Illegale Autorennen: Harte Strafen für Raser (Update!) Hohe Haftstrafen bei illegalem Rennen

von Lena Reuß 30.06.2017

Teilnehmer an illegalen Autorennen und Raser müssen künftig mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen, ein entsprechendes Gesetzes hat der Bundestag im Juni 2017 verabschiedet. Eine Serie von illegalen Rennen hatten die Debatte um härtere Strafen angeheizt.

Teilnehmer, aber auch Veranstalter von illegalen Autorennen müssen künftig mit härteren Strafen rechnen. Der Bundestag hat am Donnerstag, 29. Juni 2017, einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet, der vom Bundesrat eingebracht wurde. Außerdem sieht das Gesetz vor, künftig auch die Autos der Beteiligten eines illegalen Autorennens bei der Strafe miteinzubeziehen. So soll das Strafmaß künftig bis zu zwei Jahren Haft betragen, im Falle einer schwerwiegenden Verletzung oder eines Todesfalles bis zu zehn Jahre. Bislang sieht das Gesetz ein Bußgeld von 400 Euro und einen Monat Fahrverbot vor. Über härtere Strafen füt Raser, Drängler, Teilnehmer an illegalen Autorennen und anderen Verkehrssündern wird bereits seit Längerem diskutiert: So halten viele Bürger eine Anklage wegen Mordes, wie es Anfang 2017 in Berlin ausgesprochen wurde, in einem solchen Fall für durchaus gerechtfertigt, wie eine Umfrage der Sparkassen Direktversicherung ergab. 73 Prozent der Befragten halten die Verurteilung wegen Mordes demnach für "sehr gut und völlig richtig".  

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Raser in Hamburg gestoppt (Video):

 
 

Haftstrafen für Raser bei illegalen Autorennen

Erst am Freitag, den 16. Juni 2017, kam es bei einem illegalen Rennen in Mönchengladbach wieder zu einem schweren Unfall. Ein 38-jähriger Fußgänger erlag seinen Verletzungen, nachdem ein 28-jähriger Raser ihn bei einem Rennen durch die Innenstadt erfasst hatte. Und auch das Hagener Landgericht beschäftigt sich derzeit mit einem illegalen Autorennen: Zwei Männer müssen sich wegen der Teilnahme verantworten. Die Raser hatten bei ihrem Rennen einen schweren Unfall gebaut und dabei fünf Personen, darunter zwei Kinder, verletzt. Ende Februar 2017 hatte ein Urteil des Landgerichts Berlin für Aufsehen gesorgt. In dem Prozess wurden zwei Teilnehmer eines illegalen Autorennens wegen Mordes verurteilt. Die Angeklagten überfuhrten in der in der Nacht zum 1. Februar des vergangenen Jahres gleich mehrere rote Ampeln. Während der eine Teilnehmer des illegalen Autorennens gegen mehrere Straßenbegrenzungen prallte, kollidierte der andere mit einem unbeteiligten Jeep, der über Grün fuhr. Während die beiden Raser kaum verletzt wurden, kam der am Rennen unbeteiligte Fahrer des Jeeps ums Leben. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautete deswegen: Mord. Das Landgericht folgte der Anklage und verurteile die beiden Raser wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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