Alle Infos zum Mazda MX-5

Neuer Mazda MX-5 (2018): Erste Testfahrt Fit for Fun im überarbeiteten MX-5

von Thomas Geiger 07.09.2018

Der neue Mazda MX-5 (2018) profitiert von einer Modellpflege und zahlreichen Verbesserungen, die wir auf einer ersten Testfahrt in Rumänien ergründen wollen. So fährt sich der Roadster mit Technik-Update!

Wir schnappen uns den neuen Mazda MX-5 (2018) und gehen auf eine erste Testfahrt in Rumänien. Unten im Tal hat es noch 25 Grad, doch auf dem Fagarasan-Pass zwischen Sibiu und Pitesti ist der Sommer schon so langsam vorbei. Dass einem bei diesem Himmelfahrtskommando trotzdem warm im Hemd und um das Herz wird, hat in diesem Fall gleich zwei Gründe. Zum einen sind das die zahllosen Kurven und Kehren, in sich die Straße von beiden Seiten auf den Hochrücken windet. Und zum anderen ist es natürlich das Auto, mit dem dieses Geschlängel erst zum Vergnügen wird. Denn wer die vielleicht spektakulärste Bergstraße Europas mit irgendeiner Familienkutsche bezwingen will, der kommt im Schleichverkehr der Urlauber aus dem Fluchen nicht mehr heraus. Doch wer den Gipfel mit dem Mazda MX-5 stürmt, der hat schon nach der ersten Haarnadel ein breites Grinsen im Gesicht, das den ganzen Tag nicht mehr verschwindet – erst recht, wenn man in den ersten Autos des neuen Modelljahres sitzt. Schließlich hat Mazda den erfolgreichsten Sportwagen der Welt drei Jahre nach dem Debüt der vierten Generation jetzt zum ersten Mal überarbeitet. Von außen kann man die Modellpflege kaum erkennen und auch im Innenraum hat sich nur wenig getan. Doch dafür haben die Japaner unter der Haube kräftig zugelangt und beide Vierzylinder optimiert: Sie verbrennen jetzt auch ohne Partikelfilter so sauber, dass sie die Euro-6d-Temp-Norm erfüllen und haben trotzdem zum Teil deutlich mehr Leistung: Der 1,5-Liter kommt jetzt auf 132 PS und beim sehr viel gängigeren Zweiliter stehen künftig 184 statt 160 PS sowie ein maximales Drehmoment von 205 Nm im Datenblatt. Wichtiger allerdings ist die Verschiebung der Drehzahlkurve, vor allem hier auf dem zugigen Pass in den Karpaten. Denn wenn der Drehzahlbegrenzer des neuen Mazda MX-5 (2018) jetzt erst bei 7500 statt 6800 Touren einsetzt und der Motor vor allem obenrum mehr Punch hat, kann man die sechs knackig eng gestuften Gänge noch weiter ausdrehen und so noch schneller zum Gipfel stürmen. Mehr zum Thema: Das ist sein Turbo-Bruder Fiat 124 Spider

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Die Testfahrt im Mazda MX-5 (2018) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Mazda MX-5 (2018)

Wie schon bislang, ist auch der neue Mazda MX-5 (2018) der König der Kurven und macht in der Praxis mehr Spaß, als man es ihm auf dem Papier zugetraut hätte. Denn noch nie haben sich 6,5 Sekunden von 0 auf 100 so kurz und 219 km/h Vollgas so schnell angefühlt wie in diesem Elefantenrollschuh auf Speed. Das liegt zum einen am unimittelbaren Geschwindigkeitserlebnis, weil man der Straße näher ist, den Wind stärker spürt und die Fliehkraft besser fühlt als in jedem anderen Roadster diesseits von Lotus & Co. Und es liegt zum anderen an der perfekten Ergonomie. Schließlich kommen sich Fahrer und Fahrzeug in keinem anderen Sportwagen so nahe und nur selten hat man das Gefühl, dass man lenken kann ohne zu denken und das Auto so intuitiv steuert wie den eigenen Gang. Doch nach der Modellpflege passt der Wagen noch besser. Doch mit ein paar kleinen Details heben die Japaner dieses Gefühl auf ein neues Niveau: Man kann das Lenkrad jetzt noch passgenauer einstellen und rückt auf den neuen Recaros nochmal ein paar Millimeter weiter nach unten, so dass man der Straße buchstäblich noch etwas näher kommt. All das kann man nicht sehen, aber deutlich spüren. Und was man sehen kann, dass hätten sich die Japaner auch schenken können. Denn Apple Carplay ist völlig überflüssig in einem Sportwagen, in dem man nur fahren und nicht am Handy fummeln möchte. Und wenn es einen Mazda gibt, in dem der Müdigkeitswarner überflüssig ist, dann ist es der MX-5. Wer in diesem Auto schläfrig wird, der liegt schon vor dem Einsteigen im Koma. Natürlich ist das Facelift für den MX-5 ausgesprochen dünn und dürftig, wenn man mal von den Motoren absieht. Aber erstens verkauft sich der Roadster gegen den Trend so gut, dass die Zahlen noch immer genauso steil nach oben gehen wie die Transfagarasan-Straße. Zweitens gibt es wenig, was man an der kleinen Spaßgranate ernsthaft kritisieren könnte und ändern sollte. Und drittens war Mazda so fair, dafür auch nicht an den Preisen zu rütteln. Das Softtop gibt es weiterhin ab 22.990 Euro und den Hardtop-Roadster RF ab 28.690 Euro. Eigentlich gibt es jetzt nur noch ein Problem mit dem charmanten neuen Mazda MX-5 (2018): Der Sommer geht zu Ende und auf der Transfagarasan gilt ab Oktober oder spätestens November eine Wintersperre.

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