Wiesmann-Comeback: Neues Auto in Planung Kommt der neue Wiesmann 2019?

von Alexander Koch 08.08.2018

Für 2019 kündigt Wiesmann einen neuen Sportwagen an – erneut mit Motoren von BMW. Nach der Pleite 2013 hatte Wiesmann 2015 in den Berry-Brüdern neue Besitzer gefunden. Mario Spitzner, ehemalige Top-Manager bei Mercedes-AMG, ist allerdings nicht mehr der Geschäftsführer der Dülmener Sportwagenfirma!

Es ist so eine Sache mit der Causa Wiesmann: Nach dem überraschenden Comeback 2015 ist es um die Dülmener Sportwagenfirma wieder ganz schön ruhig geworden. Auch die zwischenzeitliche Verpflichtung des ehemaligen AMG-Managers Mario Spitzner als Geschäftsführer ist seit Februar 2018 wieder passé. Obendrein ist der ursprüngliche Plan, schon 2016 auf Basis bestehender Modelle einen weiterentwickelten Sportwagen auf den Markt zu bringen, schon lange geplatzt. Angeblich aber läuft die Entwicklung eines völlig neuen Wiesmann. Und wie BMW bestätigt, liefert die M GmbH wieder V8-Motoren für das neue Modell, das der Website von Salon Privé im Blenheim Palace (30. August bis 1. September 2018) zufolge – endlich? – 2019 erscheinen soll. Da BMW aktuell nur einen V8 verbaut, wird es sich folglich um das Aggregat aus dem M5 (F90) handeln, der aus 4,4 Litern Hubraum 600 PS und 750 Newtonmeter schöpft. Mit der Entscheidung setzt Wiesmann seine Firmentradition fort: Seit dem ersten Serienmodell 1993 fuhren Wiesmann-Autos stets mit BMW-Motoren.

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Neuer Wiesmann mit V8 von BMW

Dem sich immer wieder verzögernden Comeback ging die Pleite Wiesmanns im Jahr 2013 und die Einstellung der Produktion 2014 voraus. Bis dahin waren in Dülmen exklusive Sportwagen in Handarbeit entstanden. Wiesmann galt als die Erfolgsgeschichte unter den Kleinserien-Herstellern. Während andere oft schon zu Beginn scheitern, hatte das von den beiden Brüdern Friedhelm und Martin Wiesmann im Jahr 1988 gegründete Unternehmen Bestand. In einem Vierteljahrhundert entstanden in Dülmen vier Generationen der individuellen Sportwagen. Sie vereinten die Formen klassischer Oldtimer mit modernen, leistungsstarken Motoren von BMW. Insgesamt 1588 Sportwagen konnten die Brüder verkaufen. Doch um wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten, hätte Wiesmann die Jahresproduktion von zuletzt 140 Sportwagen mehr als verdoppeln müssen. Das Geld für die dringend notwendige Erschließung neuer Absatzmärkte aber fehlte. 2012 zogen sich die beiden Brüder aus der Unternehmensleitung zurück, Insolvenz wurde angemeldet und die Brüder Roheen sowie Sahir Berry übernahmen.

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