Infiniti VC-T: Motor mit variabler Verdichtung Motor-Revolution Infiniti VC-T

08.09.2016

Der Infiniti VC-T ist ist Vierzylinder-Benziner, der dank variabler Verdichtung so sparsam wie ein Diesel ist. Wir erklären, wie der Hightech-Motor das scheinbar unmögliche schaffen soll.

Vom Hubkolbenmotor mit variabler Verdichtung träumen die Techniker schon lange, doch in die Serie haben es die zahlreichen dazu vorgestellten Konzepte bislang nicht geschafft – technisch zu aufwändig und daher schlicht zu teuer. Doch die scheinbar verfahrene Situation ändert sich gerade, denn mit dem Infiniti VC-T (kurz für "Variable Compression Turbo") befindet sich jetzt ein Motor in der Entwicklung, der voraussichtlich ab 2018 an Bord des nächsten Infiniti QX50 in den Handel kommen wird. Und natürlich soll der Hightech-Motor später auch weitere Modelle antreiben. Beim Benzinmotor hat die Verdichtung entscheidenden Einfluss auf den Verbrauch und den CO2-Ausstoß: je höher, desto effizienter der Verbrennungsvorgang. Doch gerade bei downgesizten Turbomotoren sind der Verdichtung Grenzen gesetzt, da sie auch die Gefahr der Selbstzündung des Luft-Kraftstoff-Gemischs (klopfende Verbrennung) erhöht. Dazu darf es nicht kommen, denn diese kann den Motor zerstören. Die Verdichtung ist jedoch bislang eine statische Größe, die sich aus dem Verhältnis von Hub- zu Brennraumvolumen ergibt. Um die Verdichtung flexibel den Erfordernissen anzupassen, werden beim Infiniti VC-T-Motor der Hub sowie die Kolbenposition im oberen Totpunkt über eine elektronisch kontrollierte, komplexe Kinematik variiert.

Infiniti QX30 will zum Bestseller werden (Video):

 

 

Infiniti VC-T könnte eine Motorenbau-Revolution anzetteln

Wandert der Totpunkt beispielsweise weiter nach oben, verringert sich dadurch das darüberliegende Brennraumvolumen – die Verdichtung steigt. Das macht man zum Beispiel bei niedriger Last- und Drehzahlbeanspruchung so, also wenn der Turbo nur wenig Ladedruck aufbaut. Auf diese Weise kann die Infiniti VC-T-Engine die Verdichtung stufenlos von 8:1 bis 14:1 so an den Betriebszustand anpassen, dass die Verbrennung effizienter als bislang möglich abläuft. So erreicht der 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder von Infiniti den Verbrauch eines Turbodiesels, allerdings ohne die dieselspezifischen Nachteile wie Stickoxid-Problematik (NOx) oder unkomfortables Lauf- und Akustikverhalten (Diesel-Nageln). Im Zuge der VC-T-Entwicklung hat sich Infiniti über 300 Technologien patentieren lassen. Damit genügt der Vierzylinder mit kombinierter Saugrohr-/ Direkteinspritzung, variablen Ventilsteuerzeiten und elektronischen Wastegate-Stellern im Turbolader höchsten technischen Ansprüchen. Unbestätigten Insider-Infos zufolge soll der Motor etwa 270 PS leisten und ein Drehmoment von rund 400 Newtonmeter entwickeln. Wobei dies sicher noch nicht die Grenzen des neuen Systems sind ...

Mehr zum Thema: Hier kündigt sich der Infiniti QX50 (2018) an
 

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