Wiesmann Projekt Gecko (2020): Erste Fotos Wiesmann kündigt Projekt Gecko an

von Alexander Koch 17.09.2019

Nach sechs Jahren Abstinenz kündigt sich mit dem Wiesmann Projekt Gecko für 2020 eine Neuinterpretation des MF5 an – erneut mit Motoren von BMW. Nach der Pleite 2013 hatte die Sportwagenmarke mit den Berry-Brüdern neue Besitzer gefunden, die nun das Comeback forcieren!​

Es scheint, als habe das Hin und Her um das Wiesmann-Comeback im September 2019 endlich sein Ende – oder vielmehr seinen Neuanfang gefunden: Wiesmann Projekt Gecko (2020) lautet die der Neuinterpretation des MF5-Modells. Daher verwundert es nicht, dass der nach wie vor verhüllte Sportwagen in seiner Grundkonzeption an die bisherigen Modelle erinnert: lang, mit hinten angelegter und kurzer Kanzel, breit, mit ausgedehnten Kotflügeln und nicht zuletzt der typisch ovale Kühlergrill. "Der letzte, wirklich unabhängige Hersteller deutscher Sportwagen ist zurück und freut sich auf seine aufregende Zukunft. Als wir diese Reise begannen, wollten wir eine Legende neu konstruieren, und wir sind auf dem direkten Weg, genau das zu tun", kommentiert der neue Firmeninhaber und Geschäftsführer Roheen Berry das neue Modell. Das, wie Wiesmann nun auch offiziell bestätigt, mit V8-Motoren der M GmbH ausgerüstet wird. Dabei dürfte es sich um das Aggregat aus dem M5 (F90) handeln, der aus 4,4 Litern Hubraum 600 PS und 750 Newtonmeter schöpft. Mit der Entscheidung setzt Wiesmann seine Firmentradition fort: Seit dem ersten Serienmodell 1993 fuhren Wiesmann-Autos stets mit BMW-Motoren. Gleichsam bleibt der Wiesmann Projekt Gecko (2020) dem Firmenideal aus Frontmittelmotor, einer ausgewogenen Gewichtsverteilung von 50:50 und Hinterradantrieb treu.

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Wiesmann Projekt Gecko (2020) im Teaser-Video:

 
 

Wiesmann Projekt Gecko (2020) mit V8 von BMW

So oder so dürften sich Wiesmann-Fans aber über die Neuigkeit und den für 2020 angekündigten Wiesmann Projekt Gecko freuen. Zuletzt war es um die Dülmener Sportwagenfirma nämlich ganz schön ruhig geworden, ein bereits für 2016 angekündigtes Modell war nie erschienen. Dem sich immer wieder verzögernden Comeback ging die Pleite Wiesmanns im Jahr 2013 und die Einstellung der Produktion 2014 voraus. Wiesmann galt als die Erfolgsgeschichte unter den Kleinserien-Herstellern. Während andere oft schon zu Beginn scheitern, hatte das von den beiden Brüdern Friedhelm und Martin Wiesmann im Jahr 1988 gegründete Unternehmen Bestand. In einem Vierteljahrhundert entstanden in Dülmen vier Generationen der individuellen Sportwagen. Sie vereinten die Formen klassischer Oldtimer mit modernen, leistungsstarken Motoren von BMW. Doch um wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten, hätte Wiesmann die Jahresproduktion von zuletzt 140 Sportwagen mehr als verdoppeln müssen. Das Geld für die dringend notwendige Erschließung neuer Absatzmärkte aber fehlte. 2012 zogen sich die beiden Brüder aus der Unternehmensleitung zurück, Insolvenz wurde angemeldet und die Brüder Roheen sowie Sahir Berry übernahmen. Nun schlägt die Sportwagenmanufaktur mit dem Wiesmann Projekt Gecko (2020) offenbar ein neues Kapitel in ihrer wechselhaften Geschichte auf.

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