Keilriemen: Wechsel & Funktion Deswegen quietscht der Keilriemen

Theresa Hagen 09.08.2017
Inhalt
  1. Alles zu Funktion & Wechsel des Keilriemens
  2. Keilriemen mit Damenstrumpf reparieren?
  3. Was tun, wenn der Keilriemen quietscht? 
  4. Wie pflege ich den Keilriemen? 
  5. Wann muss der Keilriemen gewechselt werden? 
  6. Kosten sparen beim Keilriemenwechsel
  7. Keilriemen selbst wechseln

Er ist schwarz, aus Gummi und bis zu 160 Zentimeter lang: der Keilriemen. Seine Hauptaufgabe ist es, die elektrische Energieversorgung des Autos zu gewährleisten. Der Keilriemen gehört also zu den wichtigsten Bestandteilen des Fahrzeugs. Trotzdem rückt er oftmals erst in die Aufmerksamkeit des Autofahrers, wenn er Probleme macht - genauer gesagt: wenn er quietscht. 

Durch sein eigentümliches Quietschen, wenn er verrutscht, ist der Keilriemen wohl eines der Bekanntesten Bauteile im Motor. Dabei wissen die meisten gar nicht welche Funktion er erfüllt, geschweige denn wie oft ein Keilriemenwechsel fällig wird. Dabei sollten sich Autofahrer durch aus mit der Materie beschäftigen, denn auch wenn ein quietschender Keilriemen oft als Lappalie abgetan wird, ist er ein wichtiger Bestandteil des Autos. Denn: Ohne den Keilriemen kommt das Auto nicht aus. Er macht sich die Rotation der Kurbelwelle zunutze und überträgt sie auf die Nebenaggregate, wozu der Generator (Lichtmaschine), die Hydraulikpumpe, die Wasserpumpe und - bei den meisten modernen Modellen – auch die Servolenkung, die Lüftung und die Klimaanlage zählen. Ist der Keilriemen verrutscht, gerissen oder weist anderweitige Funktionsstörungen auf, kann es auch passieren, dass die Batteriekontrollleuchte im Cockpit aufleuchtet und die Batterie nicht mehr geladen wird. Reißt der Keilriemen, ist oft ein lauter Knall aus dem Motorraum zu vermerken.

 

Alles zu Funktion & Wechsel des Keilriemens

In manchen Fällen ist der Keilriemen auch für die Servolenkung zutändig. Hier kann es schnell gefahrlich werden, denn reißt der Riemen, lässt sich das Auto plötzlich nur noch unter Anstrengung lenken. Der schlimmste Fall: Der Keilriemen treibt zusätzlich auch die Wasserpumpe an. Fällt diese aus, kann das Kühlwasser nicht mehr zirkulieren und der Motor überhitzt. Sollte dies der Fall sein, ist es ratsam, direkt in die Werkstatt zu fahren.

 

Keilriemen mit Damenstrumpf reparieren?

Der Volksmund behauptet ja, dass ein Keilriemen einfach durch eine Damenstrumpfhose ersetzbar wäre. Aber stimmt das auch? Der Mythos vom Damenstrumpf ist gar nicht mal so weit hergeholt. Bis in die 60er Jahre hinein war der temporäre (!) Wechsel des Keilriemens durch einen Seidenstrumpf sogar möglich  - bei Modellen, die später als in den 1950er Jahren gebaut wurden, ist jedoch stark davon abzuraten. Der Grund dafür ist, dass moderne Autos anstelle des klassischen "Keilriemens" einen Treibriemen haben, der viel länger ist als ein Keilriemen, wie man ihn aus älteren Autos kennt. Das liegt daran, dass da er mit Servolenkung, Klimaanlage und Co. wesentlich mehr Funktionen antreiben muss als dies früher der Fall war.

 

Was tun, wenn der Keilriemen quietscht? 

