Coronavirus: Auswirkungen auf die Autobranche Restart für Toyota und PSA in Tschechien

von AUTO ZEITUNG 25.05.2020
Inhalt
  1. Auswirkungen des Coronavirus auf die Autobranche
  2. Corona-Krise: So ist die Lage bei BMW
  3. Elektroauto-Hersteller e.Go beantragt Schutzschirmverfahren
  4. FCA-Produktion wieder angelaufen
  5. Ford produziert unter verschärften Hygienemaßnahmen
  6. Tschechisches Hyundai-Werk von Corona betroffen
  7. Mercedes starten Produktionen schrittweise
  8. Corona-Krise: So sieht es beim PSA-Konzern (Peugeot, Citroën, DS, Opel & Vauxhall) aus
  9. Zwölf Renault-Werke von Corona-Krise betroffen
  10. Produktionsstopp: Tesla-Chef Musk will sich Behördenanordnung widersetzen
  11. Toyota hat Werkshallen weltweit geschlossen: Restart ab 11. Mai 2020
  12. Volkswagen-Konzern in der Corona-Krise: Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda & VW
  13. Corona-Krise: VW fährt Produktion nach Restart teilweise wieder herunter
  14. Volvo startet Produktion wieder nach Corona-Pause
  15. Corona: die Lage bei Michelin, Bosch, Continental & ZF

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie für die Autobranche: Zahlreiche Hersteller schlossen ihre Werke und beantragten Kurzarbeit oder entwickeln und produzieren verstärkt medizinisches Gerät und Atemschutzmasken. Nun beginnt die schrittweise Rückkehr in die Produktion. Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

 

Auswirkungen des Coronavirus auf die Autobranche

Die Verbreitung des Coronavirus könnte zu einem Stellenabbau in der Branche führen, befürchtet die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Hildegard Müller. Müller wörtlich: "Wir machen uns Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft." Sie äußerte sich Ende März 2020 im ARD-Morgenmagazin zur aktuellen Situation und lobte dabei die Unternehmen der Automobilbranche für ihren verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern. Auch wenn die Firmen ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen, um Mitarbeiter an Bord zu halten, wollte die VDA-Präsidentin keinen Ausblick auf die Zukunft geben: "Wir möchten uns im Moment noch nicht beteiligen an Spekulationen, wie hoch die Rezession ausfallen wird." Nicht nur die Automobilindustrie muss sich angesichts der Pandemie neuen Herausforderungen stellen: Der Tankstellen-Interessenverband warnt vor einem Tankstellen-Sterben. Wegen der Ausgangsbeschränkungen wird spürbar weniger getankt. Das bringe Tankstellenbetreiber schnell an den Rand der Existenz, so der Verband. Die Betreiber sind meist nur Pächter, Eigentümer hingegen die großen Mineralölgesellschaften. Der Verband fordert daher die Pacht auf null zu setzen, um ein Tankstellen-Sterben wegen der Coronavirus-Pandemie zu vermeiden.

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Corona-Krise: So ist die Lage bei BMW

Bei BMW stand seit dem 18. März 2020 in allen europäischen Werken die Produktion still. Auch die Produktion im südafrikanischen Rosslyn wurde zeitgleich wegen des Coronavirus geschlossen. Das Werk im amerikanischen Spartanburg folgte Ende März 2020. Für rund 20.000 Beschäftigte des Unternehmens in Deutschland wurde Kurzarbeit beantragt. Am stärksten sind davon die Werke in Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig betroffen. Am 6. April 2020 wurde mitgeteilt, dass der Produktionsstopp bis zum 30. April 2020 verlängert wird. Grund sei der weitere Rückgang der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten. BMW nutzte die Pause für Umbauten in den Werken. So wurden die Produktionsstätten in München und Dingolfing für den Anlauf der Elektroautos i4 und iNext vorbereitet. Anders als in den anderen Werken lief im Motorenwerk in Steyr (Österreich) die Produktion bereits am 18. April 2020 wieder an. Am 24. April 2020 teilte das Unternehmen mit, dass man die übrigen Produktionen schrittweise wieder hochfahren möchte. Den Anfang machten am 4. Mai 2020 das Werk im amerikanischen Spartanburg und das Motorradwerk in Berlin. Am 11. Mai 2020 folgen dann die Werke in Mexiko sowie Dingolfing – in letzterem werden allerdings nur einige 100 statt der üblichen 1500 Autos pro Tag gefertigt. Alles Weitere hänge von der Kundennachfrage ab, erklärt Werkleiter Christoph Schröder. Frühestens am 18. Mai 2020 werden das Stammwerk in München und die Fertigungsstätten in Leipig, Regensburg, Rosslyn (Südafrika) und das Mini-Werk in Oxford wieder produzieren. Am 8. April 2020 teilte BMW außerdem mit, dass man auch Atemschutzmasken produzieren wolle. Diese sollen in den eigenen Werken zum Einsatz kommen, aber auch Pflegern und Ärzten zur Verfügung gestellt werden.

