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BMW Z4/Audi TT/Mazda MX-5/Mercedes SLK: Vergleich

Fährt der Z4 den Roadstern davon?

Fahrdynamik

Das klassische Roadster-Rezept für viel Fahrspaß ist relativ simpel abgeschmeckt: kraftvoller Frontmotor gepaart mit lebendigem Heckantrieb. BMW, Mercedes und Mazda halten sich auch stur an diese Vorgabe. Nur Audi geht mit quer eingebautem Motor und Frontantrieb eigene Wege. Die Dominanz der leistungsstärkeren Allradversionen des TT ist damit gebrochen. Trotzdem behauptete sich der Ingolstädter im Vergleich mit den Hecktrieblern ausgesprochen gut. Nur aus sehr engen Kehren heraus muss die Traktionskontrolle, die über Bremseingriffe feinfühlig die Leistung reguliert, zeigen, was sie kann. Vergleich: Vier rivalisierende Kompakt-SUV

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Schnellere Passagen quittiert der Audi, bei dem stolze 60 Prozent seines Gewichts auf der Vorderachse lasten, zwar mit spürbar mehr Untersteuern als seine heckgetriebenen Konkurrenten, aber dafür extrem sicher. Dazu tragen nicht zuletzt die üppigen 17-Zoll-Räder einen großen Teil bei. Beim BMW hingegen verteilt sich die Last mit 47 Prozent vorn und 53 Prozent hinten deutlich besser. Der Z4 profitiert im Vergleich zudem von seinem leichten, weit hinten eingebauten Vierzylinder-Turbo. Über 100 Kilogramm weniger an der Vorderachse gegenüber dem Audi lassen ihn erstaunlich willig einlenken. Die Untersteuertendenz der Z4-Modelle mit Sechszylinder ist ihm fremd. Zudem lässt sich die Kraft des 18i extrem feinfühlig übers Gaspedal dosieren. Ergebnis: Bei abgeschaltetem DSC (ESP) bleibt der BMW trotz leichten Übersteuerns extrem gut kontrollierbar. Vergleich: Fünf Breitensportler am Limit

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Auch der Mazda vertraut auf diese Philosophie. Seine Grenzen erreicht er jedoch deutlich früher als der BMW-Roadster. Der gegenüber dem Z4 um 320 Kilogramm leichtere Japaner folgt jedem Richtungsbefehl ohne Verzögerung. Der Grip an der Hinterachse reißt allerdings deutlich früher ab als beim BMW Z4. Bei abgeschaltetem DSC bedeutet das viel Fahrfreude – auch weil der leichte Mazda, dirigiert über die ausgesprochen mitteilsame Lenkung, jederzeit problemlos sicher zurück in die Spur findet. Sind die Regelsysteme jedoch scharf, bremsen sie den MX-5 im Vergleich mit den sensiblen Systemen der Konkurrenz erheblich heftiger ein. Wie auf Schienen absolviert der Mercedes seine Runden auf dem Handlingparcours. Die 245er-Bereifung an der Hinterachse sorgt für extrem viel Traktion, und die Lenkung findet den richtigen Kompromiss aus Rückmeldung und Souveränität. Spielerisch lässt sich der SLK so um enge Ecken treiben und durch lange Kurven hetzen. Lastwechselreaktionen wie sie beim Mazda und im geringeren Maße auch beim BMW zutage treten, verkneift er sich. Das ohnehin nicht vollständig abschaltbare ESP arbeitet im Grenzfall sehr unaufgeregt. Am Ende ist es deshalb der SLK, der sich nicht nur wegen seines kraftvollen Antriebs in der Fahrdynamik den Kapitelsieg sichert. Mini-SUV im Vergleich: Mazda CX-3/Fiat 500X/Suzuki Vitara

FahrdynamikMax. PunkteMercedes SLK 200 BlueEFFICIENCYBMW Z4 sDrive18iAudi TT Roadster 1.8 TFSI S tronicMazda MX-5 2.0
Handling15083818078
Slalom10070716870
Lenkung10086888487
Geradeauslauf5043404240
Bremsdosierung3021222122
Bremsweg kalt15092968597
Bremsweg warm15094848793
Traktion10047473744
Fahrsicherheit150131130132125
Wendekreis2014131416
Kapitelbewertung1000681672650672
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Umwelt & Kosten

Roadster kauft man sich mit dem Bauch und nur selten mit dem Verstand. Das wissen die Hersteller und lassen sich ihre Produkte teuer bezahlen. Und so hat Mercedes keine Skrupel, für den Basis-SLK bereits fast 40.000 Euro aufzurufen. Inklusive Testwagen-Optionen bringt er es auf stolze 40.847 Euro. Erfreulich ist jedoch, dass Mercedes für den SLK die umfangreichste Multimedia-Ausstattung anbietet – vieles davon allerdings gegen Aufpreis. Der Audi ist mit S-tronic über 4000 Euro preiswerter und der noch günstigere BMW Z4 im Vergleich dazu fast schon ein Schnäppchen. Aber nur bei Mazda erhält man echtes Roadster-Feeling für unter 30.000 Euro. Und auch bei den Garantien gehen die Japaner deutlich stärker auf die Kundschaft zu als die deutschen Hersteller. Etwas mehr Vertrauen in die eigenen Produkte stünde Audi, BMW und Mercedes gut. Vergleich: Erster Check C 63 gegen BMW M4

Kosten / umweltMax. PunkteMercedes SLK 200 BlueEFFICIENCYBMW Z4 sDrive18iAudi TT Roadster 1.8 TFSI S tronicMazda MX-5 2.0
Bewerteter Preis675154178170208
Wertverlust5014181620
Ausstattung2520202020
Multimedia5031252120
Garantie/Gewährleistung5027202833
Werkstattkosten2013141515
Steuer109998
Versicherung4034363637
Kraftstoff5536383938
Emissionswerte2522222222
Kapitelbewertung1000360380376421
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes SLK 200 BlueEFFICIENCY

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0-100 km/h in 7.70s

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Preis 40.847,00 €

BMW Z4 sDrive18i

PS/KW 156/115

0-100 km/h in 8.00s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 221 km/h

Preis 34.500,00 €

Audi TT Roadster 1.8 TFSI S tronic

PS/KW 160/118

0-100 km/h in 7.70s

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Spitze 223 km/h

Preis 36.590,00 €

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0-100 km/h in 7.30s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 213 km/h

Preis 28.690,00 €