Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid: Test

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Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Volvo

Garanten des Erfolgs: gelungenes Design und satte Proportionen.

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Volvo

Hinter dem XC­60 T8 Twin Engine verbirgt sich ein Plug-in-Hybrid, dessen ...

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Volvo

... Kombination aus Vierzylinder-Benziner und E-Motor 407 PS erzeugt.

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Volvo

Gute Verarbeitung, hochwertige Materialien und ein schickes Design kennzeichnen das Volvo-Interieur.

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Volvo

Zwei-Motoren-Konzept: Vorn treibt ein Vierzylinder-Turbo mit Kompressor (320 PS) die Vorderräder an. An der Hinterachse arbeitet ein E-Motor (87 PS). Zwischen den Achsen: die Lithium-Ionen-Batterie mit 10,4 kWh.

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Daniela Loof

Das Kombiinstrument zeigt die einzelnen Antriebszustände, die elektrische und die Gesamtreichweite an.

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid Foto: Daniela Loof

Der Fahrer hat die Wahl zwischen sechs Fahrmodi, die im Display aufgelistet werden.

Hinter dem XC60 T8 Twin Engine verbirgt sich ein Plug-in-Hybrid, dessen Kombination aus Vierzylinder-Benziner und E-Motor 407 PS erzeugt – Kraft in allen Lebenslagen ist also garantiert. Unser Test soll zeigen, ob der Aber XC60 T8 auch als Alternative zum Diesel taugt.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Schon lange wird über Plug-in-Hybride gesprochen, aber so richtig Fahrt haben sie nie aufgenommen, und ihr Wirkungsgrad gilt als überschaubar. Doch vor dem Hintergrund der Dieselkrise stellt sich die Frage: Sind sie eine Alternative? Eines vorweg: Das Fahren eines Plug-in-Hybriden erfordert mehr Nachdenken als das eines Diesels. Während man mit dem Selbstzünder einfach bis zur nächsten Tankstelle fährt, sollte man beim T8 genau überlegen, welchen der insgesamt sechs Fahrmodi man wählt, um entweder möglichst zügig oder möglichst sparsam – sprich mit maximal elektrischer Reichweite – unterwegs zu sein.. Im Modus Pure fährt der T8 rein elektrisch. Selbst inklusive Autobahnfahrt, meist zwischen 100 und 120 km/h, erzielt der XC 60 trotz eingeschalteter Klimaanlage im Test eine Reichweite von rund 45 km und erreicht dabei sogar eine Höchstgeschwindigkeit von 128 km/h. Erst bei diesem Tempo schaltet sich der Verbrenner ein. Grundeinstellung ist jedoch der Hybridmodus, in dem der Volvo je nach Fahrsituation, Ladezustand und Leistungsanforderungen die Antriebsart selbst wählt, wobei der hintere E-Antrieb nur bis 170 km/h arbeitet. Das Umschalten zwischen E- und Vierzylinder-Antrieb geschieht sanft mit Hilfe eines Starter-Generators, der zwischen Verbrenner und Getriebe sitzt und auch als Unterstützung beim Beschleunigen (Boost-Funktion) sowie zur Energieerzeugung dient. Zudem stehen ein Power und ein Batterie-Save-Modus sowie zwei AWD-Programme für langsame Fahrt zur Verfügung. Trotz der Allrad-Funktion zeigt der T8 in unserem Test bei voller Leistung Traktionsprobleme, speziell bei Nässe. Überhaupt neigt er bei schneller Fahrweise zum Untersteuern und fährt sich dabei tendenziell eher wie ein Fronttriebler.

Der Volvo XC60 im Video:

Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid im Test

Mit einem Sprint in 5,6 s auf Tempo 100 und 230 km/h Spitze ist er aber keineswegs langsam. Und man kann auch vorzüglich im XC 60 reisen und cruisen. Die straff gepolsterten, bequemen Sitze mit guter Schulterabstützung gestalten selbst längere Fahrten angenehm. Das aufgeräumte, cool designte, übersichtliche Armaturenbrett, die gute Verarbeitung und die hochwertigen Materialien dokumentieren die schwedische Interpretation von Premium. Grundsätzlich komfortabel abgestimmt, gibt der T8 in unserem Test aber gröbere Straßenunebenheiten trocken an die Insassen weiter. Gewöhnungsbedürftig ist auch die Bedienung per Touchscreen: Hier sind viele Funktionen in Untermenüs versteckt – und auch die Kartendarstellung können andere Hersteller besser. Volvo-typisch ist der XC 60 schon ab Werk mit vielen Sicherheitsassistenten ausgestattet, unter anderem mit dem City-Safety-System zur Kollisionsvermeidung samt Kreuzungs-Bremsassistenten und Lenkunterstützung bei Ausweichmanövern, einem Spurhalteassistenten, der Verkehrszeichenerkennung, einem Aufmerksamkeitswarner und einem Schleudertrauma-Schutzsystem. Der Grundpreis von 69.270 Euro ist happig – der Testwagen schlägt sogar mit über 93.000 Euro zu Buche. Für ein Midsize-SUV zweifelsohne viel Geld. Wer den Plug-in als Powerkombination kauft, hat im XC 60-Modellprogramm dazu keine Alternative. Außerdem ermöglicht nur der T8 das emissionsfreie elektrische Reisen mit einer Reichweite, die für das Fahren in Städten deutlich ausreicht. Der D5, stärkster XC 60-Diesel im Motorenprogramm, leistet 235 PS. Sein EU-Verbrauch liegt bei 5,5 Litern, doch in der Praxis dürfte er den Hybriden klar unterbieten. Und mit einem Grundpreis von 52.600 Euro ist er rund 17.000 Euro günstiger. Für diese Differenz gibt es schon fast ein kleines E-Auto.

Technische DatenVolvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
Motor4/4, Turbo
Hubraum1969 ccm
Leistung320 PS
Maximales Drehmoment400 Nm
E-MotorSynchronmotor
Leistung E-Motor87 PS
Maximales Drehmoment E-Motor240 Nm
Systemleistung407 PS
Systemdrehmoment640 Nm
BatterieLithium-Ionen, 10,4 kWh
Ladezeit3,0 h (16 A/230 V)
Getriebe8-Stufen-Automatik
Antriebvariabel
0-100 km/h5,6 s
Höchstgeschwindigkeit230 km/h
Leergewicht2151 kg
L/B/H in mm4688/1902/1658
Kofferraum505-1432 l
Testverbrauch9,8 l S + 4,5 kWh
Grundpreis69.270 Euro
Volvo XC60 T8 Plug-in-Hybrid
PositivÜberragende Fahrleistungen plus elektrische Reichweite bis über 45 km
NegativAllrad nur bis 170 km/h, hoher Grundpreis

Fazit

Der Volvo XC60 T8 glänzt im Test mit hervorragende Fahrleistungen, gepaart mit vielen Sicherheitssystemen und guter Verarbeitung. Der Durchschnittsverbrauch von 9,8 Litern – kombiniert mit Hybrid-Power – geht in Ordnung.