Vergleich Kompakt-Vans: Neuer Kia Carens gegen Ford / Opel / VW Bemannte Raumfahrt

03.06.2013
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Der neue Kia Carens muss im direkten Kompakt-Van-Vergleich mit Ford Grand C-MAX, Opel Zafira Tourer und VW Touran beweisen, was in ihm steckt. Bietet er für weniger Geld genauso viel?

Noch dominiert der VW Touran sein Marktsegment. Im ersten Quartal fand er ungefähr genauso viele Kunden wie die drei Testgegner zusammen. Doch allmählich kommt der Evergreen aus Wolfsburg in die Jahre, und mit dem Ford Grand C-MAX sowie dem Opel Zafira Tourer wird er bereits von zwei deutlich jüngeren Wettbewerbern attackiert. Denen schließt sich nun auch die Neuauflage des Kia Carens an. Da die Koreaner in der jüngeren Vergangenheit mit dem beachtlich guten Abschneiden ihres Golf-Gegners cee’d schon für die ein oder andere Überraschung sorgen konnten, stellt sich natürlich die Frage, wie gefährlich der Carens dem Platzhirsch und den etablierten Rivalen werden kann.

 

Karosserie

Bei keinem anderen Fahrzeug-Konzept spielt die Innenraum-Architektur eine so bedeutende Rolle wie bei den Vans – zumal die vier Testkandidaten mit Außenlängen von rund 4,50 Metern noch zur Kompaktklasse zählen. Dennoch bieten alle ein erfreulich geräumiges Innenleben, in dem sich auch fünf Erwachsene für längere Zeit wohl fühlen. Das gilt besonders für den Opel Zafira Tourer, der auf allen Plätzen die meiste Bewegungsfreiheit offeriert. Fahrer und Beifahrer fühlen sich an Bord von Kia und Ford ähnlich kommod untergebracht, doch im VW kneift’s ein bisschen in der Breite. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn die starren Gurtschlösser vorn drücken tatsächlich unangenehm auf die Hüften. Im Fond kann der Touran dank seiner senkrecht aufragenden Karosserie wieder Boden gutmachen, während die stärkeren Dacheinzüge des Ford Grand C-MAX ein paar Zähler Abzug bedeuten.

Bei der Variabilität kassiert der Ford ebenfalls die niedrigste Wertung. Einen klappbaren Beifahrersitz etwa gibt es für ihn nicht (Serie bei Kia und VW, Option im Opel), und die unkonventionelle Lösung, den Mittelsitz der zweiten Reihe unter der Sitzfläche des rechten Rücksitzes zu verstecken, bietet auch keine echten Vorzüge. Gegen Aufpreis lässt sich der Ford – genau wie seine drei Gegner – zum Siebensitzer aufrüsten. Und obwohl die Zusatzplätze glatt in den Boden gefaltet werden können, schwindet das Ladevolumen hinter der zweiten Reihe doch von 600 auf 475 Liter. Die maximale Kapazität des Stauraums reduziert sich von 1867 auf 1742 Liter.

Das ist aber kein Einzelschicksal, sondern gilt prinzipiell für alle vier Fahrzeuge. Im Kia reduzieren die zwei eingeklappten Sitze in Reihe drei den Stauraum um 44 Liter, dem Opel fehlen 56 bis 68 Liter bei dachhoher Beladung gegenüber der serienmäßigen fünfsitzigen Bestuhlungsvariante.

Auch der Kofferraum im VW schrumpft um 76 Liter, jedoch kann der Touran diesen Malus dadurch ausgleichen, dass sich seine Rücksitze samt und sonders einzeln entnehmen lassen. Die Demontage geht zudem angenehm leicht und präzise vonstatten, doch es stellt sich natürlich die Frage: Wohin mit den ausgebauten Sitzen? Außerdem offenbart der Touran eine Stufe im Laderaumboden, die seine Nutzbarkeit allerdings nur geringfügig beeinträchtigt. Wie im Opel (dort jedoch nur optional) lassen sich die beiden äußeren Plätze der zweiten Reihe zur Mitte hin versetzen. Das sorgt für mehr Bewegungsfreiheit. In der dritten Reihe möchte man aber in keinem der Testwagen auf eine längere Reise gehen. Sowohl das Platzangebot als auch der Sitzkomfort entsprechen den Anforderungen an Notsitze – mehr nicht. Außerdem bleibt hinter der aufgestellten dritten Sitzreihe naturgemäß kaum noch Luft fürs Gepäck.

