Oldtimer-Zulassung & Kennzeichen: Ratgeber Die Qual der Wahl

29.10.2013

Old- und Youngtimer kann man auf vier verschiedene Arten zulassen. Wir erläutern die Zulassungsmöglichkeiten auf Dauer oder auf Zeit und die dazu gehörenden Kennzeichen

Wer bei der Zulassungsstelle seinen Oldtimer anmelden will, der hört vielleicht: „Reguläres Kennzeichen, Saison-Kennzeichen, Wechsel-Kennzeichen oder ein H-Kennzeichen – was darf es sein?“ Wir klären auf. Beim normalen, regulären Kennzeichen werden Oldies wie Neuwagen eingestuft und nach Hubraum besteuert. Vorteil: Man kann das ganze Jahr fahren und überall parken.


H-KENNZEICHEN FÜR OLDTIMER NUR MIT EINEM GUTACHTEN


Nachteil: Mit der Abgaseinstufung 00 darf man nicht in die Umweltzonen einfahren. Das Fahrzeug kann jederzeit an- und abgemeldet werden. Die Steuer wird tageweise berechnet und erstattet.Wer seinen Oldie nur in der warmen Jahreszeit bewegen will, wählt das Saison-Kennzeichen. Die gesetzlichen Regelungen sind identisch mit denen für das normale Kennzeichen. Bei der Zulassung gibt man an, dass man etwa nur von April bis Oktober (wählbar sind zwei bis maximal 11 Monate) fahren will. Die Monatsziffern werden im Kennzeichen eingeprägt. Vorteil: Man muss im Frühjahr und im Herbst nicht zur Zulassungsstelle und spart so die Gebühren. Nachteil: Das Fahrzeug darf ohne Zulassung nur auf Privatgrund abgestellt werden. Seit 2012 gibt es das Wechsel-Kennzeichen. Zwei Fahrzeuge können mit einem Kennzeichen betrieben werden. An beiden Fahrzeugen wird je ein kleines Zusatzschild (etwa 1 und 2) befestigt. Das eigentliche Kennzeichen wird jeweils an das Fahrzeug montiert, mit dem man unterwegs ist. Vorteil: Man kann seinen Oldie je nach Laune und Wetter ohne Zulassungs-aufwand bewegen. Nachteile: Man spart keine Steuern, weil beide Fahrzeuge separat versteuert werden. Und das Mobil, das nicht genutzt wird, darf nur auf privatem Gelände abgestellt werden. Bei der Versicherung gibt es etwa beim ADAC Sondertarife für das zweite Fahrzeug.

Echte Oldtimer, also Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre alt und nachweislich im Originalzustand erhalten sind oder entsprechend restauriert wurden, können mit einem H-Kennzeichen (H für historische Fahrzeuge) zugelassen werden. Das normale Kennzeichen wird um ein H ergänzt. Vorteile: Man zahlt für das Auto pauschal nur 191,73 Euro Steuern und darf in die grünen Umweltzonen einfahren. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Gutachten nach §23 StVZO für das Fahrzeug vorliegt, das entweder von GTÜ, DEKRA, TÜV oder KÜS erstellt wur-de. Derzeit gibt es rund 260.000 Oldtimer mit H-Kennzeichen. 

Werner Müller

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