Opel Kadett E GSi 16V kaufen: Unsere Tipps im Ratgeber

Der Opel Kadett E GSi 16V lief von 1987 bis 1991 vom Band. 150 PS leistet der 16V-Motor, der den Kompaktsportler in nur 7,6 s auf Landstraßentempo bringt. Nicht ganz so flott findet man ein gutes Exemplar, weshalb wir in unserem Ratgeber Tipps zum Kauf geben!

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Der Opel Kadett E GSi 16V fahrend von vorne.
Opel Kadett E GSi 16V Foto: Wim Woeber

Aus dem Straßenbild ist der Kadett E verschwunden. Das "Auto des Jahres 1985" zählte zu den rostanfälligsten Fahrzeugen überhaupt.

Der Opel Kadett GSi 16V fahrend von schräg vorne.
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Neben der mangelhaften Rostvorsorge haben Konstruktionsfehler und nicht zuletzt auch die Abwrackprämie den Bestand stark dezimiert. Ungeschweißte Autos oder Ersthand-Garagenfahrzeuge sind kaum noch aufzutreiben und befinden sich meist schon in Sammlerhand.

Der Opel Kadett GSi 16V fahrend von hinten.
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Der Über-Kadett verstand sich nicht nur als Antwort auf den Vierventiler der Wolfsburger, sondern auch als vorerst letztes Wort in Sachen Performance.

Das Cockpit des Opel Kadett GSi 16V.
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Das Interieur kann qualitativ leider nicht mit dem 16V-Motor mithalten.

Die Instrumente des Opel Kadett GSi 16V.
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Dreht man im Kadett ein paar schnelle Runden, nimmt einen der Mythos GSi sofort gefangen. Lenkung, Getriebe und Motor bilden eine perfekte Symbiose aus Sport und Spaß.

Die Sitze des Opel Kadett GSi 16V.
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Bei hohen Laufleistungen scheuern etwa die Sitzwangen durch und das gesamte Armaturenbrett klappert und knarzt.

Der Motor des Opel Kadett GSi 16V
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Der C20XE-Motor wurde von Cosworth mitentwickelt und löste das sportliche Versprechen tatsächlich ein.

Der Schriftzug des Opel Kadett GSi 16V.
Opel Kadett GSi 16V Foto: Wim Woeber

Technisch setzte Opel beim GSi 16V auf einen erprobten Großserien-Rumpfmotor, auf dem ein Doppelnockenwellen-Vierventil-Kopf aus Alu mit natriumgefüllten Auslassventilen und hydraulischen Tassenstößeln thronte.

Der Opel Kadett E GSi 16V war vorerst das letzte Wort in Sachen Performance

Februar 1988, irgendwo in einer Vorstadt der Bundesrepublik. Ein VW Golf GTI 16V steht an der Ampel und wartet auf das Grünsignal der Anlage. Plötzlich taucht ein Opel Kadett neben ihm auf und fordert mit rotzigen Gasstößen zum Duell. Der GTI-Fahrer sieht das GSi-Logo auf dem Kotflügel und scheint um seine Chancen zu wissen: "Der hat nur 115 Pferde unter der Haube, den mache ich nass!" Pustekuchen. Schon bevor die Ampel überhaupt richtig auf Grün steht, düst der Kadett auf und davon. Das Letzte, was der Golf-Mann zwischen Abgasen und Reifenqualm erhaschen kann, ist das "GSi 16V"-Emblem an der coupéförmigen Heckpartie.

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So wie jenem GTI-Fahrer wird es wohl auch manch anderen ergangen sein, die von der Rüsselsheimer Kompaktgranate herausgefordert wurden. Der Opel Kadett E GSi 16V verstand sich nämlich nicht nur als Antwort auf den Vierventiler aus Wolfsburg, sondern auch als vorerst letztes Wort in Sachen Performance. Vom völlig abgehobenen Golf G60 Limited einmal abgesehen, brauchte Volkswagen bis 1991 und einen 2,8 l großen VR6-Motor, um die Beschleunigungswerte des GSi bis 100 km/h übertreffen zu können.
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Der Opel Frontera (2024) im Fahrbericht (Video):

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Cosworth entwickelte für Opel den 16V-Zylinderkopf

Technisch setzte Rüsselsheim beim Opel Kadett E GSi 16V auf einen erprobten Großserien-Rumpfmotor, auf dem ein Doppelnockenwellen-Vierventil-Kopf aus Alu mit natriumgefüllten Auslassventilen und hydraulischen Tassenstößeln thronte. Wie ernst Opel das prestigeträchtige Duell nahm, wird unter der Haube deutlich: Der Zylinderkopf entstand in Zusammenarbeit mit der Motorenschmiede Cosworth. Einlasskanäle und Brennräume wurden im Werk von Hand bearbeitet.

