Neuer Lexus ES 300h (2018): Erste Testfahrt So komfortabel und geräumig ist der neue ES

von Volker Koerdt 11.06.2018

Der neue Lexus ES 300h (2018) löst in Deutschland den GS ab. Die Oberklasse-Limousine punktet vor allem mit Komfortabilität und einem gutem Platzverhältnis. Die erste Testfahrt!

Der neue Lexus ES 300h (2018) setzt auf Hybrid-Antrieb. Die Luxusmarke von Toyota – maßgeschneidert für US-Kunden – definiert sich, anders als die deutsche Premium-Konkurrenz, nicht über Diesel-Power oder Sportlichkeit. Der ES 300h wird von einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Sauger (178 PS) und einem E-Motor angetrieben. Die Systemleistung beträgt 218 PS. Die Fahrleistungen der 1740 Kilogramm schweren Limousine sind für gediegenes Gleiten gedacht: Der Sprint von 8,9 Sekunden auf Tempo 100 und eine abgeregelte Spitze von 180 Stundenkilometern führen den Fahrer nicht in Versuchung zu heizen. Die fast fünf Meter lange Limousine verwöhnt mit anderen Tugenden: Dank eines Radstands von fast 2,90 Metern verwöhnt der neue Lexus ES 300h (2018) mit einem großen Raumangebot. Insbesondere hinten sind die Platzverhältnisse nahezu üppig, der Abstand von der Rücksitzlehne bis zum Vordersitz beträgt 1025 Millimeter. Platz für die Beine also im Übermaß. Lediglich großgewachsene Personen stoßen im Fond bei der coupéhaft geschnitten Limousine mit dem Kopf an das Dach. Fahrer und Beifahrer ruhen in gut geschnittenen und komfortablen Ledersitzen mit guter Schulterabstützung.

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Erste Testfahrt mit dem neuen Lexus ES 300h (2018)

Viel Mühe gaben sich die Ingenieure des neuen Lexus ES 300h (2018) bei der Abstimmung des Fahrkomforts und des Geräuschpegels. Tatsächlich ist die Geräuschdämmung à la bonne heure und erlaubt ohne Anstrengung eine gepflegte Konversation im Auto. Der Fahrer blickt auf ein Cockpit und einen Innenraum mit hochwertigen Materialien und guter Verarbeitung mit handvernähtem Leder. Das 260 Millimeter große Head-up-Display ist derzeit weltweit das Größte. High-End der Extraklasse bietet das Mark Levinson Premium Audio-System mit 17 Lautsprechern, das gegen Aufpreis erhältlich ist. Die Anlage lässt sich, wie das gesamte neue Multimedia-System, über ein Touchpad bedienen. Wer mit der vorderradangetriebenen Limousine auf Reisen gehen möchte, darf den Kofferraum zu seinen Freunden zählen: 454 Liter Ladevolumen erlauben das Mitnehmen von mehreren Reisetaschen und Koffern. Wer sich außerdem für den neuen Lexus ES 300h (2018) als Hybrid entscheidet, will meist sparsam unterwegs sein. Als Verbrauch gibt Lexus 4,7 Liter auf 100 Kilometern an – dies entspricht einem CO2- Ausstoß von 106 g/km. Bei der Batterie vertraut der Autobauer noch auf eine Nickel-Metallhydrid-Batterie und verzichtet aus Gründen der Dauerhaltbarkeit auf Lithium-Ionen-Akkus, so die Aussage der Lexus-Ingenieure. Übrigens: Wer eine etwas sportlichere Fahrweise liebt, kann auch den F-Sport ordern, der zwar nicht über eine Mehrleistung verfügt, aber auf 19-Zöllern rollt (Serie: 18 Zoll). Das Fahrwerk ist mit McPherson-Federbeinen vorn und Doppelquerlenker-Hinterachse straffer abgestimmt und der F-Sport bringt auch eine direktere Lenkung mit. Zudem hat der F-Sport adaptive Dämpfer.

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Neuer Lexus ES 300h (2018) ab unter 50.000 Euro

Der neue Lexus ES 300h (2018) soll voraussichtlich ab Frühjahr 2019 in Deutschland auf den Markt kommen. Preis: knapp unter 50.000 Euro. Die anvisierte Zielgruppe sind überwiegend gut verdienende Männer über 40 Jahre alt. Das sind Käufer, die sich bewusst differenzieren wollen, die den riesigen Kühlergrill und das exaltierte Design des Japaners lieben, gleichzeitig umweltbewusst und technikaffin sind. Denn auch technisch steckt im Lexus ES 300h viel drin. Der Vierzylinder arbeitet, wenn möglich, im Atkinson-Zyklus, bei dem zu Beginn des Verdichtungstakts die Ventile noch geöffnet sind. Das verbessert den Wirkungsgrad und reduziert den Verbrauch. Bei der Karosserie wurde auf Leichtbau geachtet: Die Mischbauweise aus Aluminium und hochfesten Stählen führt dazu, dass der Lexus nur 1740 kg auf die Waage bringt. Für eine Limousine dieser Größe ein guter Wert. Die Stoßdämpfer haben eine selbsttätige Regelung, die die hydraulischen Strömugsverhältnisse im Dämpfer beeinflusst und damit das Ansprechen besonders bei niedrigem Tempo verbessert. Zudem ist der Motor in aktiven, vibrationsreduzierenden Lagern aufgehängt. Beide Maßnahmen sind dazu angetan, der Geräuschgruppe und den Fahrkomfort des neuen Lexus ES 300h (2018) zu verbessern.


 

von Volker Koerdt von Volker Koerdt
Unser Fazit

Mit dem Hybrid will Lexus eine Alternative zum derzeit stark in die Defensive gedrängten Diesel bieten. Doch gibt es zu vergleichbaren Preisen bereits Plug-in-Hybrid-Modelle mit deutlich größerem elektrischen Aktionsradius von Volvo oder VW, um nur einige zu nennen. Aber wer Lexus fährt, entscheidet sich ganz bewusst für das Besondere.

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