Ein weiterer limitierender Faktor ist die Zuladung: Für sieben Personen sind die 537 Kilo effektive Zuladung des Kia Carens schon fast ein bisschen knapp bemessen. Am belastbarsten ist der Opel, der immerhin 649 Kilo schleppen darf, sich jedoch als einziger mit 1,3 Tonnen Zuglast bescheidet. Seine Mitstreiter dürfen ausnahmslos 1500 Kilo schwere Anhänger an den Haken nehmen.

Vergleicht man die Liste der verfügbaren Sicherheits- Features, schneidet der Zafira Tourer wieder besser ab: Im Opel lassen sich alle heute üblichen Assistenzsysteme bis hin zur Notbremsfunktion ordern. Nur ein vollwertiges Ersatzrad sucht man vergeblich. Immerhin gibt es gegen Aufpreis ein Notrad. Multifunktionale Innenraumkonzepte haben eben auch Nachteile. Das gilt für die Wettbewerber gleichermaßen. VW verkauft den Touran zwar gegen Aufpreis mit vollwertigem Ersatzrad, allerdings ausschließlich in 16 Zoll.

Dass der Wolfsburger Bestseller nicht zu den aktuellsten Produkten des Hauses zählt, wird auch bei der Materialauswahl sichtbar. Ein aktueller Golf der siebten Generation wirkt nicht nur erheblich wohnlicher eingerichtet, sondern ist auch merklich präziser zusammengebaut. Hier sind für VW-Verhältnisse doch erstaunlich viele harte Kunststoff-Flächen sicht- und fühlbar. Und die Konkurrenz schläft nicht: Ford und Opel haben ihre Hausaufgaben gemacht und rücken dem Musterknaben Touran inzwischen dicht auf die Pelle. Sie gefallen mit sauber eingepassten, angemessen hochwertig anmutenden Kunststoffteilen und lassen selbst auf übelsten Schlaglochpisten keine Knarz-, Knister- oder Quietschlaute aus dem Aufbau erklingen. Für den Kia Carens gilt dies indes nur mit Einschränkungen: Auch er glänzt mit gefälligen Oberflächen und sauberem Finish, doch dünsten die Kunststoffe des Testwagens in der Sonne stark aus und nerven mit penetrantem Geruch. Auf schlechten Wegstrecken treten zudem mitunter vernehmliche Rappelund Knarzgeräusche auf.

KarosserieMax. PunkteOpel Zafira Tourer 2.0 CDTIVW Touran 2.0 TDIFord Grand C-MAX 2.0 TDCiKia Carens 1.7 CRDi
Raumangebot vorn10075727474
Raumangebot hinten10072706669
Übersichtlichkeit7046464445
Bedienung/ Funktion10088908687
Kofferraumvolumen10079796657
Variabilität10064676065
Zuladung/ Anhängelast8044434138
Sicherheit15077737463
Qualität/ Verarbeitung200155158152143
Kapitelbewertung1000700698663641

 

Fahrkomfort

Solch rüde Töne sind wir von einem Kia nicht mehr gewohnt. Vielleicht liegt’s daran, dass es sich um einen der ersten Testwagen handelt – wir werden dies weiter beobachten. Aber das Fahrwerk klingt nicht nur polterig, es rollt auch recht ungelenk ab. Besonders die Vorderräder leiten Störimpulse unnötig direkt in den Fahrgastraum weiter. Schlaglöcher, Asphaltkanten und Bodenwellen versetzen den Kia recht leicht in Unruhe und lassen die Vorderachse stuckerig wirken. Das fällt umso mehr auf, als der Carens ansonsten auf sanfte Töne setzt: Der 1,7-Liter-Diesel hält sich akustisch angenehm zurück, und auch der Fahrtwind verursacht nur ein moderates Rauschen.

