Hof Sir Class: G-Klasse huldigt Lewis Hamilton

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Hof Sir Class Mercedes-AMG G in der Frontansicht, schräg, mit Rauch im Hintergrund.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Wenn der Hof Sir Class Mercedes-AMG G seinen 1063 PS freien Lauf lässt, raucht es. Nur elf Exemplare des zu Ehren von Lewis Hamilton geschaffenen Über-Allradlers sollen gebaut werden.

Seitenansicht des Hof Sir Class Mercedes-AMG G.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Mit einem 23-Zöller als Ersatzrad an der Hecktür wären wahrscheinlich die Proportionen der G-Klasse aus dem Gleichgewicht geraten. Hof verzichtet also darauf.

Heckanischt des Hof Sir Class Mercedes-AMG G.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Das H-Logo könnte auch als Hommage an Lewis Hamilton verstanden werden. Es ziert aber auch die anderen Kreationen der Sindelfinger Manufaktur.

Heckansicht des Hof Sir Class Mercedes-AMG G, schräg.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Die Schmiederäder verbergen sich hinter Carbonkappen. Auch die Bremsen sind aus Carbon-Keramik.

Cockpit des Hof Sir Class Mercedes-AMG G.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Einzigartig in einer G-Klasse ist das Lenkrad. In Anlehnung an die Formel 1 ist es nahezu rechteckig.

Detailansicht des Lenkrads des Hof Sir Class Mercedes-AMG G.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Das kleine Volant verbreitet Rennatmosphäre. 

Hof Sir Class Mercedes-AMG G, schwarze Frontsitze.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Für eine getunte G-Klasse dieses Kalibers kommt das Interieur ansonsten beinahe nüchtern daher.

Hof Sir Class Mercedes-AMG G mit grünem Fahrersitz.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Auf Wunsch darf man den Sonderstatus des Piloten auch mit einer anderen Sitzfarbe unterstreichen.

Frontansicht des Hof Sir Class Mercedes-AMG G, schräg.
Hof Sir Class Mercedes-AMG G Foto: Hof-Manufaktur

Je nach Lichteinfall changiert der Lack zwischen Silber und Schwarz.

Wenn ein Flughafen, ein Stadion oder ein Auto nach einem Superstar benannt wird, ist letzterer zumeist tot. Lewis Hamilton bekommt schon zu Lebzeiten "seine" Mercedes G-Klasse, dem Champion zu Ehren in Hof Sir Class umgetauft.

Lewis Hamilton steht bereits bei Ferrari auf der Gehaltsliste. Seine leuchtende Karriere beim Mercedes-Rennstall wirft aber noch immer ihre Schatten: Einen besonders kantigen Umriss hinterlässt die jüngste Kreation der Hof-Manufaktur, vormals als Hofele-Design bekannt. Die Sindelfinger Tuningschmiede hat einen Mercedes-AMG G 63 zum rollenden Bollwerk für den zum Sir geadelten Formel 1-Champion aufgebrezelt. Mit sage und schreibe 1063 PS (782 kW) unter der hausgemachten Carbonhaube. Sein Name: Hof Sir Class.  
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Der Mercedes G 580 EQ (2024) Fahrbericht im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Unter der Carbonmotorhaube der G-Klasse halten 1063 PS Hof

In der von extrabreiten Brabus- und Mansorygetunten G-Klassen dominierten Szene geht die Hof Sir Class beinahe als zurückhaltend durch. Das große H-Logo kann als Ode an den siebenfachen Weltmeister Hamilton verstanden werden, ziert aber auch die anderen Schöpfungen der Manufaktur Hof. Der Lack changiert je nach Lichteinfall von Silber bis Schwarz. Zierlinien und Logos in Türkis, der Hausfarbe des Mercedes-Langzeitsponsors Petronas, kontrastieren mit verschiedenen Grauschattierungen. Falls dem Biturbo-V8 beim Durchbeschleunigen der Zylinderkopf rot anläuft, kann er sich über den breiten Grill und einen diskreten, aber gigantischen Lufteinlass im Stoßfänger Frischluft abholen und über die nicht weniger enormen Auslässe in der Motorhaube Dampf ablassen.

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Auslassseitig besonders auffällig sind die weißen Sidepipes aus Keramik. Hier wird nach guter Dragster-Sitte im 90 Grad-Winkel zur Fahrtrichtung ausgepufft. Die armdicken Auspuffenden wirken fast wie die Heckstrahlruder eines Bootes, mit denen man per Gasstoß von der linken auf die rechte Autobahnspur wechseln kann. Im Normalfall dürfte die Hof Sir Class links unterwegs sein. Bei freier Sicht und Fahrt soll sie mit bis zu 300 km/h so manchem ICE das ersatzradlose Heck zeigen. Beim Beschleunigen sieht das Flaggschiff der DB ohnehin kein Land: 3,5 s von null auf 100 km/h sind ein Stresstest für jedes Straßenbauamt, das um die Gesundheit seines Asphaltbands fürchtet.

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Das rechteckige Lenkrad verbreitet Rennatmosphäre

Um die furiose Fuhre in der Spur zu halten, hat Hof das Fahrwerk um 30 mm tiefer gelegt. Die Radhäuser beherbergen Aluminium-Schmiederäder im Format 23 Zoll. Sie sind außen mit Carbonkappen versehen. Und auch auf der Innenseite kommt Kohlenstoff zum Einsatz: Die Carbonkeramik-Bremsscheiben sollen renntaugliche Verzögerungen ermöglichen. Am Lenkrad dürfte sich Sir Hamilton beinahe heimisch fühlen. Die Instrumente sind schnörkellos volldigital und das nahezu rechteckige Lenkrad verbreitet Rennatmosphäre. Da fehlt außer einem DRS eigentlich nicht mehr viel, um sich fürs Qualifying anzustellen. Gegenüber einem lupenreinen F1-Boliden hat die Sir Class allerdings noch einige Vorteile. Auf ihren handgenähten Polstersitzen nehmen bequem fünf Personen Platz, verwöhnt durch Klimaanlage und allerlei Luxus. Sogar ein Kofferraum ist mit an Bord. Und dank des Allradantriebs ist das Rennen auch nach einem Ausflug ins Kiesbett noch nicht vorbei. Deutlich günstiger als Hamiltons Dienstfahrzeug ist die kantige Kiste obendrein. Man munkelt von einem Basispreis von 690.000 Euro. Dafür bekommt man in der Formel 1 noch nicht einmal ein Getriebe.