Audi: Elektroauto-Strategie bis 2025 Audi plant Elektro-Offensive mit mehr als 30 Modelle mit Stecker

von Thomas Geiger 04.10.2019

Im Zuge einer Elektroauto-Strategie hat Audi angekündigt, bis 2025 mehr als 30 Modelle mit Stecker auf den Markt bringen zu wollen. Los geht es mit vier Plug-in-Hybriden. Alle Informationen zu den Elektrifizierungs-Plänen der Ingolstädter!

Mit einer breit aufgestellten Elektroauto-Strategie für mehr als 30 Modelle mit Stecker bis 2025 will Audi in Zukunft wieder vorne mitmischen. Seit Jahren laufen die Ingolstädter dem Vorsprung durch Technik hinterher und sehen von Mercedes und BMW nur noch die Rücklichter. Während andere über die Transformation hin zur E-Mobilität stöhnen, macht Audi aus der Not eine Tugend. Der Ende 2018 lancierte E-Tron ist dabei nur das Vorspiel – selbst wenn er im Winter 2019 mit dem Sportback noch einen schrägen Ableger bekommt. Auch der Audi e-tron GT als bayerische Spielart des Porsche Taycan soll nicht viel mehr sein als ein Prestigeprojekt mit hohen Preisen und niedrigen Stückzahlen. Doch danach wird es spannend: Noch in den nächsten 15 Monaten geht der elektrische Q4 als erster Audi auf der so genannten MEB-Plattform in Serie. Er nutzt die gleiche Technik wie der VW ID.3 und soll über große Stückzahlen im gesamten Volkswagen-Konzern zu vertretbaren Preisen kommen. Mehr zum Thema: Neuer Audi-Chef – Duesmann folgt auf Schot

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Elektroauto-Strategie von Audi: Über 30 Modelle mit Stecker bis 2025

Die großen Hoffnungen im Zuge der Elektroauto-Strategie bis 2025 ruhen bei Audi aber auf der so genannten PPE-Architektur. Während der MEB aus Wolfsburg kommt, ist die "Premium Plattform Electric" ein Ingolstädter Gewächs, bei dem sonst nur noch Porsche mitzureden hatte. Sie soll Elektromobilität auch in der gehobenen Mittelklasse erschwinglich machen und irgendwann einmal den MLB für A6 & Co. ablösen. Das erste Auto auf dieser PPE-Architektur ist spätestens für das Jahr 2021 geplant und könnte durchaus gegen den Trend fahren. Die Plattform ist nämlich so konzipiert, dass man nicht zwingend ein SUV bauen muss. Die erste Studie jedenfalls, die Audi auf dieser Architektur im kleinen Kreis schon mal gezeigt hat, sieht deshalb eher nach A7 aus als nach Q7. Bis aber die wirklich großen Sprünge im Zuge der Elektroauto-Strategie kommen, gibt es vorerst zumindest ein paar kleinere elektrische Hüpfer – so meldet sich Audi auch in der Liga der Plug-in-Hybriden zurück. Gleich vier Modelle mit Stecker stehen in den Startlöchern und das nächste halbe Dutzend ist schon in der Pipeline. Los geht es bei A7 und Q5: Dort spannen die Bayern einen Vierzylinder-Benziner von 252 PS mit einer E-Maschine zusammen und montieren im Wagenboden einen Lithium-Ionen-Akku mit 14,1 kWh, der für bis zu 40 WLTP-Kilometer genügen soll. Dabei variieren sie den Stromer und bieten gleich zwei Versionen an: Wer mehr Wert auf Effizienz legt, fährt mit einer Systemleistung von 299 PS. Wem der Elan wichtiger ist, bekommt einen stärkeren E-Motor und eine Systemleistung von 367 PS.

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Hybrid-Offensive als Vorbote des E-Antriebs

Kurz danach bringt Audi die Teilzeitstromer auch in der Oberklasse zurück und legt entsprechende e-Quattros von A8 und Q7 auf. In der zweiten Generation wird allerdings nicht mehr wie früher gekleckert, sondern passend zum Segment und dem Anspruch der Kunden geklotzt. Und zwar in der alten wie in der neuen Welt: Auf der einen Seite gibt es deshalb wieder Sechszylinder statt Mini-Motoren, die in der Oberklasse niemand fahren will. So kann man auf solide drei Liter Hubraum und 340 PS bauen. Auf der anderen Seite gibt es einen Elektroantrieb, der tatsächlich auch eigenständig zur Fortbewegung taugt, weil er die Systemleistung im A8 auf 449 und im Q7 gar auf 456 PS schraubt und eine elektrische Reichweite von ebenfalls bis zu 40 Kilometern (nach WLTP) ermöglichen soll. Der Stromer ist stark und die Elektronik intelligent genug, dass man tatsächlich lange Strecken ohne lokale Emissionen zurücklegen kann. Für Otto-Normal-Verbraucher kann die Zukunft damit schon beginnen: Bei durchschnittlich nicht mehr als 50 bis 60 Kilometer pro Tag, wird der Durchschnittsdeutsche den Verbrenner dann nicht mehr allzu oft hören – und später vielleicht um so leichter auf ein reines Elektroauto umsteigen.

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