Ganz anders der Opel. Windgeräusche sind zwar auch bei ihm kein Thema, doch im Zafira genießen die Insassen dank der adaptiven Dämpfer des Testwagens ein ausgesprochen geschmeidiges Abrollverhalten. Lange Bodenwellen bügelt der Tourer dabei ebenso gekonnt aus wie kurze Stöße, die durch hervorstehende Kanaldeckel oder Dehnungsfugen im Straßenbelag hervorgerufen werden. Auf der anderen Seite klingt sein Turbodiesel aber stets präsent und fast immer ein bisschen angestrengt. Einsame Spitze sind indes die optionalen Ergonomiesitze, die völlig zu Recht das Gütesiegel der AGK (Aktion Gesunder Rücken e.V.) tragen. Vielfach einstellbar überzeugen sie mit perfekter Passform, angenehm straffer Polsterung und stabilem Seitenhalt. Fehlt nur noch eine Belüftung, aber die wird einzig und allein für die aufpreispflichtigen Lederpolster im Kia Carens angeboten.

Der Sitzkomfort an Bord des Ford und des VW liegt vorn auf gleichem Niveau. Während der Ford eine stimmige Positionierung vorweist, aber eine recht kleine Polsterfläche und etwas wenig Seitenhalt hat, offenbaren die optionalen Sportsitze im Touran mehr Führungsqualität. Doch die allzu aufrechte Position und das auf Dauer unangenehm drückende, starre Gurtschloss überzeugen weniger.

Die kantige Karosserie des VW verursacht ferner die lautesten Windgeräusche – und trotz der optional montierten adaptiven Dämpfer rollt der Touran bei geringer wie bei voller Zuladung recht steifbeinig ab. Das konventionelle Fahrwerk des Grand C-MAX gleicht Fahrbahnschwächen spürbar souveräner aus, ohne dass der Kölner deswegen übertrieben weich und schaukelig wäre. Auf der Habenseite des Ford verbuchen wir außerdem die geringste Lärmbelastung und attestieren dem 2.0 TDCi die beste Laufkultur des Testfeldes.

FahrkomfortMax. PunkteOpel Zafira Tourer 2.0 CDTIVW Touran 2.0 TDIFord Grand C-MAX 2.0 TDCiKia Carens 1.7 CRDi
Sitzkomfort vorn150125115115117
Sitzkomfort hinten10079777074
Ergonomie150129132127130
Innengeräusche5029313232
Geräuscheindruck10060636660
Klimatisierung5031313131
Federung leer200137133135129
Federung beladen200140127133131
Kapitelbewertung1000730709709704

 

Motor und Getriebe

Leider lässt sich der Ford-Diesel für seine guten Manieren an der Tankstelle entlohnen: 6,5 Liter fließen im Test je 100 Kilometer durch die Injektoren. Kein schlechter Wert für ein Auto mit 1,7 Tonnen Leergewicht und Platz für sieben Mann – doch die Konkurrenz kann’s besser: Allen voran der VW, der sich lediglich 5,5 Liter für die gleiche Strecke genehmigt, sowie der Kia, der mit 5,7 Litern im Schnitt nur knapp dahinter rangiert. Beide Testwagen haben übrigens eine optionale Start-Stopp- Automatik an Bord, die Ford beim C-MAX für die Diesel-Motoren (noch) nicht anbietet. Opel rüstet den Zafira Tourer auf Wunsch zwar auch mit dieser Technik aus, doch der Testwagen begnügt sich auch ohne das System mit exakt sechs Litern.

Da er zudem trotz der nominell geringsten PSZahl die flottesten Fahrleistungen erreicht, geht der Verbrauch völlig in Ordnung. Der Ford hat zwar zehn PS mehr Leistung und ein ähnliches Gewicht, beschleunigt aber laut Stoppuhr langsamer. Er gleicht diesen Makel jedoch mit seiner homogenen Kraftentfaltung sowie dem präzise geführten Schaltgetriebe aus. Kia und VW wiegen jeweils über 100 kg weniger, können sich bei den Fahrleistungen allerdings nicht absetzen. Dass ausgerechnet der kleinste Motor im Kia das höchste Drehmoment realisiert, ist indes spür- und messbar: Bei der Elastizitätsmessung zieht der Koreaner den Konkurrenten auch dank seiner etwas kürzeren Übersetzung davon. Wichtiger ist aber, dass das Triebwerk – wie der 2.0 TDI im VW Touran – willig am Gas hängt und spontan zupackt, wenn Beschleunigung gefordert ist. Das Opel-Aggregat reagiert nur zögerlich auf die Impulse des Gaspedals und dreht eher unwillig über 3500 Touren hinaus.

