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Mini/Polo/Fiesta/Corsa/500/A1/Beetle: Starke Tuning-Kleinwagen

Die sieben potentesten Cityflitzer

Ihr übliches Terrain – Supermarkt und Einkaufsstraße – haben diese sieben Kleinwagen definitiv hinter sich gelassen: Dank Turbo und Co sind VW Polo, Mini und Co brandheiße Ringtools mit wahnwitziger Power.

Sparsam sollen sie vor allem sein, praktisch und handlich obendrein: die Kleinwagen. Was aber mit Sportlichkeit etwa so gut zusammenpasst, wie der Teufel und das Weihwasser. Aber was ist, wenn Gut und Böse doch mal kombiniert werden? Dann kommen Dampfhammer wie das 533-PS-Monster von Klasen-Motors heraus: ein Anabolika gedopter Opel Corsa auf Augenhöhe mit dem Audi RS6! Um solch eine brutale Leistung zu erreichen, spitzten die Tuning-Profis den Motor mit neuen Kolben und Pleueln sowie erleichterter Kurbelwelle und Schwungrad an. Ein Garrett-Turbo pustet den Corsa ordentlich an und auf ein Höchsttempo von unfassbaren 310 km/h. Höchstens noch der 500-PS-A1 von MTM oder etwa der 450-PS-Polo von KL Racing können dem Corsa im Rückspiegel folgen. MTM zwängte mit Mühe und Not den 2,5 Liter großen Fünfender von TT RS und RS 3 in den Bug des kleinsten Audi, überarbeitete Turbolader wie auch Motorelektronik. Der Motor ist nun für eine Beschleunigungsorgie von fünf Sekunden auf Tempo 100 und 13,9 Sekunden auf Tempo 200 gut – Ende ist erst bei Nardo-erprobten 324 km/h. KL Racing setzt ebenfalls auf eine erfolgreiche Mischung von Softwareveränderung und Turbotuning, sodass der gewürzte Polo in gut fünf Sekunden auf Tempo 100 bis über 290 km/h stürmt.

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Starke Kleinwagen: Brutaler Mini mit 315 PS

Der Blümchen beklebte Lack des Mathilda Racing-Beetle täuscht: 5,3 Sekunden auf Tempo 100 und eine Spitze von 276 km/h lassen sich sehen. Unter der Haube verbirgt sich ein gechipter und zwangsbeatmeter 2-Liter-TSI  mit amtlichen 380 PS. Corsa, A1, Polo und Beetle sind mit Abstand die stärksten Cityflöhe dieser Galerie, aber optisch deutlich zurückhaltender als etwa der Mini von Krumm-Performance. Mit chrom-matter Außenhaut, üppiger Verspoilerung und fettem Diffusor aus dem Rennsport markiert er den dicken Max unter den fünf Kleinwagen. Unter der Haube werkelt das von der Topversion John Cooper Works bekannte 1,6-Triebwerk, dem gehörig Feuer unter dem Hintern gemacht wurde – 315 PS zeigt der Leistungsprüfstand an. Dafür verbauten seine Macher alles, was zur Kategorie Hochleistungstuning gehört – von geschärfter Nockenwelle über Rennkupplung bis hin zum Sportfahrwerk. Leistungstechnisch gehört der Mini in dieser Galerie aber lediglich zum Mittelfeld.

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411 Newtonmeter im Pogea-500

Ebenfalls ein Retrocar, aber 16 PS stärker, ist der Fiat 500 Abarth von Pogea Racing. 411 Newtonmeter kitzelte die Muckibude für vier Räder aus der Knutschkugel heraus: Somit flitzt der pagani-blau lackierte Italo-Racer in 5,1 Sekunden auf Tempo 100. Die Beschleunigungsorgie endet erst bei 262 km/h. Leistungstechnisch eine ganze Klasse darunter, aber nicht weniger interessant, ist der Ford Fiesta ST von Tuner Wolf Racing: "Leistungsstufe 3" steht bei den Franken für Dampf von 340 Newtonmeter. Dank Softwareveränderungen, neuen Einspritzdüsen und Turbo wiehern jetzt 260 Pferdchen unter der ST-Motorhaube. Aber ob Fiesta oder einer der vier anderen Tuning-Flitzer: Sie alle haben definitiv zu viel Leistung, um auf einem Supermarktparkplatz zu versauern.

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Alexander Koch