VW Polo 6 (2017): Preis, Technik & Ausstattung Der neue Polo spielt Golf

von Thomas Geiger 16.06.2017
Inhalt
  1. Preis: VW Polo 6 (2017) ab 12.975 Euro
  2. Markstart des VW Polo 6 ist Ende 2017
  3. VW Polo 6 (2017) kommt auch als SUV

Der sechste und neue VW Polo 6 (2017) kommt nicht nur als Fünftürer, sondern auch als GTI und SUV. Jetzt stellen die Wolfsburger ihren neuen Kleinwagen vor, zeigen erste Fotos und verraten den Preis!

Der frisch vorgestellte VW Polo 6 (2017) zum Basispreis ab 12.975 Euro soll schaffen, was VW mit Golf, Passat und Co. in anderen Volumensegmenten schafft: sich an die Spitze setzen. Doch ausgerechnet die Klasse der Kleinwagen, in Europa nach wie vor das größte Segment, mussten sie bislang Marken wie Ford und Renault überlassen. Denn an Fiesta und Clio kam der Polo in den letzten Jahren partout nicht vorbei. Deshalb kann VW-Chef Herbert Diess nach bislang 14 Millionen Exemplaren zwar stolz von einem Dauerbrenner und Erfolgsmodell sprechen und den Polo zur "Nummer 1 unserer Kleinwagen" erklären – es bleibt dabei immer ein bitterer Beigeschmack. Doch damit soll bald Schluss sein! Mit der Publikumspremiere im September 2017 auf der IAA soll die sechste Generation des Polo mit neuem Schick und noch mehr neuer Technik verloren Boden gut machen. Dabei setzen die Wolfsburger auf die Unterstützung der großen Familie und spendieren dem VW Polo 6 (2017) viele schöne Sachen aus dem Golf und dem Passat – angefangen vom erweiterten Modularen Querbaukasten bis hin zu Infotainment und Assistenzsystemen. "Damit sprengen wir die Klassengrenzen", sagt Entwicklungschef Frank Welsch.

VW Polo 6 (2017) im Video:

 
 

Preis: VW Polo 6 (2017) ab 12.975 Euro

Dass sich der neue Kleinwagen so souverän und erwachsen anfühlt wie ein Golf, liegt aber nicht nur am digitalen Kombiinstrument aus dem großen Bruder, der Abstandsautomatik und dem riesigen Touchscreen. Es liegt vor allem am neuen Format: Mit dem Wechsel auf die kleinste Version des Modularen Querbaukastens streckt sich der VW Polo 6 (2017) noch einmal knapp zehn Zentimeter mehr in Länge und Radstand. Das sorgt für spürbar mehr Beinfreiheit im Fond und für einen mit 351 Litern rund 25 Prozent größeren Kofferraum. Und es bringt ein souveräneres Fahrverhalten: Der neue Polo federt ruhig und gelassen, lenkt sauber und präzise und wirkt rundherum so solide wie ein deutlich größeres Auto. Die Platzreife für die Golf-Klasse hat er damit längst erreicht. In Fahrt bringen den Mini-Golf mittelfristig neun Motoren, bei denen die Benziner deutlich überrepräsentiert sind. Denn während es gleich fünf Otto-Triebwerke vom schmalen Einliter-Dreizylinder mit 65 PS bis zum aufgefrischten 1,5-Liter-Vierzylinder mit Zylinderabschaltung gibt, bieten die Niedersachsen nur einen TDI-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 80 oder 95 PS an.

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Wir sind im Polo 6 mitgefahren

 

Markstart des VW Polo 6 ist Ende 2017

Dafür haben sie allerdings noch zwei weitere Schmankerl in Planung: Wer sparen will, bekommt den Dreizylinder auch als 90 PS starken TGI mit Erdgasumrüstung und wer es gerne sportlich hat, kann sich auf einen 200 PS starken Polo GTI freuen. Nachdem sich Volkswagen mit dem Diesel-Skandal ordentlich in die Bredouille gebracht hat, gehen sie beim VW Polo 6 (2017) auf Nummer sicher: Die Diesel fahren deshalb nicht nur mit SCR-Katalysator und Start-Stopp vor, auch die Rekuperation-Technik ist bei allen Varianten Standard. Aber der Polo orientiert sich nicht nur am Golf, er lernt auch von seinem kleinen Bruder Up. "Da haben wir uns abgeschaut, wie man ein lebenslustiges Auto baut", sagt Baureihenleiter Klaus-Gerhard Wolpert. Die Karosserie ist zwar trotz der etwas aufwändigeren Leuchten und der knackigeren Proportionen brav wie immer, doch zumindest innen bringt der VW Polo 6 (2017) ein wenig mehr Farbe ins Spiel. Neben den neuen, sehr viel größeren Touchscreens mit Klavierlackrahmen, Black-Pannel-Optik und Näherungssensor gibt es auf Wunsch auch bunte Kunststoff-Konsolen für den gewohnt nobel ausgeschlagenen Innenraum.

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VW Polo 6 (2017) kommt auch als SUV

Jedoch weiß auch Wolpert, dass ein paar Farbkleckse allein aus einem konservativen Klassiker keinen bunten Lifestyle-Flitzer machen und hat die Familienplanung deshalb schon weiter vorangetrieben: Ab dem nächsten Jahr gibt es den VW Polo 6 (2017) auch als trendiges SUV. Er fährt sich wie ein Golf, bietet die Option auf die beinahe gleiche Ausstattung und ist dank seines größeren Radstands vor allem in der ersten Reihe kaum weniger geräumig. Nur in einem entscheidenden Punkt will VW dann doch einen Unterschied machen: beim Preis. Da wahrt der Polo einen Respektsabstand von mehreren Tausend Euro und startet bei 12.975 Euro. Im Ringen mit Corsa & Co ist VW mit dieser Bodenhaftung sicher gut beraten. Doch intern könnte das den Niedersachsen noch Probleme bereiten. Denn so gut, wie der VW Polo 6 (2017) jetzt Golf spielt, braucht eigentlich keiner mehr das Original.

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