 

Elektroauto-Hersteller e.Go beantragt Schutzschirmverfahren

Weil das Coronavirus auch den Betrieb des Aachener Elektroauto-Herstellers e.Go lahmlegt, hat die Firma ein Schutzschirmverfahren zur Rettung des Unternehmens beantragt. Damit bleibt e.Go vom Zugriff der Gläubiger verschont und muss keine Insolvenz anmelden. Das Amtsgericht Aachen hat dem Antrag bereits stattgegeben. Wie bei vielen anderen Autoherstellern hatte das Coronavirus die Autoproduktion ab Mitte März 2020 ins Stocken gebracht. Zuvor hatte e.Go bereits versucht, staatliche Hilfe zu beantragen, was aber daran gescheitert war, dass die Hausbanken bei der Finanzierung Eigenanteile hätten übernehmen müssen. e.Go-Gründer Günther Schuh hofft mithilfe des Schutzschirmverfahrens, keine Arbeitsplätze streichen zu müssen und ab 2021 wieder voll angreifen zu können.

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FCA-Produktion wieder angelaufen

Im FCA-Werk (Fiat-Chrysler-Konzern) Sevel haben am 27. April 2020 rund 6000 Arbeiter die Produktion wieder aufgenommen. Auch konzerneigene Zulieferbetriebe nahmen die Produktion parallel wieder auf. FCA musste wegen der Coronavirus-Pandemie im heimatlichen Italien ordentlich einstecken. Die Schließungen betrafen unter anderem auch die Ferrari-Produktion in Modena. Ebenfalls geschlossen sind die beiden FCA-Produktionsstätten in Polen und Serbien. Um bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie mitzuhelfen, kündigte FCA die Herstellung von mehr als einer Million Atemschutzmasken an. Zudem unterstützen FCA und Ferrari das Unternehmen Siare Engineering bei der Produktion von Beatmungsgeräten.

 

Ford produziert unter verschärften Hygienemaßnahmen

Ford fuhr am 4. Mai 2020 die Produktion in Europa wieder hoch. Damit reagierte man auf die jüngsten Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie. Zunächst sollen die Produktionslinien in Köln, Saarlouis, Valencia und Craiova starten, zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die Motorenproduktion in Großbritannien wieder anlaufen. Zunächst konzentriere man sich auf die Produktion bereits bestellter Fahrzeuge. Die Hygienemaßnahmen wurden im Vorfeld der Wiederaufnahme verschärft. Neben einer Masken-Pflicht und einem vergrößerten Mindestabstand soll bei allen Personen die das Werksgelände betreten die Temperatur gemessen werden. Außerdem produziert Ford bis zu 100.000 Schutzmasken pro Tag selbst, um den strapazierten Markt für Schutzausrüstung nicht zusätzlich zu belasten. Die Ford-Werke waren seit dem 19. März 2020 geschlossen. In den stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen USA soll die Produktion von Ford-Fahrzeugen auch bald wieder anlaufen: Der Hersteller teilte am 8. Mai 2020 mit, dass man die US-Produktion ab dem 18. Mai 2020 schrittweise hochfahren will.

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Tschechisches Hyundai-Werk von Corona betroffen

Im tschechischen Werk von Hyundai war die Produktion des i30 seit dem 23. März 2020 ausgesetzt. Hier arbeiten mehr als 2500 Menschen. Die Schließung wurde zwischenzeitlich bis zum 14. April 2020 verlängert, die Angestellten erhielten während der Produktionsunterbrechung 70 Prozent ihres Durchschnittslohns. Am 14. April 2020 liefen die Bänder wie geplant wieder an. Zwei von drei Schichten sollen zunächst unter verschärften Hygienevorschriften arbeiten. Das Gelände wird unter anderem mehrmals täglich desinfiziert, in der Kantine wurden Trennwände installiert.

