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Abt RS6-E: Tuning für den Audi RS 6 Erster Hybrid-RS 6 mit 1018 PS

von Alexander Koch 24.01.2019

Der Abt RS6-E ist die brutale Antwort der Kempener Tuningschmiede auf die Mobilitätsfrage der Neuzeit: den E-Antrieb. V8 und E-Motor fusionieren im Prototypen zu einer 1018 PS und 1291 Nm starken Phalanx, die die Welt noch nicht gesehen hat!

Tief, breit und Abt-untypisch grün kauert der umgebaute Audi RS 6 knapp über dem Boden. In seiner Aufmachung erinnert der Abt RS6-E deutlich an den "Project Phoenix" von Freestyle-Skier Jon Olsson, setzt in den Augen von Daniel Abt, Sohn von Cheftuner Hans-Jürgen Abt, aber noch einen darauf. Gewaltig einen darauf, trifft es besser – es ist schließlich der weltweit erste Audi RS 6 mit Hybridantrieb! Tuningschmiede Abt ging es aber nicht nur um die Herausforderung, den abgespaceten Powerkombi des Schweden zu übertreffen, sondern das Thema Tuning in die Neuzeit zu transferieren. Die da lautet: E-Motor! Den ab Werk doppelt zwangsbeatmeten 4,0-Liter-V8 per Abt-Steuergerät bereits auf 730 PS und 920 Nm gepustet, katapultiert der zusätzliche Elektromotor den Abt RS6-E in noch nie dagewesene Leistungssphären: 1018 PS Systempower und 1291 Nm Drehmoment! Was deutlich einfacher geschrieben als die Arbeit dahinter getan ist. Nicht von ungefähr spricht Daniel Abt dabei von der "Challenge", Elektromotor und Batterie in einen nicht dafür ausgelegten Audi RS 6 zu verbauen – und auch noch zu kühlen! Mehr zum Thema: Abt tunt den Audi RS4

Tuning Abt Audi RS6+ von Jon Olsson
Abt Audi RS6+ "Project Phoenix" von Jon Olsson Project Phoenix aus der Asche

Der Abt RS6-E im Video:

 
 

ABT RS6-E mit Tuning des Audi RS 6

Für den neuen Antriebsstrang des Abt RS6-E wanderte die ursprüngliche Kardanwelle des Audi RS6 raus, wurde durch zwei kürzere Wellen sowie einen E-Motor ersetzt, den der zugehörige Akku im Kofferraum speist. Macht 255 Kilo extra, die sich zu einem bemerkenswerten Gesamtgewicht von 2205 Kilogramm aufaddieren. Das scheint den Abt RS6-E aber nicht die Bohne zu interessieren: Die zusätzlichen 288 PS und 317 Nm Drehmoment sind sogar deutlich zu viel, um sie ab dem Nullpunkt loszulassen, verrät Daniel Abt. Weshalb die E-Power erst ab 100 km/h und dann für rund zehn Sekunden zur Verfügung stehen: Wie der Formel-E-Fahrer im Vorstellungsvideo erst auf den auffälligen grünen Knopf am Lenkrad drückt, um dann selbst in den Sitz gedrückt zu werden, erinnert schwer an Lachgaseinspritzung á la Fast & Furious. Im Gegensatz zu dieser Technik aber kann der Abt RS6-E bis zu 20 Mal auf eine Geschwindigkeit von bis zu 320 km/h geboostet werden. Rekuperationsvorgänge laden die 13,6-kWh-Batterie wieder auf und untermalen den V8-Sound zusätzlich durch ein charakteristisches Surren.

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Erster Audi RS 6 mit Hybrid-Technik

Wer sich nun wie elektrisiert Bilder und Video des Abt RS6-E anschaut, dessen Foliendesign übrigens an Leiterplatinen erinnern soll, muss jetzt wieder herunterkühlen: Beim RS-6-Hybriden handelt es sich – leider – nur um Konzeptauto. Um einen Prototyp für eine Standortbestimmung, wie die Firma Abt die Zukunft des Themas Tuning angeht, wenn Hybrid- und E-Antrieb zum alltäglichen Bild gehören. Die Mannschaft hinter der Tuningschmiede scheint eine überzeugende Antwort gegeben zu haben, so sehr strahlt Daniel Abt nach der ersten Fahrt. Und ein kleiner Trost für Ottonormalverbraucher bleibt: Wem die zahlreichen Verspoilerungen an Front, Seite und Heck zusagen, für den stehen die Teile im Abt-Zubehör bereits parat. Und die 21 Zoll großen Felgen vom Typ ABT Sport GR mit Aero-Blenden sollen schon bald folgen. Eine Zukunftsprognose für den Abt RS6-E steht hingegen aus.

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