kommt gerne ein Druckluftschrauber zum Einsatz, mit dem mühelos Radschrauben auch ohne Akkuschlagschrauber gelöst werden können. Auch Lackierpistolen, Trennschleifer, Meißel, Druckluftnagler, Schleifgeräte oder Fräsen können mit Druckluft arbeiten. Bei einem Druckluftset sind je nach Modell meist viele unterschiedliche Geräte dabei.

Wer bisher die Investition scheute und denkt, die spezielle Maschine ist teuer und nur etwas für die Profi-Kfz-Werkstatt, dürfte dieser Ratgeber beruhigen. Brauchbare und kompakte Maschinen kosten weniger als 200 Euro und benötigen nicht viel Platz, wie der handliche Metabo Basic 250-24W OF für rund 200 Euro.

Worauf muss man beim Kauf eines Druckluftkompressors achten?

Druckluftkompressoren unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch bei der Größe, bei der Leistung und beim maximal zu erreichenden Druck aus dem Kessel. Daher gibt es in Online-Shops Geräte mit acht, zehn und 15 bar. Reifen lassen sich mit kleinen Geräten mit bis zu acht bar füllen, manche Maschinen wie Druckluftschrauber benötigen je nach Einsatz einen Anlaufdruck von zehn bar.

Test: Die besten Akku-Luftpumpen als Alternative zum Aufpumpen von Reifen

Geht es in erster Linie darum, den Luftdruck am Auto zu kontrollieren und platte Reifen so schnell wie möglich wieder aufzupumpen, reichen oft schon preiswerte, akkubetriebene Geräte. Wir haben günstige Akku-Luftpumpen ausgiebig getestet. Hier sind unsere Testsieger und Empfehlungen:

Testsieger
ETENWOLF ZEPHYR S3-7800mAh Elektrische Luftpumpe, 160 PSI/11.03Bar tragbarer Luftkompressor
ETENWOLF ZEPHYR S3-7800mAh Elektrische Luftpumpe, 160 PSI/11.03Bar tragbarer Luftkompressor
Sehr empfehlenswert
Tragbarer Luftkompressor Mini Reifenpumpe 12V 6000mAh: wiederaufladbarer Elektrischer Kompressor
Tragbarer Luftkompressor Mini Reifenpumpe 12V 6000mAh: wiederaufladbarer Elektrischer Kompressor
Sehr empfehlenswert
Bosch elektrische Fahrradpumpe/Luftpumpe/Mini Kompressor EasyPump
Bosch elektrische Fahrradpumpe/Luftpumpe/Mini Kompressor EasyPump
Preis-Leistungs-Sieger
NAPASA Elektrische Luftpumpe 10,3 Bar Akku Luftpumpe Mini 6000mAh
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Hier gehts zum Test:

Vor dem Kauf die richtige Kompressorleistung finden

Auch die Größe des Drucklufttanks ist entscheidend. Ein großer Tank stellt länger ausreichend Druck zum Arbeiten zur Verfügung und muss nicht permanent Druck aufbauen. Kleine Geräte bieten einen 50-l-Tank, mittlere 100 l und große 200 l. Daher sollten Interessent:innen vor dem Kauf überlegen, für welche Anwendungen sie die Maschine benötigen. Wer nur ab und an den Reifendruck des Autos oder Motorrad kontrollieren und nachfüllen möchte, wird mit einem kleinen Koffer-Kompressor oder Hybrid-Kompressor glücklich. Wer hingegen das Wochenende über ganze Fahrzeuge lackiert, benötigt einen großen Kompressor.

Außerdem nicht vergessen: Ein leiser Druckluftkompressor schont Ohren, Nerven und erleichtert das Arbeiten. Je größer und schwerer die Maschine ist, desto mehr Strom benötigt sie. Einige Kompressorarten benötigen daher auch Drehstrom/Starkstrom und laufen nicht mit den 230 V aus einer normalen Haushaltssteckdose. Wichtig ist auch, dass die Geräte ölfrei laufen. So muss kein Öl für die Schmierung kontrolliert werden.

Die besten Druckluftkompressoren im Überblick

Metabo-Kompressor Basic 250-24 W OF

Metabo bietet mit dem Basic 250-24 W einen leistungsstarken und robusten Kolbenkompressor für einfache Anwendungen, wie Luftdruck einstellen oder das Verwenden einer Sprühpistole. Der Arbeitsdruck ist über einen Druckminderer mit Manometer einstellbar. Die Füllleistung liegt bei 120 l/min, der Maximaldruck bei acht bar, das Kesselvolumen bei 24 l, das Gewicht bei 15 kg. Kosten: rund 200 Euro.

