Diesel-Skandal: Massen-Rückruf startet 2016 VW stellt Maßnahmen-Paket vor

VW nennt erste Termine im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal, der Massen-Rückruf soll Anfang 2016 beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Der Diesel-Skandal wird Volkswagen nach Einschätzung des neuen Konzernchefs Matthias Müller noch lange beschäftigen. Der jetzt für Anfang 2016 angekündigte Massen-Rückruf von Millionen Fahrzeugen mit illegaler Prüfstands-Software zum Vortäuschen niedriger Emissionswerte dürfte dabei nur der Anfang sein, denn die mit technischen Verbesserungen, Strafzahlungen und zu erwartenden Absatz-Rückgängen einhergehenden Kosten dürften den Autobauer aus Wolfsburg über Jahre schwächen. Bei der gestrigen Betriebsversammlung kündigte Müller daher eine schnelle und schonungslose Aufklärung an, damit möglichst bald alle Fakten des Abgasskandals auf dem Tisch liegen.

VW Diesel-Skandal: Massen-Rückruf startet 2016

Für die betroffenen Kunden wird derzeit mit Hochdruck an technischen Lösungen gearbeitet, mit Blick auf die gebotene Sorgfalt fordert Müller aber noch etwas Geduld: "Glauben Sie mir: Auch ich bin ungeduldig. Aber in dieser Situation, in der wir es mit vier Marken und vielen Modellvarianten zu tun haben, ist Sorgfalt noch wichtiger als Tempo." Besorgte Kunden können mit Hilfe ihrer Fahrgestellnummer prüfen, ob auch ihr Auto vom Diesel-Skandal betroffen ist. Die Möglichkeit zur Prüfung findet sich auf den jeweiligen Websites von VW, Audi, Seat und Skoda.

Alle Hintergründe: Darum geht es im VW Diesel-Skandal

Die erarbeiteten Lösungen werden derzeit den zuständigen Behörden vorgestellt und müssen von diesen abgenommen werden. In einigen Fällen wird das Aufspielen einer neuen Software genügen, bei anderen Fahrzeugen werden Hardware-Modifikationen unvermeidlich sein. Die Kosten für die erforderlichen Maßnahmen tragen zu den unerwarteten Belastungen des Volkswagen-Konzerns bei und machen Einschnitte unvermeidlich, die laut dem neuen VW-Chef "nicht ohne Schmerzen" möglich sein werden. Müller weiter: "Wir müssen massiv sparen, um die Folgen der Krise zu managen. Aber gleichzeitig dürfen wir uns nicht um die Zukunft sparen. Auch darum wird es in den kommenden Wochen und Monaten gehen."

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