Jaguar XF 20d AWD (2016): Erste Fahrt So fährt der neue XF 20d AWD

09.05.2016

Der neue Jaguar XF 20d AWD (2016) kommt mit Allradantrieb und sparsamem Diesel-Motor. Kann die neue Kombination für Ganzjahres-Vielfahrer bei seiner ersten Vorstellung überzeugen?

Schon bevor irgendjemand ihr Fehlen bemerken könnte, wird das Angebot des neuen Jaguar XF (2016) um eine clevere Allrad-Version ergänzt. Der neue Jaguar XF 20d AWD ist ein Auto für alle, die jetzt schon an den nächsten Winter denken und in ihrer Business-Limousine nicht auf die alltagstaugliche Kombination von Diesel und Allrad verzichten wollen. Das Paket, das in diese Tagen zu Preisen ab 47.660 Euro an den Start geht und uns nun für eine erste Fahrvorstellung zur Verfügung gestellt wurde, ist nicht nur eine aussichtsreiche Antwort auf die gängigsten Dienstwagen-Kombinationen der deutschen Konkurrenz. Mit dem scharf kalkulierten Preis und einem EU-Verbrauch von nur 4,9 Litern auf 100 Kilometer wird der neue Jaguar XF 20d AWD (2016) auch zur Alternative für all jene Gutmenschen, die einen Geländewagen wie den F-Pace für zu groß und zu unvernünftig halten. Gab es den Allradantrieb bislang nur in der eher lustvollen und für die meisten Firmenkunden kaum finanzierbaren Kombination mit dem 340 PS starken V6-Benziner, pirscht sich der neue Jaguar XF 20d AWD ganz gezielt an Flotten-Kunden und Vielfahrer heran. Die Sparen immerhin knapp 20.000 Euro und bekommen für einen Aufpreis von 2.600 Euro auf den Hecktriebler einen famosen Diesel mit einem guten Gefühl für das ganze Jahr.

Neuer Jaguar XF 20d AWD (2016) mit cleverem Allradantrieb

Dank der elektronischen Regelung "Adaptive Surface Response" und der "Intelligent Driveline Dynamic" profitiert man vom Allradantrieb natürlich nicht nur im Winter, wenn die Straßen schmierig sind. Die Software erweist sich auch als dankbarer Helfer, wenn es darum geht, die immerhin  430 Newtonmeter des 180 PS-Diesels sauber auf den Asphalt zu bringen. Das ist schon deshalb ein Segen, weil die Drehmomentkurve bereits bei 1.750 Touren gipfelt und man den Reifen so bisweilen ganz schön etwas abfordert. Während auf dem Infoscreen des Jaguar XF (2016) die Balken für den von einer Lamellenkupplung geregelten Kraftfluss zwischen den Achsen nur so hin- und her fliegen, krallt sich der Brite fest in die Fahrbahnoberfläche und ist entsprechend sportlich unterwegs. Beim Anfahren und beim Sprint in 8,4 Sekunden von 0 auf 100, aber vor allem in schnellen Kurven spürt man förmlich, wie der Jaguar besseren Halt findet, sich an der kürzeren Leine führen lässt und die Tendenz zum Übersteuern kleiner wird.

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Diesel und Allrad machen neuen Jagaur XF zum Allrounder

Geht es dagegen geradeaus oder in sanften Bögen über die Autobahn, fährt der immerhin 222 km/h schnelle Jaguar XF 20d AWD wieder wie ein reiner Hecktriebler mit unbeeindrucktem Lenkgefühl und niedriger Reibung für einen geringen Verbrauch. Politisch mag der XF korrekter sein als der F-Pace, er fällt zugleich nicht ganz so sehr auf. Außerdem fährt er noch einen Tick besser um die Ecken, hat zumindest auf befestigten Straßen keinen Traktionsnachteil und ist obendrein 0,4 Liter sparsamer. Doch während er so für die Gutmenschen zur besseren Wahl wird, kauft sich der trendbewusste Geizhals wohl auch zukünftig lieber ein SUV. Denn das ist nicht nur modischer – sondern mit dem gleichen Antrieb auch noch knapp 200 Euro billiger.

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