Lichthupe geben: Nötigung Nötigung durch Lichthupe?

von AUTO ZEITUNG 26.07.2017

Linke Spur, Lichthupe – wirklich ein klarer Fall von Nötigung? Kommt drauf an! Wir erklären, was den Unterschied ausmacht.

Welcher Autofahrer kennt das nicht: Im Rückspiegel nähert sich mit hohem Tempo ein PS-starkes Fahrzeug und beginnt wild auf- und abzublenden. Auf Autobahnen nutzen Schnellfahrer gern das Lichtsignal, um den Vordermann zur Freigabe der linken Spur zu bewegen. Viele Autofahrer fühlen sich bedrängt, wenn sie auf derart schroffe Weise aufgefordert werden, Platz zu machen. Mehr zum Thema: Das dürfen Polizisten in der Kontrolle

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Lichthupe und andere Verkehsirrtümer im Video:

 

 

Wird Lichthupe immer zur Nötigung?

Doch ist das Benutzen der Lichthupe auch in jedem Fall eine Nötigung? Nein, in Deutschland darf man laut Straßenverkehrsordnung (§ 5) außerhalb geschlossener Ortschaften mittels Lichthupe anzeigen, dass man überholen möchte. Korrekt ist dabei allerdings nur ein kurzes Aufblenden. Kommen dichtes Auffahren und ein andauerndes Auf- und Abblenden hinzu, so handelt es sich neben einer Gefährdung der Verkehrssicherheit auch um versuchte Nötigung. Ob dem Hintermann dann letztlich eine Strafe droht, hängt davon ab, wie lange und intensiv er die Lichthupe einsetzt und ob er seinem vermeintlichen Opfer seinen Willen durch gefährliches Auffahren aufzwingt.

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