Bediensatellit: So funktioniert das neue Bedienkonzept im Audi Q3

Technische Innovationen werden für gewöhnlich am oberen Ende der Modellpalette eingeführt und erst später in den günstigeren Produkten angeboten. Audi dreht das Prinzip aber nun um und wagt beim neuen Q3, einem der absatzstärksten Modelle der Marke, ein neues Bedienkonzept.

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Eine Nahaufnahme des Bediensatteliten hinter dem Lenkrad des Audi Q3.
Audi Q3 (2025) Foto: Audi

Audi führt im neuen Q3 zwei Bediensatelliten anstelle herkömmlicher Lenkstockhebel ein.

Grafische Darstellung des Bediensatelliten des Audi Q3 mit Beschriftung der Funktionen.
Audi Q3 (2025) Foto: Audi

Auf der linken Seite werden Licht und Scheibenwischer in einem Modul gesteuert. Auf der rechten Seite befindet sich der Wahlhebel für die Automatik. Damit soll mehr Platz in der Mittelkonsole geschaffen werden.

Bediensatellit statt Lenkstockhebel: Audi führt mit dem Q3 ein neues Bediensystem ein

Audi hat im Juni 2025 die neue Generation des Q3 (hier gibt es alle Infos) vorgestellt. Unter den Neuerungen befindet sich auch ein für Audi-Verhältnisse fast schon revolutionäres Bedienkonzept. Audi ersetzt nämlich die klassischen Lenkstockhebel durch feste, deutlich größer dimensionierte Bediensatelliten. Zuletzt fand man ähnliche Konzepte etwa bei Renault. Doch anstelle einer zusätzlichen Bedieneinheit wie beim französischen Autobauer ersetzt Audi die Lenkstockhebel komplett. Die beiden Satelliten sollen künftig mehr Funktionen hinter dem Lenkrad auf sich vereinen.
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Der Audi Q3 (2025) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Funktionalität und Bedienung erklärt

Mögen die beiden breiten Bediensatelliten auf den ersten Blick befremdlich wirken, ändert sich an der Bedienung des Audi Q3 faktisch aber nicht viel. Der rechte Bediensatellit kann nach oben und unten gedrückt werden, worüber die Fahrstufen ausgewählt werden. Mit einer Taste lässt sich die Parkbremse aktivieren. Auf der linken Seite werden das Licht und die Scheibenwischer bedient. Die bekannten Befehle für Blinker und Abblendlicht bleiben gleich. Lediglich die Befehle des Scheibenwischers verändern sich: Zwei Knöpfe bedienen das einmalige Wischen der vorderen und den hinteren Scheibenwischer samt eines weiteren Knopfdrucks die Waschfunktion, über ein Rad lässt sich wiederum das Intervall einstellen.

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Die Vorteile des Q3-Bediensystems und vergleichbare Systeme bei VW

Audi begründet die Änderung weg vom herkömmlichen Lenkstockhebel hin zum Bediensatelliten mit dem Platzangebot im neuen Q3. Weil der Gangwahlhebel von der Mittelkonsole an die Lenksäule wandert, ermöglicht das mehr Stauraum zwischen den vorderen Sitzen. So finden in der Mittelkonsole nun zwei Getränkehalter und eine induktive Ladebucht ihren Platz.

Audi selbst spricht von einem "neuen Bedienerlebnis", doch man muss nicht lange suchen, um eine vergleichbare Anordnung der Funktionen zu finden. Wenngleich in konventioneller Aufmachung (Lenkstockhebel) und Handhabung findet sich dieselbe Logik beispielsweise im aktuellen VW Passat wieder. Der Wählhebel für die Automatik befindet sich rechts, wohingegen Licht und Scheibenwischer links integriert sind. Von Martin Kallendrusch