Eine selektive Klopfregelung überwachte jeden der mit Schmiedekolben ausgerüsteten Zylinder. Eine sequenzielle Einspritzung sorgte für punktgenaue Dosierung. Die Abgase gelangten strömungsgünstig über einen Edelstahl-Fächerkrümmer und über einen Katalysator in die Abgasanlage mit zwei rechteckigen Endrohren. Das Ergebnis: 150 PS (110 kW), rund 220 km/h Spitze und in 7,6 s auf Tempo 100 – klar schneller als der Golf GTI 16V. Hinzu kam eine werksseitig große Leistungsstreuung, die bis zu 20 zusätzliche PS (15 kW) erbrachte.

Der Motor des Opel Kadett GSi 16V
Foto: Wim Woeber

Ungeachtet dessen leistete das Triebwerk ohnehin mal eben knapp dreimal so viel wie die Basismotorisierung der Kadett-Modellpalette. Dreht man im Opel Kadett E GSi 16V ein paar schnelle Runden, nimmt einen der Mythos GSi sofort gefangen. Lenkung, Getriebe und Motor bilden eine perfekte Symbiose aus Sport und Spaß. Beim Anfahren muss das Gaspedal mit Feingefühl betätigt werden, sonst drehen die Vorderräder aufgrund der Leistung durch.

Zügig gefahrene Kurven quittiert der Kadett mit Untersteuern. Bei Lastwechseln zeigen sich ausgeprägte Schwenks mit dem Heck. Dass der stärkste Serien-Kadett nichts für Ungeübte ist, wird auf feuchter Strecke spürbar. Gaswegnehmen oder heftiges Bremsen in schnell gefahrenen Autobahnkurven verlangen erfahrene Hände am Steuer. Vielleicht genießt man den Opel Kadett E GSi 16V dann doch lieber bei Landstraßentempo und erfreut sich am Klang des Motors und der Tatsache, dass auch der letzte Kadett mittlerweile zum Klassiker gereift ist.

Kaufberatung: Das sind die Schwachstellen des Kadett E GSi 16V

Aus dem Straßenbild ist der Kadett E wie auch der Opel Kadett E GSi 16V weitgehend verschwunden. Das "Auto des Jahres 1985" zählte zu den rostanfälligsten Fahrzeugen überhaupt. Neben der mangelhaften Rostvorsorge haben Konstruktionsfehler und nicht zuletzt auch die Abwrackprämie den Bestand stark dezimiert. Ungeschweißte Autos oder Ersthand-Garagenfahrzeuge sind kaum noch aufzutreiben und befinden sich meist schon in Sammlerhand. Weil die Kilometerzähler der Tachos gerne ausfallen, sollte die tatsächliche Laufleistung überprüft werden. Vermittelt der Innenraum einen passenden Eindruck?

Karosserie

Beim Kadett gibt es viele problematische Stellen. Das Hauptübel ist Rost. Die unzureichende Vorsorge lässt den Opel an allen Ecken und Enden außer dem Dach korrodieren. Akut gefährdet sind besonders Schweller, Radläufe, Fensterrahmen, der Unterboden, die Auspuffanlage und Endspitzen. Fahrzeuge mit Schiebedach sind am häufigsten von der braunen Pest betroffen.

Innenraum

Auch im Innenraum sollte man genau hinschauen: Der geklebte Dachhimmel kann sich im Laufe der Jahre ablösen. Auch die Qualität des übrigen Interieurs hat eher traurige Berühmtheit erlangt. Bei hohen Laufleistungen scheuern etwa die Sitzwangen durch und das gesamte Armaturenbrett klappert und knarzt.

Technik

Die Technik des Opel Kadett E GSi 16V ist sehr robust und langlebig. Abgesehen von den üblichen Verschleißteilen gibt es mit Ausnahme der undichten Ölwanne kaum Bauteile, die besonders häufig defekt sind. Das Rädchen zum Dimmen des Tachometers lässt die Person am Steuer oft im Stich. Ansonsten ist zu prüfen, ob der Zahnriemen regelmäßig gewechselt wurde.

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Technische Daten des Opel Kadett E GSi 16V

Classic Cars 03/2018Opel Kadett E GSi 16V
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4
Hubraum1998 cm³
Leistung110 kW/150 PS 6000/min
Max. Gesamtdrehmoment bei196 Nm 4800/min
Getriebe/Antrieb5-GangGetriebe/Vorderrad
L/B/H3998/1663/1400 mm
Leergewicht1070 kg
Bauzeit1987-1991
Stückzahl3.779.289 (Kadett E ges.)
Beschleunigung
null auf 100 km/h
7,6 s (AZ 06/88)
Höchstgeschwindigkeit218 km/h (AZ 06/88)
Verbrauch auf 100 km9,2 l S (AZ 06/88)
Grundpreis (Jahr)28.425 Mark (1988)