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Die sportlichsten Autos der 1990er-Jahre

Rocker, Raver und coole Autos

Die 1990er-Jahre hielten aus automobiler Sicht eine Vielfalt von sportlichen Krachern bereit. Hier haben wir eine Top-10 der heißesten Kisten zusammengestellt. Mit dabei: Audi RS2, Lotus Omega, Corvette C4 und Ford Escort RS Cosworth.

Diesmal wagen wir wieder einen Ausflug in längst vergangene automobile Dekaden. Die 70er waren die Zeit von Autos mit extremer Rallye-Optik, in den 80ern machte die Mehrzahl der fahrbaren Untersätze mit kantigem Design auf sich aufmerksam. In den 90er-Jahren begann sich dieses Design jedoch in runde, wohlgeformte Kurven umzuwandeln. Hier wollen wir Ihnen unsere Top Ten der sportlichen Kracher vorstellen, die sich in diesem Jahrzehnt ins automobile Gedächtnis gebrannt haben. 1990 feierte ein neuer Supersportler seine Weltpremiere, als Lamborghini seine Seele an den Teufel verkaufte. Vertragsinhalt: Lambo kriegt den schnellsten Wagen der Welt und nennt ihn im Gegenzug "Diablo"! In Wahrheit handelte es sich um den Nachfolger des legendären Countach, wofür taditionell ein Stier den Namen lieferte. Am 11. Juli 1869 starb der als unbesiegbar geltende Torrero El Chicorro in der Arena. Der Stier "Diablo" hatte ihn zermalmt.

Sportliche Kracher der 90er von Porsche, Audi, VW und Co.

Sportliches gab es schon damals jedoch auch abseits von Europa. Das absolute Topmodell der Chevrolet Corvette C4 war die 1990 aufgelegte ZR-1, die anfangs 375 PS, ab 1993 sogar 405 PS an die Hinterreifen schickte. Ihr Motor war ein neu entwickelter V8, der im Gegensatz zu dem Zweiventiler der Basis-Corvette über Vierventiltechnik verfügte. Äußerlich unterschied sich die ZR-1 von der zivileren Variante durch ein gerundetes Heck, das allerdings im Zuge der Modellpflege (1991) auch bei der Standardversion angewendet wurde. Außerdem ist es gerade mal etwas mehr als 15 Jahre her, da standen Supersportler wie der McLaren F1 oder Porsche 911 vom Typ 993 als Neuwagen in den Showrooms. Sie atmen heute noch die unterkühlte, trockene Luft der 90er-Jahre und sind so weit weg von ihren Nachfolgern (P1, 991) wie ein Standard-Käfer vom Golf VII. 1,5 Millionen Mark kostete der McLaren 1994, und die Kurse für ein gebrauchtes Exemplar sind seither kaum gefallen. In Euro ist heute ein siebenstelliger Betrag in ähnlicher Höhe fällig, wenn eines der nur 107 gebauten Fahrzeuge den Besitzer wechseln soll.

Bildergalerie: Top-10 der krassen Auto-90er

Ebenfalls in den 90er-Jahren sollte der VW Corrado G60 ursprünglich der dritte Scirocco werden, geriet aber viel zu teuer. So wurde der Wagen von Volkswagen nicht als Golf-Coupé, sondern als hochwertiger Sportler positioniert. Die enorme Kraft von 160 PS schöpft der G60 aus einem G-Lader, der anfangs als problematisch galt. Dies erwies sich als Trugschluss, wurde der G60 ruhig warmgefahren und blieb von Tuning-Gedöns verschont, gibt es an der Haltbarkeit nichts zu meckern. Außerdem: Mit dem Avant RS2 wagte Audi den Schritt in das Segment der Hochleistungs-Kombis – der brave Familientransporter mutierte zum starken Sportler und das mit Genen der Zuffenhausener Sportwagenschmiede Porsche.

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Patrick Freiwah