Scheppach-Kompressor HC250

Mit einem umfangreichen Kompressor-Set kommt der Scheppach Luftkompressor HC250. Neben der eigentlichen Maschine des Kolbenkompressors mit 1,1 kW, 24 l Tank, acht bar Arbeitsdruck und einer Ansaugleistung von 165 l/min, regelbar über Druckminderer, kommt ein 13-teiliges Druckluft-Werkzeug-Set mit Manometer, Druckluftpistole und ein fünf Meter langer Spiralschlauch hinzu. Preis: rund 110 Euro.

Einhell-Kompressor TC-AC 190/24/8

Ebenfalls in der Acht-bar-Klasse arbeitet der Einhell TC-AC 190/24/8-Luftkompressor. Der E-Motor arbeitet mit 500 W (0,5 kW) ölfrei und bietet eine Ansaugleistung von 165 l/min, der Lufttank fasst 24 l. Kosten: rund 100 Euro.

Stanley Fatmax DST 101/8/6 Silent Air Compressor

Mit dem Stanley Fatmax DST 101/8/6 Silent Air Compressor/Luftkompressor finden Hobbyschrauber:innen ein 16 kg leichtes, kleines und kompaktes Modell zum Tragen. Der Kessel des mobilen Kompressors fasst sechs Liter und baut bis zu acht bar Druck auf, sein Motor leistet 750 W (0,75 kW) und ist ölfrei. Kosten: rund 190 Euro.

Güde 50134-Kompressor Airpower

Werkzeug-Profi Güde bietet für den Kfz-Hobbybereich das Modell 50134 Airpower an. Der kompakte und leise Druckluftkompressor arbeitet mit einem 550 W starken Zweizylinder ölfrei und versorgt den sechs Liter kleinen Tank mit Druckluft für einen maximalen Arbeitsdruck von acht bar. Kosten: rund 140 Euro.

Alternative:

Wie funktioniert ein Druckluftkompressor?

Ein Arbeitsgerät für Druckluft besteht aus mehreren Komponenten, in der Regel aus Drucklufttank, E-Motor, Zylinder, Manometer und Steuergerät. Ein handelsüblicher Kolbenkompressor arbeitet mit Strom aus der Steckdose und nicht mit Akku (es gibt aber auch Druckluftkompressoren, die als Hybridmodelle mit Akku arbeiten). Rotoren des E-Motors saugen Luft an, verdichten sie und speichern sie im Tank ab. Durch das Ineinandergreifen von Rotorschrauben verkleinern sich die Luftkammern, welche sich bei der Drehung von der Saug- zur Druckseite bewegen. Über ein Ventil mit Manometer fließt die gewünschte Druckluft aus dem Druckluftkompressor für das jeweilige Endwerkzeug ab.

Wie viel bar sollte ein Druckluftkompressor haben?

Für die meisten Anwendungen in der Hobby-Werkstatt reichen kleinere Druckluftkompressoren mit bis zu acht bar. Damit lassen sich je nach Adapterset Reifen aufpumpen, Lackierpistolen und leichte Schlagschrauber benutzen. Nur wer viel mit kraftintensivem Werkzeug arbeitet, benötigt eine Maschine mit zehn oder 15 bar Arbeitsleistung. Ein kleiner, leichter Akkukompressor leistet je nach Modell ebenfalls bis zu acht bar, bietet aber keinen Kessel zur Druckluftspeicherung. Diese Mini-Kompressoren eignen sich besonders für das Aufpumpen von Reifen, Schlauchbooten oder Schwimmbecken.

Wie viel Liter sollte ein Kompressor haben?

Auch die Tankgröße hängt vom Arbeitseinsatz ab. Für das Befüllen der Reifen reicht eine kleine Maschine mit einem kleinen Sechs-Liter-Tank. Der speichert allerdings wenig Druck, sodass der Motor häufig anspringt und den Tank wieder füllen muss. Dabei entsteht Lärm. Für die meisten Anwendungen reicht ein 24-l-Tank. Für viele dürfte es auch wichtig sein, dass das Arbeitsgerät leise ist. Flüster-Kompressoren sind daher eine gute Wahl.