 

Mercedes starten Produktionen schrittweise

Mercedes leitete die notwendigen Schritte zum Hochfahren der Produktion nach der Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie ein. Am 20. April 2020 lag der Schwerpunkt zunächst auf der Antriebs- und Getriebetechnik, da die Produktion in anderen Werken auf diesen Bereich angewiesen ist. Es folgte eine schrittweise Aktivierung aller Produktionen, manche zunächst im Einschicht-, andere vom Start weg im Zwei- oder Dreischicht-Betrieb. Um die Gesundheit der Mitarbeiter nicht zu gefährden, hat Daimler einen Maßnahmen-Katalog erarbeitet, der viele Hygienemaßnahmen umfasst. So sollen sich die Mitarbeiter weder in den Umkleiden, noch am Werkstor begegnen. Wer kann, soll weiter im Homeoffice arbeiten. Die weitere Entwicklung werde man von Woche für Woche neu entscheiden, so Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht. Seit Mitte März 2020 blieben die Werkshallen der PKW- und Nutzfahrzeugsparte in ganz Europa geschlossen. Zudem beantragte Daimler für viele Mitarbeiter im Zeitraum vom 6. April 2020 bis voraussichtlich Ende des Monats Kurzarbeit. Der Plan umfasst große Teile der Produktion und der Verwaltung. Wie viele der 170.000 Mitarbeiter tatsächlich von den Plänen betroffen sind, war zunächst nicht klar. Dafür verzichten Vorstände und Aufsichtsräte auf einen Teil ihres Gehalts. Für die restlichen neun Monate des Jahres 2020 soll das Grundgehalt um 20 Prozent geringer ausfallen. Zudem hat man sich auf eine Kürzung beim Gehalt der Führungskräfte der obersten drei Ebenen um zehn Prozent in den nächsten drei Monaten geeinigt. Mercedes möchte die Produktion von Medizingeräten unterstützen und unterbreitete der Medizintechnik-Branche ein Angebot, dass man die 3D-Drucker für die Erstellung wichtiger Bauteile nutzen könne. Die Drucker kommen normalerweise im Prototypenbau und der Kleinserienfertigung zum Einsatz.

Derweil hat das Formel 1-Team Mercedes-AMG F1 bei der Adaption einer Atemhilfe geholfen, die in Großbritannien zum flächendeckend zum Einsatz kommen soll. Das kompakte Gerät erleichtert Patienten mit ernsthaften Lungeninfektionen das Atmen. Die Umsetzung erfolgte in weniger als 100 Stunden. Nach einem Test mit 100 Exemplaren soll das CPAP-Gerät (Continuous Positive Airway Pressure) schon bald in großen Stückzahlen produziert werden und bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie helfen.

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Corona-Krise: So sieht es beim PSA-Konzern (Peugeot, Citroën, DS, Opel & Vauxhall) aus

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte der PSA-Konzern (Peugeot, Citroën, DS, Opel & Vauxhall) seit dem 15. März 2020 Werke in ganz Europa geschlossen. Nun teilt er mit, dass es am 4. Mai 2020 erste Neustarts gegeben habe. In Frankreich seien Wiedereröffnungen ab dem 11. Mai 2020 geplant. Beim Kleinwagen-Spezialisten TPCA liefen am Montag, 25. Mai 2020, die Fließbänder an, wie ein Sprecher des Gemeinschaftsunternehmens aus Toyota und französischer PSA-Gruppe mitteilte. In den ersten Tagen sollen die Mitarbeiter intensiv in den neuen Hygienevorschriften geschult werden. In Kolin, knapp 60 Kilometer östlich von Prag, werden die Modelle Toyota Aygo, Peugeot 108 und Citroën C1 hergestellt. Der von Vorstandschef Carlos Tavares geführte Konzern bekam die Folgen der Pandemie bereits deutlich zu spüren. Der Umsatz war in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,6 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro eingebrochen. Der weltweite Absatz war um gut 29 Prozent auf rund 627 000 verkaufte Fahrzeuge zurückgegangen. Am 18. Mai 2020 nahm das erste deutsche Opel-Werk in Kaiserslautern die Arbeit wieder auf. Die Werke in Rüsselsheim und Eisenach sollen zeitnah folgen. Einen konkreten Fahrplan für das schrittweise Hochfahren der Produktion nannte der Autobauer allerdings noch nicht.

 

Zwölf Renault-Werke von Corona-Krise betroffen

Der französische Autobauer Renault schloss Mitte März 2020 zwölf Fabriken im Heimatland. Rund 18.000 Beschäftigte waren von den Maßnahmen betroffen. Am 22. April 2020 teilte man mit, dass man damit begonnen habe, die Produktion an verschiedenen Standorten wieder hochzufahren. Dies erfolge schrittweise und mit zunächst nur wenigen Mitarbeitern.

