Oldtimer kaufen: Darauf sollten Sie achten! Beim Oldtimer-Kauf genau hinsehen

von Lena Reuß 24.03.2017
Inhalt
  1. Tipps zum Kauf eines Oldtimers
  2. Marken- und Oldtimerclubs bieten ihre Hilfe an
  3. Oldtimer-Gutachten der sicherste Weg

Immer mehr Leute würden sich gerne einen Oldtimer kaufen. Kein Wunder, schließlich sind viele Autos jenseits der 30 durchaus alltagstauglich. Wir geben hilfreiche Tipps für den Kauf.

Oltimer zu kaufen ist in, denn laut dem Verband der Automogilindustrie (VDA) waren Anfang 2016 mit 343.958 Oldtimern rund zehn Prozent mehr PKW mit dem historischen Kennzeichen (H) angemeldet, als noch ein Jahr zuvor. Deswegen geben wir Tipps, worauf Sie beim Oldtimer-Kauf achten sollten. Einen Oldtimer zu kaufen ist immer Vertrauenssache, denn im Gegensatz zu neuen Fahrzeugen aus frisch geputzten Verkaufsräumen, haben historische Fahrzeuge mindestens 30 Jahre auf dem Buckel und sind viel bewegt worden - mit den entsprechenden Folgen für Blech und Technik. Dabei grasen Autoliebhaber, die sich einen Jugendtraum erfüllen wollen, den Markt genauso ab wie Investoren auf der Suche nach neuen Anlageobjekten. Zukünftige Oldtimerbesitzer sollten sich vor der Recherche vor allem im Klaren sein, welches Auto am besten zu ihnen passt. Daher gilt es sich vorher genau über den Fahrzeugtyp und das ausgewählte Exemplar zu informieren. Dabei kann zum Beispiel Oldtimer-Ratgeber des ADAC hilfreich sein. Dort sind neben Erwerb und Zulassung auch die Adressen der wichtigsten Clubs und Ansprechpartner zu finden. Wenn es dann an's Kaufen des Wunsch-Oldtimers geht, sind die ersten Anlaufstellen meist Plattformen für Angebote wie mobile.de, autoscout24.de und gebrauchtwagen.de, aber auch Kleinanzeigen in Oldtimerzeitschriften, Auktionsbörsen oder Oldtimermessen – überall gibt es hier Möglichkeiten einen Oldtimer zu kaufen, aber der Kauf ist auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden.

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Tipps zum Kauf eines Oldtimers

Ein besonderer Tipp, wenn Sie einen Oldtimer kaufen wollen, ist die Oldtimerplattform Classic Trader. Anders als übliche Gebrauchtwagenbörsen bietet die Plattform detaillierte Fahrzeugbeschreibungen, bei denen interne Baureihen angegeben werden, Fahrgestell-, Motor- und Getriebenummern oder Herstellerfarbbezeichnung der Lackierung. Auch Repliken werden gekennzeichnet und Zustandskategorien ausgewiesen. Daneben gibt es Platz für bis zu 100 hochauflösende Fotos, Videos und Gutachten. Vor allem für sehr alte und seltene Fahrzeuge ist die internationale Onlinebörse interessant, da die Autos nicht in der Sammelkategorie "Sonstiges" zusammengefasst werden. Es ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Kauf eines Oldtimers ist mit einem anderen Autokauf nicht zu vergleichen. Wenn Sie einen Oldtimer kaufen möchten, finden sie bei Händlern, die schon seit Jahren Oldtimer einer bestimmten Marke oder eines speziellen Typs verkaufen und einen Ruf zu verlieren haben eine zuverlässige Anlaufstelle. Das birgt den zusätzlichen den Vorteil, dass Sie bei gewerblichen Verkäufern eine gesetzliche Gewährleistung erhalten.

 

Marken- und Oldtimerclubs bieten ihre Hilfe an

Eine erste Hilfestellung für die Beurteilung des Zustandes, bevor sie den Oldtimer kaufen, gibt ein Kurzgutachten von Prüforganisationen wie TÜV und Dekra oder dem ADAC. Oft helfen auch Markenclubs und geben Tipps zum Kauf. Das sind Oldtimerclubs, die sich einer bestimmten Marke verschrieben haben und meistens über technische Referenten verfügen und Einsteigern gerne weiterhelfen. Die Auskünfte sind allerdings unverbindlich, sodass man bei fehlerhaften Auskünften niemanden in die Haftung nehmen kann. Einen Anhaltspunkt für den Zustand historischer Fahrzeuge bieten Noten von eins wie "sehr gut" bis fünf für "mangelhaft". Ein Klassiker in gutem Zustand ist nach diesen Definitionen ein technisch mängelfreies Auto, das leichte Gebrauchsspuren hat. Dabei werden Fahrzeuge im Originalzustand höher gehandelt als verbastelte Fahrzeuge. Das A und O bevor Sie den Oldtimer kaufen ist natürlich – wie bei allen anderen Autos auch – eine gründliche Kontrolle des Wagens, bei der auch Sachverständige hinzugezogen werden können. Zwar kostet ein Gutachten Geld, das ist aber in der Regel gut investiert, denn eine Kurzbewertung ist als Qualitätssiegel nicht unbedingt empfehlenswert. Einen Oldtimer, den Sie auf keinen Fall kaufen sollten, ist einer ohne Papiere. Denn ist das Fahrzeug gestohlen, wird man nicht mal dann zum Eigentümer, wenn man nichts davon wusste.

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Oldtimer-Gutachten der sicherste Weg

Eine nachvollziehbare Historie wirkt sich beim Oldtimer wertsteigernd aus. Dazu zählen zum Beispiel die originalen Kaufunterlagen und Rechnungen, aber auch Fotos von Reparaturen und Restaurierungen. Aber: Es sollte von Anfang an klar sein, dass man selbst bei einem restaurierten Fahrzeug Technik erwirbt, die mindestens 30 Jahre alt ist. Der Kunde darf also nicht die gleichen Erwartungen wie an einen Neuwagen haben. Denn dann kann die Liebe zum alten Blech schnell rosten.

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