Scheibenwischer-Schneider im Test: Das taugen die Tools Zwei Schneider sehr gut, China-Produkt fällt durch

von Andreas Rogotzki 02.05.2019
Inhalt
  1. Ecocut im Scheibenwischer-Schneider-Test: Es funktioniert!
  2. Test: China-Schneider wirkt billig und tuts nicht
  3. Testsieger: Dualcut – mittelpreisig und top!

In unserem Test von drei Scheibenwischer-Schneider schneiden zwei Produkte "Made in Germany" sehr gut ab. Ein günstiger Cutter aus China fällt hingegen durch. Das Testergebnis!

Scheibenwischer-Schneider – Vor allem wegen hoher Preise für Originalersatzteile und qualitativ hochwertige Nachrüstwischer greifen Autobesitzer immer häufiger zu den kleinen Helfern. Doch was taugen die mit vollmundigen Versprechen angepriesenen Cutter? Scheibenwischer-Gummis werden in der Hauptsache durch kleine Beschädigungen und feine Risse in der Lippe mit der Zeit unbrauchbar. Das Entfernen der verschlissenen Kante soll für Abhilfe sorgen. In unserem Test haben wir die Produkte Dualcut (Herbert Richter GmbH/Pforzheim), den Ecocut (Akron GmbH/Rastatt) und einen Scheibenwischer-Schneider aus China auf Funktion und Ergbnis getestet. Für die Schneider müssen Käufer zwischen knapp sechs Euro beim günstigsten Produkt und 19,95 Euro für den teuersten Cutter im Test anlegen. Im Vergleich mit einem komplett neuen Satz Scheibenwischer, der gut und gerne auch bis zu 80 Euro kosten kann, eine ziemlich deutliche Ersparnis. Zumal ein Scheibenwischerblatt mit dem Dualcut laut Produkthinweis bis zu dreimal bearbeitet werden kann. Mehr zum Thema: Scheibenwischer nachschneiden

Die Scheibenwischer-Schneider von Ecocut und Dualcut arbeiten beide mit Klingen, die in ein Handstück aus Kunststoff eingelassenen sind. Ebenfalls für beide gilt, dass die Wischerblätter mehrmals und in zwei Stufen bearbeitet werden können. Beim Schneider aus China ist unter einer Schutzabdeckung im Handstück ein Schleifblättchen anstelle einer Klinge eingesetzt. Grundsätzlich gilt: Schneiden oder Abschleifen – beide Methoden können das Wischerblatt bei fehlerhafter Anwendung beschädigen und nahezu nutzlos machen. Bei der Bearbeitung ist es unbedingt ratsam, exakt nach Hersteller-Anweisung vorzugehen. Und: Viele Markenwischerblätter sind für eine bessere Gleitfähigkeit mit einer dünnen Grafitschicht überzogen. Wird die Lippe des Wischerblatts gekürzt, wir dadurch auch die Grafikschicht an der Unterkante entfernt. Die Folge: Der Wischer kann eher zum Rubbeln auf der Scheibe neigen.

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Ecocut im Scheibenwischer-Schneider-Test: Es funktioniert!

Grün-Weiß in einem kleinen Tütchen verpackt, inklusive Bedienungshinweise und Reinigungsschwämmchen. So kommt der Ecocut nach Hause. Das Kunsstoffgehäuse macht einen gut verarbeiteten Eindruck und liegt sehr gut in Hand. Die Anwendung des 19,95 Euro teuren Scheibenwischer-Schneiders ist grundsätzlich sehr einfach: Wischerblatt mit dem beigelegten Schwämmchen und etwas Wasser reinigen, Ecocut in vorgegebener Schneid-Richtung am Wischergummi ansetzen und mit einer gleichmäßigen Zugbewegung den Wischerarm entlang fahren. In unserem Test hat das bei originalen Hersteller-Wischerblättern sehr gut geklappt. Bei Wischerblättern aus dem Zubehör hat sich der Ecocut zeitweise verkantet, die Gummis waren schlicht zu weich und haben sich im Schneider gestaut. Die Schnittkante, die der Ecocut hinterlässt, ist akurat und sauber. Lediglich am Ende bleibt ein kleiner Grat übrig, der gesondert entfernt werden muss. Das war allerdings auch beim Dualcut der Fall. Der Wischtest nach dem Einsatz des Ecocuts ergab mit klarem Wasser ein hervorragendes Ergebnis.

Scheibenwischer-Schneider Ecocut
Das Reinigungsschwämmchen des Ecocut-Sets könnte größer sein.  Foto: AUTO ZEITUNG

 

Test: China-Schneider wirkt billig und tuts nicht

Das günstigste Produkt in unserem Scheibenwischer-Schneider-Test ist ein Werkzeug aus chinesischer Produktion. Letzteres ist per se kein grundsätzlich negatives Qualitätsurteil. In unserem Test ist der 5,99 Euro China-Cutter allerdings durchgefallen. Die Verarbeitung des Kunststoffhandstücks ist noch recht sauber ausgeführt. Die Leistung – es handelt sich im Gegensatz zu Ecocut und Dualcut um einen Reiniger – konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Statt mit einer Klinge fährt man mit einem grob aufgerauten Schleifplättchen über die Wischerblattkante. Eine durchgehend glatte Oberfläche, wie bei richtigen Schneidwerkzeugen, ist hier nicht zu erwarten. Möglicherweise wird das Wischerblatt sogar zusätzlich angeraut.

Scheibenwischer-Schneider aus China
China-Produkt: Ein Schleifblättchen soll den Wischergummi "reinigen". Foto: AUTO ZEITUNG

 

Testsieger: Dualcut – mittelpreisig und top!

Ganz ähnlich wie der Ecocut funktioniert auch der Dualcut: Ein leichtes und kompaktes Handstück, hübsch verpackt und mit ausführlicher Anleitung. Kleiner Mangel: Das Reinigungsschwämmchen ist beim Dualcut noch kleiner als beim Ecocut, dreckige Finger programmiert! Der Schneider ist gut verarbeitet, verfügt über zwei Schneid-Stufen und eine sogenannte Reinigungsnut. Überraschend: Der übrigbleibende Verschnitt ist deutlich geringer als beim Ecocut. Laut Hersteller kann die Kante des Wischergummis so bis zu dreimal "erneuert" werden. Mit seinem, im Vergleich zum Ecocut, deutlich günstigeren Preis von 14,95 Euro und einem vergleichbar guten Wischergebnis ist der Dualcut unser Testsieger!

Scheibenwischer-Schneider Dualcut
Der Dualcut liegt gut in der Hand und lässt sich leicht über die Gummilippe ziehen. Foto: AUTO ZEITUNG

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