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Produktionsstopp: Tesla-Chef Musk will sich Behördenanordnung widersetzen

Nachdem Tesla-Chef Elon Musk zuvor noch davon gesprochen hatte, dass das Werk im kalifornischen Fremont der Arbeit wie gewohnt nachgehe, musste er jetzt den Behörden nachgeben. Die hatten die Elektro-Fabrik als "nicht lebensnotwendiges Unternehmen" deklariert und damit zum Produktionsstopp beim einzigen Tesla-Werk in den USA beigetragen. Nötigenfalls möchte sich Musk aber über die behördliche Anordnungen hinwegsetzen, um die Produktion sofort wieder anzukurbeln. So twitterte der Firmenchef, dass sogar er selbst an der Produktionslinie sein will: "Wenn jemand festgenommen wird, werde ich darum bitten, dass es nur ich bin."

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Toyota hat Werkshallen weltweit geschlossen: Restart ab 11. Mai 2020

Der japanische Hersteller Toyota hat als Reaktion auf die weltweite Coronavirus-Pandemie wie auch viele andere Hersteller seine Werkshallen geschlossen. Nachdem sich die Situation Ende April 2020 entspannt hat, konnte man zunächst die Produktion in Frankreich und Polen wieder hochfahren. Ab 11. Mai 2020 folgen die Werke in Großbritannien und der Türkei. Die Japaner wollen dabei schrittweise verfahren und strenge Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten. Beim Kleinwagen-Spezialisten TPCA liefen am Montag, 25. Mai 2020, die Fließbänder an, wie ein Sprecher des Gemeinschaftsunternehmens aus Toyota und französischer PSA-Gruppe mitteilte. In den ersten Tagen sollen die Mitarbeiter intensiv in den neuen Hygienevorschriften geschult werden. In Kolin, knapp 60 Kilometer östlich von Prag, werden die Modelle Toyota Aygo, Peugeot 108 und Citroën C1 hergestellt.

 

Volkswagen-Konzern in der Corona-Krise: Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda & VW

Bei Audi in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien und Mexiko lief Mitte März 2020 die letzte Schicht. Darüber hinaus beantragte Audi Kurzarbeit für die Beschäftigten der Produktions- und Logistikabteilung. Das Motorenwerk im ungarischen Györ nahm am 14. April 2020 wieder seinen Betrieb auf. Im Audi-Stammwerk in Ingolstadt wurde am 11. Mai 2020 an einem Band zum ersten Mal seit Mitte März wieder im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Ziel seien 900 Autos pro Tag, "fast wie im Normalbetrieb" auf diesem Band. Die zwei anderen Montagelinien, auf denen der A3, A4 und A5 gebaut wird, sollen erst am 26. Mai 2020 im Ein-Schicht-Betrieb anlaufen. In Neckarsulm werden die größeren Baureihen seit einer Woche gebaut, gegenwärtig ebenfalls mit nur einer Schicht. Audi-Chef Markus Duesmann sagte, das Unternehmen tue alles, "dennoch wird uns die Pandemie noch eine Weile begleiten".

Der Sportwagenhersteller Lamborghini produzierte vorübergehend Atemschutzmasken, die man der Poliklinik S. Orsola-Malpighi in Bologna zukommen lässt. Seit dem 4. Mai 2020 gehören auch wieder Sportwagen zu den Produkten, die vom Band rollen.

Porsche fuhr die Produktion in den Werken in Zuffenhausen und Leipzig am 4. Mai 2020 wieder hoch. Die Produktion ruhte aufgrund der Coronavirus-Pandemie seit dem 21. März 2020. Die Pause wurde wegen Engpässen in den globalen Lieferketten zwischenzeitlich verlängert. Ein umfassender Maßnahmenkatalog soll die Gesundheit der Mitarbeiter schützen und einen kontrollierten Wiederanlauf der Produktion ermöglichen. Parallel hilft das Unternehmen mit der Initiative "Porsche hilft" medizinischen Einrichtungen und spendet im Zuge dessen Geld an Krankenhäuser und Lebensmittel an Tafeln. Das Budget wurde jüngst um fünf Millionen Euro aufgestockt.

Auch in den spanischen VW- und Seat-Werken Martorell und Navarra hat es massive Einschränkungen gegeben. Die Spanier starteten am 1. April 2020 die Produktion von Beatmungsgeräten. Eine Montagelinie für den Seat Leon wurde entsprechend umgerüstet. 150 Mitarbeiter sind für diesen Zweck im Einsatz.

