Neuer BMW i3s (2017): Erste Testfahrt Der neue i3s gibt sich sportlich

von Thomas Geiger 03.05.2018

BMW gönnt seinem kleinen Elektroauto eine Portion mehr Sportlichkeit. Wie sich der neue BMW i3s (2017) mit 14 Mehr-PS und dem überarbeiteten Fahrwerk fährt, klärt die erste Testfahrt.

Mit seiner Modellpflege wurde der Luxus-Öko aus München nicht nur ein wenig aufpoliert, er erhielt auch mit dem neuen BMW i3s (2017) einen sportlicheren Ableger. Als würde BMW ein paar Körner Superfood ins vegane Müsli rühren, soll das E-Mobil so die Emotionen schüren und den Fahrspaß steigern – Bodybuilding auf die biologisch-dynamische Tour sozusagen. Die Leistung der E-Maschine steigt von 170 PS beim weiterhin angebotenen Standardmodell des i3 auf jetzt 184 PS, das maximale Drehmoment klettert von 250 auf 270 Newtonmeter. Dadurch verkürzt sich der Sprint von 0 auf 100 km/h um vier Zehntel auf 6,9 Sekunden und das Spitzentempo wird von 150 auf immerhin 160 km/h angehoben. Aber da sich an der Größe des Akkus mit seinen 33 kWh nichts geändert hat, geht dem neuen BMW i3s (2017) nach 280 statt 290 rechnerischen Kilometern der Saft aus – außer, man bestellt die optionale Variante mit dem Range Extender.

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Erste Testfahrt im neuen BMW i3s (2017)

In der Praxis sind die Änderungen wirkungsvoller, als es vom Papier her den Anschein hat: Erstens hat BMW den Drehmomentverlauf so modifiziert, dass der neue BMW i3s (2017) jetzt vor den Toren der Stadt genauso spritzig ist wie in der City. Mit einer nach oben raus deutlich fülligeren Drehmomentkurve ist das Überholen auf der Landstraße keine Geduldsprobe mehr. Zweitens gibt es für den i3 nun einen Sportmodus auf dem Fahrerlebnisschalter. Und drittens hat BMW Hand am Fahrwerk gelegt, die Lenkung neu kalibriert und den Reifen auf den 20-Zoll-Felgen zwei Zentimeter mehr Gummi gegönnt. Die Spur wächst um vier Zentimeter nach außen und das Fahrwerk senkt sich um einen Millimeter ab. Das zahlt sich aus: Fuhr man mit dem i3 bislang immer ein wenig zurückhaltend, bleibt man beim neuen BMW i3s (2017) in den Kurven auf dem Pedal stehen, stürzt sich mit Leidenschaft in Kreisverkehre und heftet sich ohne mit der Wimper zu zucken an die Ideallinie.

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BMW i3s (2017 ) ab 41.150 Euro

Von Tuning würde i-Chef Robert Irlinger zwar nicht sprechen, doch hat BMWi auch an der Optik gefeilt, den neuen BMW i3s (2017) ein bisschen bulliger, breiter gemacht und innen dunkler gestaltet. Auch sonst gibt es ein paar Neuerungen, die für beide Modellvarianten gelten. Künftig strahlt der i3 serienmäßig aus LED-Scheinwerfern, es gibt neue Farben und Materialien und eine neue Generation von Infotainment, an der nur noch der Bildschirm ohne Touchfunktion von gestern ist. Er hat ein bisschen mehr Dampf, er fährt besser und sieht auch danach aus – mit dem S-Modell holt BMW i3 tatsächlich ein bisschen aus der Müsli-Ecke und lässt ihn kerniger und kräftiger auftreten. Doch genau wie im Szene-Café um die Ecke gibt es das Upgrade fürs Öko-Frühstück nicht zum Nulltarif. Wo der normale i3 nach dem Update 37.350 Euro kostet, lassen sich die Münchener den neuen BMW i3s (2017) mit fast 4000 Euro extra bezahlen und verlangt für den i3S stolze 41.150 Euro.

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