Wie im Paradies - Cabrio-Coupés von Peugeot und Renault Wie im Paradies

30.11.2006
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Mit ihren festen, vollautomatischen Klappdächern verbinden die Cabrios Peugeot 307 und Renault Mégane Frischluftvergnügen mit der Allwetter-Tauglichkeit eines Coupés. Obendrein gibts noch Platz für vier Personen, und das alles zu moderaten Preisen - klingt fast zu schön, um wahr zu sein.

All inclusive - so lautet die Devise, um dem geneigten Kunden Waren und Dienstleistungen aller Art schmackhaft zu machen. Was bei Pauschalreisen funktioniert, sollte auch im Automobilbereich gelingen. Peugeot und Renault offerieren mit dem 307 CC und dem Mégane Coupé-Cabriolet zwei Gefährte, die den Anforderungen des Alltags gewachsen sein und darüber hinaus die Freizeit mit unbeschwertem Frischluftvergnügen versüßen sollen. Schlüssel dazu sind die vollautomatisch öffnenden Klappdächer, die bei verhangenem Himmel optimalen Komfort und Wetterschutz verheißen, sowie ein praxisgerechtes Raumangebot mit vier vollwertigen Sitzplätzen. Sowohl Peugeot 307 CC als auch Renault Mégane Coupé-Cabriolet treten als Zwei-Liter-Benziner an, die mit 136 (Peugeot) und 135 PS (Renault) zudem noch Dynamik versprechen.

 

Karosserie

Der Weg ins Frischluftvergnügen kann so einfach sein: Binnen 18 Sekunden hebt sich das teils aus Glas gefertigte Dach des Renault, faltet sich wie von Geisterhand zusammen und verschwindet im Kofferraum. Das Stahldach des Peugeot braucht für die gleiche Prozedur etwa 22 Sekunden, bis die Insassen an die frische Luft gesetzt sind. Ob offen oder geschlossen, auf den vorderen Plätzen ist die Welt in beiden Cabrios noch in Ordnung. Fahrer wie Beifahrer finden genug Bewegungsfreiheit vor, wenngleich die flach angestellten und weit nach hinten gezogenen Windschutzscheibenrahmen in Kopfnähe liegen und das Raumgefühl - besonders im Renault - etwas einschränken. Auf den hinteren Einzelplätzen wird hingegen schnell klar, dass weder Peugeot noch Renault als vollwertige Viersitzer durchgehen. In beiden fehlt es vor allem an Knie- und Kopffreiheit. Der Peugeot liegt zudem wegen seiner ausladenden Innenverkleidung auf Schulterhöhe noch enger an als der Mégane. Auch der Gepäckraum fällt im Renault mit 490 Litern deutlich größer aus als der des 307, der sich auf 350 Liter beschränkt. Werden die Dächer versenkt, schrumpft das Volumen im Renault auf 190, im 307 CC auf 204 Liter. Die Übersichtlichkeit leidet bei beiden unter den massiven C-Säulen, nach hinten ist der Mégane beim Einparken etwas besser zu überschauen. Die Verarbeitungsqualität der Cabriolets liegt auf durchschnittlichem Niveau. Leichte Verwindungen zeigen beide Karosserien beim Überfahren von Unebenheiten, wobei der Peugeot hier laute Klappergeräusche aus dem Heckscheibenbereich von sich gibt, während der Renault ruhig bleibt. Weitere Pluspunkte und den Sieg im ersten Kapitel holt sich der Mégane nicht zuletzt wegen des reichhaltigen Sicherheitspakets, das unter anderem Anti-Submarinig-Airbags vorn umfasst.

KarosserieMax. PunkteRenault Mégane Coupé-Cabriolet 2.0 16VPeugeot 307 CC 135
Raumangebot vorn1006063
Raumangebot hinten1003231
Übersichtlichkeit704845
Bedienung/ Funktion1008584
Kofferraumvolumen1005741
Variabilität10055
Zuladung/ Anhängelast802022
Sicherheit1507868
Qualität/ Verarbeitung200130122
Kapitelbewertung1000515481

 

Fahrkomfort

Beide Cabrios unterstreichen ihren gehobenen Anspruch durch bequeme und großzügig ausgeformte Sportsitze für Fahrer und Beifahrer. Das Gestühl im Peugeot ist härter gepolstert, gewährt dafür aber etwas mehr Seitenhalt. Im Renault sitzt es sich dennoch etwas entspannter dank der besseren Rückenunterstützung und des größeren Lenkrad-Einstellbereichs. Hinten sitzt man - vom allgemeinen Platzmangel abgesehen - im Renault am besten. Sind die Vordersitze weit nach vorn geschoben, bietet er im Fond die bessere Schenkelauflage und verfügt zudem über die weichere, angenehmere Polsterung. In Sachen Ergonomie liegt der Mégane mit seiner Vielzahl an gut nutzbaren Ablagen nur leicht vor dem 307. Eine bessere Bewertung verscherzt sich der Renault durch die zu enge Anordnung von Gas- und Bremspedal. Dennoch gelingt dem Renault der Sieg im Komfortkapitel, wofür seine gelungene Federungsabstimmung ausschlaggebend ist. Unebenheiten aller Art filtert er zuverlässig heraus und rollt zudem leiser ab als der wesentlich straffer abgestimmte Peugeot. Dieser benimmt sich besonders auf Querfugen trampelig und rüpelhaft.