Kreischt der Keilriemen, herrscht Handlungsbedarf. Das quietschige Geräusch entsteht, wenn der Riemen verrutscht ist. Das kann zwei Ursachen haben: Bei Nässe rutscht der Riemen gerne kurzerhand mal von der Scheibe, positioniert sich dann wieder von selbst an die richtige Stelle zurück. Handelt es sich also nur um ein kurzes Aufheulen, kann Entwarnung gegeben werden. Hält das quietschende Geräusch an, kann es sein, dass der Keilriemen aufgrund von Verschleiß ausgeleiert ist und zu locker auf der Keilriemenscheibe liegt. IDann sollte der nächste Weg in die Werkstatt führen. Alternativ lässt sich der Keilriemen auch selbst austauschen: Dafür benötigt man jedoch etwas Feingefühl und das richtige Werkzeug. Wie's geht? Eine Kurzanleitung geben wir weiter unten.

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Wie pflege ich den Keilriemen? 

Damit es gar nicht erst zu einem defekten Keilriemen kommt, empfiehlt es sich schon im Voraus das Bauteil regelmäßig zu kontrollieren. Ob der Keilriemen noch in Ordnung ist, lässt sich daran erkennen, dass er beim Fingertest (bei ausgestelltem Motor!) nur ein bis maximal zwei Zentimeter nachgibt. Dabei zieht man den Keilriemen mit dem Zeigefinger zu sich heran. Gibt er mehr nach, sollte der Riemen ausgetauscht werden. Weitere Indizien: Verschleiß-Spuren, wie poröse und ausgefranste Stellen, oder Einlaufstellen wie verhärtete Außenränder. Ein Spray hält den Keilriemen zusätzlich in Schuss. Im Handel gibt es Sprays ab sechs Euro, die extra für den Schutz des Keilriemens sorgen.

 

Wann muss der Keilriemen gewechselt werden? 

Sobald erste Verscheiß-Spuren auftreten, oder die Warnleuchte auf dem Armaturenbrett das Batteriezeichen anzeigt, wird es Zeit für einen Wechsel. Bei ausgeleierten Keilriemen reicht es manchmal auch, diesen nachziehen zu lassen. Als Dauerlösung gilt diese Variante jedoch nicht. Wie oft der Keilriemen ausgetauscht werden muss, ist abhängig vom Hersteller. Genauere Informationen finden sich im Bordbuch des Autos. Im Durchschnitt liegt dieser Wert zwischen 80.000 und 100.000 Kilometern. Bei normalem Gebrauch entspricht das einer Dauer von rund acht Jahren. Jedoch lassen sich diese Angaben keinesfalls pauschalisieren und auf alle erhältlichen Modelle übertragen.

 

Kosten sparen beim Keilriemenwechsel

Ein Keilriemen an sich ist nicht teuer. Je nach Länge und Modell sind Keilriemen bereits ab acht Euro erhältlich. Doch einen Keilriemen austauschen zu lassen ist per se nicht günstig. Werkstätten nehmen dafür meist zweistellige Beträge. Bei etwas vorhandenem Fingerspitzengefühl und einem gut zugänglichem Keilriemen kann man den Wechsel auch selbst durchzuführen und einige Euro sparen. Zumindest bei älteren Modellen lässt sich der Keilriemen oft problemlos austauschen. Bei modernen Fahrzeugen befinden sich einige Komponenten auf kleinstem Raum, teilweise sogar so eng aneinander, dass sich der Riemen nur von unten – also mit Hilfe einer Hebebühne - austauschen lässt. Demnach sollte abgewogen werden, ob sich der Tausch von eigener Hand auch wirklich lohnt.

 

Keilriemen selbst wechseln

Der Keilriemen-Wechsel in Eigenregie ist nur affinen "Schraubern" zu empfehlen, gerade bei modernen Autos gestaltet sich der Austausch oftmals schwierig. Im Zweifelsfall sollte also eine Fachwerkstatt aufgesucht werden. Für alle, die es trotzdem probieren möchten, hier eine Kurzanleitung zum Wechsel: 1) Um den Keilriemen zu lösen, zunächst die Langloch-Schraube des Generators lösen. Hiermit wird die Lichtmaschine frei zugänglich und beweglich. 2) Den alten Riemen lösen und abnehmen. 3) Den neuen Keilriemen auflegen und durch das Zurückdrücken des Generators festziehen. 4) Test durch Anschalten des Motors: Leuchtet das Batterie-Lämpchen nicht mehr? Alles richtig gemacht!

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