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BMW i8 Roadster: Test BMWs Elektro-Sportler getestet

von Volker Koerdt 15.03.2019

Den BMW i8 als Roadster im Test: Wenn der Hybrid-Sportler einen Sinn hat, dann vor allen Dingen offen gefahren zu werden. Denn Cruisen macht mit ihm eine Menge Spaß!

Der BMW i8 Roadster hat sich unserem Test unterzogen. Es ist mucksmäuschenstill, du hörst das Zirpen der Grillen, das Rauschen des Windes in den Gräsern, über dir der blaue Himmel. Fahren kann so leise sein. Wenn sich der Sportler offen im Elektromodus bewegt, genießt man tatsächlich die Stille. Und dieses Dahingleiten passt zum Charakter des i8 Roadster am besten. Zwar ist der 155.000 Euro teure Roadster mit Beschleunigungswerten von fünf Sekunden auf Tempo 100 und 250 km/h Spitze ein Sportwagen mit guten Fahrleistungen, aber ein Supersportler ist er eben nicht. Obwohl das Karbon-Chassis eine Steifigkeit für die Ewigkeit besitzt, was selbst dem Roadster blendende Voraussetzungen für dynamisches Fahren beschert. Die schmalen Reifen gebieten der schnellen Fahrt allerdings Einhalt: 215er-Bereifung vorn – da bietet selbst ein VW Golf GTI mehr. In schnell gefahrenen Kurven untersteuert der BMW i8 Roadster dann auch deutlich. Der 1,5-Dreizylinder-Turbo und der 105 kW starke E-Motor harmonieren gut miteinander. Die Systemleistung von 374 PS und 570 Newtonmeter maximales Drehmoment sorgen auch bei Überholvorgängen für zügigen Antritt. Der i8 Roadster verfügt über zwei einstellbare Fahrmodi: Komfort und Eco. Auf den früheren Sportmodus des Coupés wird hier verzichtet. Im Eco-Bereich versucht der i8, so oft wie möglich im Elektromodus zu bleiben. BMW gibt die elektrische Reichweite mit über 50 Kilometer an. Im Test der AUTO ZEITUNG überbrückte der i8 Roadster elektrisch eine Distanz von 41 Kilometer.

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Der BMW i8 im Video:

 
 

Der BMW i8 Roadster im Test

Die bequemen Sitze und das angenehme Geräuschniveau prädestinieren den BMW i8 Roadster auch für Reisen. Allerdings schränken das straff abgestimmte Fahrwerk und auch das Karbon-Chassis das Komfortvergnügung ein: Karbon hat aufgrund seiner Steifigkeit kaum schwingungsdämpfende Eigenschaften und überträgt deshalb Schläge stärker als eine Karosserie aus Stahl oder Alu. Vor einer Urlaubsfahrt nach Italien sollte man auch überlegen, wie viel Gepäck man mitnimmt – sonst muss auf der Rückfahrt auf die obligatorische Kiste Wein verzichtet werden. Da das Verdeck seinen Platz braucht, offeriert der Kofferraum gerade mal 88 Liter. Allerdings gibt es noch eine Ablage hinter den Sitzen. Das Coupé verkaufte sich bislang nur schleppend, vielleicht ist dem BMW i8 Roadster mehr Glück beschieden. Er ist formal gelungen und zieht immer wieder die Blicke der Passanten auf sich. Gerade der Roadster hat als Hybrid-Sportler eine Alleinstellung, es gibt kein vergleichbares Angebot. Und so hat der Frischluft-Bayer das Zeug dazu, der erste Klassiker der Elektromobilität zu werden.

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Technische Daten BMW i8 Roadster

 BMW i8 Roadster
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4
Hubraum1499 ccm
Leistung Benziner231 PS
Leistung E-Motor143 PS
Max. Gesamtdrehmoment570 Newtonmeter
Getriebe/Antrieb6-Stufen-Automatik /Allradantrieb
Beschleunigung 
0 - 100 km/h5,0 s
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Leergewicht1595 kg
Bremsweg aus 100 km/h warm33,9 m
Verbrauch(Test)7,3 l S &4,0 kWh/100 km
CO2-Ausstoß46 g/km
Grundpreis155.000 Euro

von Volker Koerdt von Volker Koerdt
Unser Fazit

Für Avantgardisten und Fans der Elektromobilität ist der exaltierte BMW i8 Roadster genau das Richtige. Und wenn dann noch Cruisen statt Racen Priorität hat, macht der 155.000 Euro teure BMW durchaus Spaß.

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