Motor und GetriebeMax. PunkteOpel Zafira Tourer 2.0 CDTIVW Touran 2.0 TDIFord Grand C-MAX 2.0 TDCiKia Carens 1.7 CRDi
Beschleunigung15093918793
Elastizität10064676771
Höchstgeschwindigkeit15046555346
Getriebeabstufung10082848583
Kraftentfaltung5031343534
Laufkultur10063676968
Verbrauch325268277258274
Reichweite2519221820
Kapitelbewertung1000666697672689

 

Fahrdynamik

Doch erwartet auch niemand sportliches Engagement von einem Familienvan – wohl aber größtmögliche Reserven bei der aktiven Fahrsicherheit. Und da glänzt der Zafira Tourer mit erstklassigen Verzögerungswerten im Bremstest: Aus 100 km/h stoppt der Zafira nach nur 34,7 Metern. Der Kia benötigt für die gleiche Übung über drei Meter mehr. Auch mit heiß gefahrenen Bremsen lässt deren Wirkung beim Zafira nicht nach. Der Opel steht damit sogar schon nach 34,5 Metern. Noch besser ist der Ford, der mit warmer Bremsanlage bereits nach 33,8 Metern zum Stillstand kommt. Kia und VW liegen mit 36,1 respektive 36,0 Metern gleichauf. Fading zeigen auch sie nicht. Dass der Touran im Handling- und Slalom- Test die Bestmarken setzt, verdankt er unter anderem seinem sportlich agilen Fahrwerk, das nicht zuletzt dank der präzise und gefühlvoll agierenden Servolenkung eindeutig die höchsten Kurvengeschwindigkeiten erlaubt und somit die meisten Reserven bietet. Dabei profitiert der Testwagen sicherlich auch von den montierten adaptiven Dämpfern sowie den in Kombination mit dem BlueMotion Technology- Paket nur über das Zubehör erhältlichen 17-Zoll-Breitreifen.

Die hat der Kia Carens zwar auch aufgezogen, doch seine Lenkung setzt Impulse weit weniger präzise um und vermittelt bei Weitem nicht so viel Rückmeldung über den aktuellen Fahrbahnzustand sowie das Gripniveau an der Vorderachse. Auch im Geradeauslauf büßt der Kia Punkte ein. Trotz der dreifach einstellbaren Servounterstützung spricht der Carens aus der Mittellage heraus nicht sauber an und wirkt unpräzise. Außerdem bauen die Hankook-Reifen schlicht weniger Seitenführung auf als beispielsweise die betont sportlich abgestimmten Dunlop-Pneus unter dem Touran.

Der Ford bewegt sich völlig unkapriziös durch den Testparcours, jedoch hemmen die etwas schlechtere Traktion und die starke Seitenneigung seinen Tatendrang ebenso wie das nicht abschaltbare ESP. Die Lenkung des Grand CMAX indes arbeitet sehr gefühlvoll und setzt Impulse spontan um. Das gilt auch für den Opel, der sich selbst bei deaktivierter Fahrdynamikregelung auch mutwillig nicht aus dem Tritt bringen lässt. Auf kurvigen Straßen offenbart er sich als ein erfreulich lebendiges Auto, während er bei langen Autobahnetappen mit stoischer Gelassenheit seine Bahnen zieht und sich so Sympathien erarbeitet.

Eine Kleinigkeit noch: Der große Wendekreis des Ford von 12,5 Metern zwingt in engen Parkhäusern oder beim Einparken in Innenstadtparkplätze gelegentlich zu ein bis zwei Extrazügen, um schadlos um die Ecken zu kommen. Hier sind seine Mitstreiter im Vorteil.

FahrdynamikMax. PunkteOpel Zafira Tourer 2.0 CDTIVW Touran 2.0 TDIFord Grand C-MAX 2.0 TDCiKia Carens 1.7 CRDi
Handling15057585554
Slalom10056615353
Lenkung10079807971
Geradeauslauf5037373732
Bremsdosierung3022222320
Bremsweg kalt150103858773
Bremsweg warm1501059011289
Traktion10040403940
Fahrsicherheit150136138132134
Wendekreis20911510
Kapitelbewertung1000644622622576

 

Umwelt und Kosten

In den meisten Fällen dürfte jedoch der Kaufpreis eine weit gewichtigere Rolle beim Kaufentscheid spielen als der Wendekreis – und da steht der Ford wiederum sehr gut da. Sein Grundpreis liegt zwar um fast 2000 Euro über jenem des Kia, der mit 23.990 Euro ein echtes Schnäppchen darstellt, doch rechnet man die bewertungsrelevante Sonderausstattung der Testwagen mit dazu, ist der Grand C-MAX sogar das preiswerteste Auto im Test.

