Neuer Alfa Romeo Stelvio QV (2017): Erste Testfahrt Gipfelstürmer Stelvio QV angetestet

von Thomas Geiger 12.12.2017

Bei der ersten Testfahrt darf der neue Alfa Romeo Stelvio QV (2017) seine Qualitäten am höchsten Gipfel der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beweis stellen. So dynamisch ist das neue Top-SUV von Alfa!

Sie ist knapp 20 Kilometer lang, hat drei Dutzend Kehren und führt auf den höchsten Gipfel der Vereinigten Arabischen Emirate: Für den neuen Alfa Romeo Stelvio QV (2017) gibt es bei der ersten Testfahrt kaum eine passendere Straße als die Panoramaroute hinauf auf den 1934 Meter hohen Jebel Jais in Dubai. Nicht nur, weil daheim am Stilfser Joch, das dem ersten Alfa-SUV seinen Namen gab, längst Wintersperre herrscht oder weil hier der Sportler unter den SUV seine Talente am besten ausspielen kann. Sondern vor allem, weil die Italiener ihr neues Top-Modell zum Preis ab 89.000 Euro als den perfekten Gipfelstürmer verstehen. Mit verführerischem Design und leidenschaftlichem Antrieb soll der neue Alfa Romeo Stelvio QV (2017) Autos wie dem AMG GLC 63, dem BMW X4M oder dem Porsche Macan Paroli bieten. Das wichtigste Argument bei diesem Angriff auf das Lustzentrum der Autofahrer ist der aus der Giulia bekannte V6-Motor, den Ferrari entwickelt hat. Dank zweier mächtiger Turbos reichen ihm 2,9 Liter Hubraum für imposante 510 PS und 600 Newtonmeter, mit denen das SUV wie ein Rennpferd vor dem Start gierig am Asphalt scharrt.

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Alfa Romeo Stelvio QV (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Alfa Romeo Stelvio QV (2017)

Kein Wunder, dass der neue Alfa Romeo Stelvio QV (2017) – im Sportmodus begleitet von einer großen italienischen Oper aus zwei mächtigen Endrohren – nur 3,8 Sekunden bis auf Tempo 100 braucht und bei Vollgas 283 km/h schafft. Da hat die Konkurrenz bereits die Segel gestrichen und der Rest der Modellfamilie gleich mit. Schließlich war beim Stelvio bislang schon bei 280 PS Schluss. Dazu gibt es einen Allradantrieb, wie ihn keine andere Marke so konsequent auf Fahrfreude getrimmt hat. Schließlich fährt der neue Alfa Romeo Stelvio QV (2017) die allermeiste Zeit als reiner Hecktriebler. Nur wenn die Traktion nachlässt und die Elektronik Schlupf befürchtet, leitet die Kupplung bis zu 50 Prozent der Kraft nach vorn. Das hält den QV sicher in der Spur. Doch bis es soweit kommt, ist der Alfa der leidenschaftlichste, engagierteste und auch agilste Vertreter seiner Art – selbst wenn das Heck bisweilen fast schon zu viel Eigendynamik entwickelt. Dann möchte man den Wildfang etwas fester an die Zügel nehmen, als es bei dem dünnen Lenkrad gelingen mag. Die Agilität des neuen Alfa Romeo Stelvio QV (2017) ist nicht nur eine subjektive Empfindung: Alfa hat auch objektiv beweisen, dass ihr SUV besser ums Eck geht als jedes andere SUV – schließlich haben sich die Italiener mit einer Zeit von 7:51,7 Minuten den Nordschleifen-Rekord für Geländewagen gesichert.

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Mit dem neuen Stelvio geht's bergauf

Alfa Romeo Stelvio QV (2017) im Fahrbericht (Video):

 
 

Stelvio QV (2017) mit Nürburgring-Rekord

So einen guten Job Alfa beim Antrieb gemacht hat, so unauffällig ist der neue Alfa Romeo Stelvio QV (2017). Die Designer haben dem Sportler eigentlich nur Nüstern auf der Haube, eine neue Schürze am Heck und natürlich das Kleeblatt am Kotflügel beschert. Allerdings ist auch schon das Grundmodell eines der schönsten SUV im Segment und muss für mehr Sportlichkeit nicht mehr groß überzeichnet werden. Im Interieur fallen die billig wirkenden Plastikschalter und das fehlende digitale Cockpit, aber auch die hervorragend zupackenden Sportsitze auf: Was nicht schlecht ist bei einem Auto, das Querkräfte aufbaut wie ein Supersportwagen und dabei auf Stelzen steht. Und auch bei der Ausstattung des neuen Alfa Romeo Stelvio QV (2017) gibt es einige Lücken: nur Xenon statt LED für die Scheinwerfer und nur das Minimum bei den Assistenzsystemen. Doch wer fragt schon danach, wenn eine derart heiße Diva aus Italien zum Tanz bittet? Dann hat die Vernunft Pause und der Gasfuß übernimmt das Kommando. Und plötzlich steht das Kleeblatt auf dem Kotflügel nicht nur für einen besonders starken Motor, sondern für ein Symbol des Glücks. Und das erscheint einem mit jeder Kurve hinauf auf den Jebel Jais ein wenig größer.

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