Bei Skoda standen die Fließbänder wegen der Coronavirus-Pandemie länger als ursprünglich geplant. Nach Absprache mit der Konzernmutter und der Gewerkschaft Kovo wird der Produktionsstopp in den drei tschechischen Werken Mlada Boleslav, Vrchlabi und Kvasiny bis zum 27. April 2020 verlängert. Seitdem wird die Produktion schrittweise hochgefahren.

VW hat seine Produktion Ende April 2020 an vielen Standorten wieder hochgefahren. Am 20. April 2020 machte das Volkswagen-Werk in Zwickau den Anfang, zusammen mit der Fertigungsstätte in Bratislava (Slowakei). In Zwickau wird der elektrische Hoffnungsträger ID.3 gefertigt, das Werk in der Slowakei nimmt eine Schlüsselrolle im gesamten VW-Konzern ein, weil hier für fünf verschiedene Marken Modelle gefertigt werden und es bei Bedarf Kapazitäten anderer Fabriken aufnehmen kann. Die Werke in Wolfsburg, Emden und Hannover folgten am 27. April 2020. Neue Hygiene-Regeln und umstrukturierte Schichtpläne sollen den Schutz vor dem Coronavirus maximieren. Gute Nachrichten gibt es auch von den Komponentenwerken in Braunschweig, Salzgitter und Kassel, wo man ebenfalls mit einer Wiederaufnahme der Produktion und den Gruppen-internen Zulieferungen starten konnte. Zeitgleich sollen auch die Werke in Portugal, Spanien, Russland mit der Produktion beginnen. Für Mai 2020 ist noch der Start für Südafrika, Argentinien und Brasilien geplant. Den Anfang machte das argentinische Werk am 18. Mai 2020. Das US-amerikanische Werk in Chattanooga (Tennessee) sollte ursprünglich am 3. Mai 2020 die Produktion aufnehmen. Nach neuerlichen Überlegungen verlängert VW den Produktionsstopp in den USA aber noch einmal – wie lange ist noch nicht bekannt. In Mexiko verschiebt sich die Wiederaufnahme der Produktion ebenfalls. Nach Stand vom 8. Mai 2020 sollen die Bänder am 1. Juni 2020 wieder anlaufen.

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Corona-Krise: VW fährt Produktion nach Restart teilweise wieder herunter

Wegen des Verkaufseinbruchs in der Corona-Krise muss Volkswagen die Arbeit nach dem jüngsten Wiederanlauf stellenweise schon wieder herunterfahren. Im Stammwerk Wolfsburg soll die Produktion des kleinen SUV Tiguan sowie des Touran und des Seat Tarraco demnächst an vier Tagen komplett ruhen. Dies gelte für vier Tage im Monat Mai 2020, hieß es aus Unternehmenskreisen. Auch der neue Golf 8 ist betroffen, hier entfallen an den ausgewählten Tagen aber vorerst nur einzelne Schichten. Zudem soll die Möglichkeit von Kurzarbeit mindestens auf den Zeitraum vom 18. bis 31. Mai 2020 erweitert werden. Angemeldet habe man die Option bei der Arbeitsagentur bis Ende Juni 2020. Etwa ein Drittel der rund 80.000 Beschäftigten, für die in Deutschland bisher eine verringerte Arbeitszeit angezeigt wurde, seien noch nicht zurückgekehrt, heißt es in einem Interview mit dem Manager Arne Meiswinkel im VW-Intranet. Derzeit wird dem Vernehmen nach bei der VW-Kernmarke mit Kapazitäten zwischen 35 und 50 Prozent gearbeitet.

 

Volvo startet Produktion wieder nach Corona-Pause

Auch beim schwedischen Hersteller Volvo lag die Produktion in Schweden, Belgien und den USA bis auf Weiteres still. Rund 25.000 Mitarbeiter waren von den Maßnahmen betroffen. Ende April 2020 liefen die Bänder in Schweden und Belgien wieder an, das Werk in den USA soll im Mai folgen.

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Corona: die Lage bei Michelin, Bosch, Continental & ZF

Auch Zulieferer und andere Konzerne der Automobilbranche trifft die Pandemie. Der französische Reifenhersteller Michelin schloss Werke in Spanien, Frankreich und Italien. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch fuhr an 35 Standorten in Deutschland die Produktion weitestgehend herunter. Ähnliches gilt auch für Continental und ZF.

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