The Grand Tour: Kommentar (Pro/Contra) Kann The Grand Tour Boote? Zwei Meinungen!

von AUTO ZEITUNG 17.12.2019

Zum Auftakt der vierten Staffel schippern die drei Moderatoren Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond durch Vietnam. Muss das sein? Darüber streiten Victoria Zippmann und Alexander Koch. Pro & Contra im Kommentar!

 

Alexander Koch zu Booten in "The Grand Tour": Schuster, bleib bei deinen Leisten

"Ernsthaft, Boote?" Wer wie ich schon monatelang auf neue Folgen von "The Grand Tour" gespannt war, musste sich bei der Ankündigung zu "Seaman" wie im falschen Film vorkommen. Und der Streifen wollte einfach nicht enden! Meinen Irritationen zum Trotz gab ich nämlich meinen britischen Buddies doch noch eine Chance, auch jenseits von Straßen und Rädern zu überzeugen. Wie bezeichnend, dass Hammond und May gleich zu Beginn des Specials mit Clarkson über die Sinnhaftigkeit, mit Booten fahren zu wollen, debattieren. Und eben jener Zweifel bleibt nicht nur bei mir als Zuschauer, sondern auch bei dem Moderatoren-Trio haften. Während sich Clarkson an seinem Kriegsschiff-Nachbau mit V8- und Jet-Antrieb ergötzt, wirken Hammonds und Mays Erklärungen zu ihren Wasserfahrzeugen geradezu lustlos. Hammond, der in sonstigen Folgen vor Energie nur so sprüht. Und May, der oft mit Monolog-artigen Redeschwällen die Besonderheiten seines Autos und nebenbei auch Gott und die Welt erklärt! Passend, dass gerade diese beiden zumindest gefühlt über die Hälfte des Films von Vietnamesen abgeschleppt werden. Noch vor dem Ende habe ich die Glotze wieder ausgemacht, erschreckenderweise genauso emotionlos. Liebes Grand-Tour-Trio, ich schaue euch wirklich gerne – am liebsten mit Autos, aber auch mit Mofas, mit Lkw oder – apropos Klimawandel, lieber Jeremy – mit Elektroautos. Aber Boote? Nein, danke!

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Victoria Zippmann: Kritik an Clarkson, May & Hammond ist normal

"The Grand Tour" hat uns pünktlich zur Weihnachtszeit ein neues Special beschert. "Seamen" – so der Titel des Films – hat von Anfang an Skepsis hervorgerufen. Keine Autos, sondern Boote, bei gewohnter Besetzung – was kann da schiefgehen? Drei Männer mittleren Alters machen sich auf eine Reise durch schwieriges Terrarin, leiden, fluchen und quälen sich auch noch gegenseitig. Wer etwas anderes erwartet, der hat das Konzept von "The Grand Tour" nicht verstanden. Und wem die Autos fehlen, den erinnere ich gerne daran, dass Clarkson, Hammond und May bereits Specials ohne Autos gedreht haben – man denke da an die Moped-Tour ebenfalls durch Vietnam. Dass ein Special mal nicht kritisiert wird, gab es ohnehin noch nie. Manche Dinge kann man aber einfach nicht ins Drehbuch schreiben, etwa die wahre Begeisterung für Boote, die offensichtlich zwei Dritteln des Moderatoren-Teams fehlte. Trotzdem ist "Seamen" ein Film mit großem Unterhaltungspotential und ein guter Grund, nicht nur das Comeback von "The Grand Tour" zu feiern, sondern sich auf weitere Specials zu freuen, dann auch wieder mit Autos.

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