FahrkomfortMax. PunkteRenault Mégane Coupé-Cabriolet 2.0 16VPeugeot 307 CC 135
Sitzkomfort vorn150123118
Sitzkomfort hinten1005350
Ergonomie150118116
Innengeräusche503534
Geräuscheindruck1005554
Klimatisierung502426
Federung leer200132118
Federung beladen200130122
Kapitelbewertung1000670638

 

Motor und Getriebe

Soweit sind sich beide Franzosen einig: Zwei-Liter-Vierzylinder mit 135 (Renault) und 136 PS sollen auch sportliche Naturen hinter dem Ofen hervorlocken. Das gelingt beiden jedoch nur bedingt, was in erster Linie an ihrem leichtem Übergewicht liegt. Mit ihren aufwändigen Dachkonstruktionen bringen es beide auf etwa 1,5 Tonnen. In Fahrleistungen und Verbrauch unterscheiden sie sich kaum voneinander. Leichte Vorteile verbucht der Mégane durch sein exakt schaltbares Sechsgang-Getriebe, das auf Grund seiner engen Abstufung stets die passende Übersetzung bereithält. Greift man dagegen zum unpräzise geführten Fünfganghebel im 307, fällt die Drehzahl beim Hochschalten oft zu stark ab, was die Dynamik einschränkt. Somit entscheidet der Renault ein weiteres Kapitel – wenn auch nur knapp – für sich.

Motor und GetriebeMax. PunkteRenault Mégane Coupé-Cabriolet 2.0 16VPeugeot 307 CC 135
Beschleunigung150131129
Elastizität100
Höchstgeschwindigkeit1507577
Getriebeabstufung1008579
Kraftentfaltung502220
Laufkultur1006260
Verbrauch325143145
Reichweite252116
Kapitelbewertung1000539526

 

Fahrdynamik

Was sich bereits im Antriebskapitel andeutet, bestätigt sich auf dem Handlingkurs: Zu den geborenen Sportlern zählen beide nicht. Das überrascht besonders beim Peugeot, der seine straffe Abstimmung nicht in Vorteile umsetzen kann. Er neigt sich stärker zur Seite als der Mégane, verlangt nach größeren Lenkwinkeln und verfügt über eine zu leichtgängige Lenkung. Zudem wechselt der 307 abrupt vom deutlichen Untersteuern zum ausgeprägten Übersteuern, wenn man in schnellen Kurven vom Gas geht. Das rigide Eingreifen des ESP verhindert hier schlimmere Folgen. Gelassener und spurstabiler nimmt der Renault flotte Kehren, selbst wenn man das ESP ausschaltet. Allerdings ist die direkter übersetzte Lenkung mit ihrer ungleichförmigen, elektromechanischen Servounterstützung eine Zumutung. Sie vermittelt noch weniger Gefühl als die elektrohydraulische Servolenkung im Peugeot. Obwohl der 307 die besseren Bremsleistungen liefert, landet er wegen seines unausgewogenen Fahrverhaltens hier hinter dem Renault.

FahrdynamikMax. PunkteRenault Mégane Coupé-Cabriolet 2.0 16VPeugeot 307 CC 135
Handling1507778
Slalom1006353
Lenkung1006068
Geradeauslauf503234
Bremsdosierung301110
Bremsweg kalt150110116
Bremsweg warm150111115
Traktion1004145
Fahrsicherheit150124110
Wendekreis201812
Kapitelbewertung1000647641

 

Umwelt und Kosten

Mit einem Basispreis von 23 100 Euro steht der Renault zunächst günstiger da als der Peugeot für 24 500 Euro. Der 307 CC bringt dafür jedoch ein CD-Radio und Leichtmetallräder serienmäßig mit – beides muss für den Basis-Mégane extra geordert werden. Darüber hinaus verfügt der 307 über einen Regensensor und eine Klimaautomatik, während der Renault-Fahrer die Kühlung manuell regeln muss. Für den Mégane sprechen hingegen die günstigere Vollkaskoversicherungs-Einstufung, der geringere Wertverlust und die unbegrenzte Mobilitätsgarantie bei Einhaltung der Wartungsintervalle.

Kosten/UmweltMax. PunkteRenault Mégane Coupé-Cabriolet 2.0 16VPeugeot 307 CC 135
Bewerteter Preis675363359
Wertverlust507269
Ausstattung254649
Multimedia50
Garantie/Gewährleistung502819
Werkstattkosten204443
Steuer104343
Versicherung404037
Kraftstoff554545
Emissionswerte257776
Kapitelbewertung1000758740

 

Fazit

Den Traum vom Alleskönner zum fairen Preis erfüllen beide Franzosen nur bedingt. Dies fällt besonders den Fond-Passagieren auf, die unter akutem Platzmangel leiden. Auch in dynamischer Hinsicht stellen die beiden gewichtigen Coupé-Cabrio-Zwitter nur einen Kompromiss dar. Die insgesamt bessere Lösung bietet der Mégane, der dem Peugeot besonders in puncto Komfort voraus ist. In allen anderen Belangen fallen die Unterschiede weniger gravierend aus, sodass letztendlich auch der persönliche Geschmack eine Rolle spielt.

Gesamtbewertung

Max. PunkteRenault Mégane Coupé-Cabriolet 2.0 16VPeugeot 307 CC 135
Summe500031293026
Platzierung12

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