Infiniti Q60 Black S: Erste Informationen Q60 Black S bringt F1-Technik in Serie

von Lena Reuß 06.10.2017

Mit dem "Project Black S" hat Infiniti seine Ambitionen für die Zukunft vorgestellt. Als Infiniti Q60 Black S könnte das Sportcoupé nun tatsächlich in Serie gehen – mit Entwicklungsunterstützung aus der Formel 1.

Infiniti will auf den High-Performance-Zug aufspringen und ruft das "Project Black S" ins Leben. Auf Basis des Q60 Sportcoupés haben sie unter dem Namen Infiniti Q60 Black S ein Performance-Biest gebaut, dass AMG und M-Power den Angstschweiß auf die Stirn treiben soll – und jetzt räumen sie dem Q60 Black S sogar Serienchancen ein. Gegenüber dem "Motor Magazine" soll der Infiniti-Produktmanager für Australien, Bernhard Michel, bestätigt haben, dass das Sportcoupé bald von den Bändern der japanischen Marke läuft. Schon vor einigen Jahren wollte Infiniti mit dem Q50 Eau Rouge den Sprung in die Performance-Schiene wagen, blies das Projekt jedoch 2015 ab. Unter der neuen Führung (Ende 2014 wechselte der ehemalige BMW-Vertriebschef Roland Krüger an die Führungsspitze von Infiniti) sehe Bernhard Michel aber nicht, dass der Q60 Black S das gleiche Schicksal erleiden könnte. Mit dem Q60 Black S wagt die Nobelmarke von Nissan den Schritt in eine  neue, sportliche Richtung. Unterstützung unterhalten die Japaner dabei aus dem eigenen Konzern: Für die Entwicklung hat man die Rennsportprofis der Schwestermarke Renault an Bord geholt.

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Infiniti Q60 Black S mit hohen Serienchancen

Renault Sport Formula One hat für den Infiniti Q60 Black S einen neuen Hybrid-Antriebsstrang springen lassen, der sich in der Formel 1 zwar bewährt hat, bis jetzt aber noch in keinem Straßenfahrzeug zum Einsatz kommt. Das Besondere: Er verfügt über ein Energierückgewinnungssystem (ERS), das sowohl die kinetische, durch Bewegung erzeugte Energie als auch die Wärmeenergie der Abgase in einem Lithium-Ionen-Akku speichert kann. Die gewonnene Energie wird dann wiederum direkt an die Kurbelwelle übertragen oder an die Turbinen der Turbolader weitergeleitet, um die Turbinenblätter noch schneller drehen zu lassen. Für den im Infiniti Q60 Black S eingesetzten Dreiliter-V6-Twin-Turbo mit 405 PS bedeutet das eine Leistungssteigerung von ungefähr 25 Prozent (ca. 100 PS mehr). Für den Fahrer äußert sich das neben mehr Leistung und Drehmoment vor allem in verzögerungsfreier und kraftvoller Beschleunigung.

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Q60 Black S mit ERS-Technik aus der Formel 1

Allerdings bedeutet Hybrid natürlich auch mehr Gewicht, weswegen Infiniti an allen Ecken und Enden optimiert hat: Frontsplitter, Heckdiffusor, Kotflügel und Seitenschweller sind komplett aus Karbon. Zusätzliche Airblades in den Schwellern verbessern die Aerodynamik weiter. Eine neue leistungsfähige Titan-Abgasanlage und leichte 21-Zoll-Räder reduzieren ebenfalls das Gewicht. Gekrönt wird der Infiniti Q60 Black S von einer insgesamt aggressiveren und sportlicheren Optik dank Heckspoiler, großer Lufteinlässe und vieler Chrom-Akzente. Doch der Q60 Black S soll nur der Anfang sein. Nissans Premium-Ableger plant eine ganze Modellfamilie unter dem Label „Black S“. Wann der sportliche Q60 den Anfang macht, dazu hält Infiniti sich noch bedeckt.

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