Am Ende heimst aber trotzdem der Koreaner die meisten Punkte im Kosten-Kapitel ein. Einerseits bringt er eine weitgehend vollständige Serienausstattung mit. Als einziger Testteilnehmer rollt er zum Beispiel ohne Aufpreis auf Leichtmetall-Rädern aus dem Showroom. Muss man jedoch zu einem der Ausstattungs- Pakete greifen, schnellen die Anschaffungskosten rasch in die Höhe. Zum anderen siegt er, weil er neben dem geringen Grundpreis auch den niedrigsten Wertverlust sowie die mit Abstand großzügigsten Garantien in die Waagschale werfen kann. Sieben Jahre Garantie auf die Technik – das bietet sonst keiner.

Der Opel-Testwagen würde in der Anschaffung zwar ähnlich teuer sein wie der voll ausstaffierte Proband, den wir von Kia gestellt bekommen haben, doch fallen die Garantien für den Zafira Tourer vergleichsweise bescheiden aus. Da er auch sonst bei den Unterhaltskosten keine Akzente setzen kann, platziert er sich im letzten Wertungskapitel nur knapp vor dem VW Touran.

Der Niedersachse büßt wegen seines hohen Kaufpreises sowie des daraus resultierenden höchsten Wertverlusts wichtige Zähler ein. Seine günstigen Wartungskosten und die vergleichsweise niedrigen Versicherungsbeiträge für Haftpflicht- und Vollkasko-Schutz fallen dagegen kaum ins Gewicht. Und auch Vielfahrer sollten genau durchrechnen, ob sich der Verbrauchsvorteil des Volkswagen tatsächlich bezahlt macht, denn so viel mehr brauchen die Konkurrenten auch nicht: Gegenüber dem Ford Grand C-MAX 2.0 TDCi spart der VW Touran 2.0 TDI mit BlueMotion Technology bezogen auf eine Jahresfahrleistung von üppigen 20.000 Kilometern lediglich knapp 300 Euro ein.

Kosten/UmweltMax. PunkteOpel Zafira Tourer 2.0 CDTIVW Touran 2.0 TDIFord Grand C-MAX 2.0 TDCiKia Carens 1.7 CRDi
Bewerteter Preis675203182218201
Wertverlust5021192223
Ausstattung2517181823
Multimedia5019221822
Garantie/Gewährleistung5018282745
Werkstattkosten2017181816
Steuer108888
Versicherung4035363536
Kraftstoff5544454245
Emissionswerte2521202122
Kapitelbewertung1000403396427441

 

Fazit

Am Ende ist es der Opel Zafira Tourer 2.0 CDTI, der einen verdienten Testsieg einfährt. Der vielseitige Van gewinnt die Kapitel Karosserie und Komfort und verbucht dank hoher Fahrsicherheit und starker Bremsen auch bei der Fahrdynamik die meisten Punkte. Das wiegt den knurrigen Diesel auf. Zweiter wird der VW Touran, der auch nach Jahren noch voll konkurrenzfähig ist und mit Sparsamkeit sowie sportlichen Fahreigenschaften und der höchsten Variabilität glänzt.

Der Drittplatzierte, der Ford Grand C-MAX 2.0 TDCi, erweist sich im Testverlauf als gute Alternative mit harmonischer Antriebseinheit – und ohne wirkliche Schwachstellen. Dem neuen Kia Carens 1.7 CRDi bleibt vorerst nur Rang vier. Noch fehlt ihm der letzte Feinschliff an Fahrwerk, Lenkung und Karosserie. Doch dafür kostet er auch deutlich weniger als seine Gegner in diesem Vergleichstest.

Gesamtbewertung

Max. PunkteOpel Zafira Tourer 2.0 CDTIVW Touran 2.0 TDIFord Grand C-MAX 2.0 TDCiKia Carens 1.7 CRDi
Summe50003143312230933051
Platzierung1234

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