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VW Polo GTI vs. Ford Fiesta ST im Vergleich

Pocket Rockets

FAHRDYNAMIK

Kurzer Radstand, viel Leistung, wenig Gewicht: Das Rezept von GTI und ST verspricht Fahrspaß pur. Spontanes Einlenkverhalten, lockeres Umsetzen in Wechselkurven, ein leicht nach außen drängendes Heck – bereits der Fiesta zeigt, wie dynamisch sich ein kleiner Fronttriebler bewegen lässt.

Die Informationen der Lenkung, die die Antriebsein üsse teilweise intensiv weiterreicht, sind ausreichend transparent. Im Grenzbereich drückt der wendige Ford sanft über die Vorderräder zum Kurvenausgang – er macht mächtig Laune, ohne seinen Fahrer zu überfordern. Kurz gesagt: perfekt. Wäre da nicht der neue Polo GTI …

Der VW zeigt nicht nur im Alltag das kleine Etwas mehr Gelassenheit, er präsentiert sich auch auf dem kurvigen Testgelände ausgesprochen souverän. Seine elektronische Differenzialsperre (XDS+) verwaltet das mächtige Drehmomentplateau von 320 Newtonmetern absolut perfekt. Deutlich früher als es mit dem Fiesta möglich ist, lässt sich der GTI schon mit viel Schub aus Kurven herausbeschleunigen.

Die über Bremseingriffe regulierte Kraftverteilung und die stabile Führung der Vorderräder sorgen für ein nur minimales Untersteuern. Die Lenkung findet dabei den richtigen Kompromiss aus Rückmeldung und Entkopplung. Wie präzise und lustvoll sich der GTI von einer Biegung in die nächste steuern lässt, zeigt er beim Slalom. Narrensicher und ohne störende Antriebsein üsse in der Lenkung setzt er eine deutliche Bestzeit.

UMWELT/KOSTEN

Ford Fiesta ST und VW Polo GTI sind die Preisschlager in ihrem Segment. Seat Ibiza Cupra, Renault Clio R.S., Peugeot 208 GTI, Mini Cooper S oder gar Citröen DS3 Racing kosten erheblich mehr. Dass der GTI gut 2000 Euro teurer ist als der ST, rechtfertigt er durch seine rundum souveräne Vorstellung. Zudem fallen Wartung und Versicherung günstiger aus als beim Ford, der dank seines günstigeren Preises dieses Kapitel dennoch gewinnt.

Michael Godde