Wankelmotoren: Die wichtigsten Autos mit Kreiskolbenmotor Wankel-Mut

26.04.2013

Am 13.4.1954 erfindet Felix Wankel den Kreiskolbenantrieb. Wir zeigen die wichtigsten Autos, die vom "Wankelmotor" angetrieben wurden, in einer Bildergalerie

Scheibe statt Kolben, ewige Drehung statt ständiges Auf-und-ab - Felix Wankel wollte die Kräfte eines normalen Kolbenmotors ins Seitliche übertragen. Am 19. April 1954 zeichnet er nach langem Experimentieren die endgültige Form des Kreiskolbenantriebs auf ein Blatt Papier - der Wankelmotor war geboren. Bereits vor seiner bahnbrechenden Erfindung arbeitete der 1902 geborene Ingenieur im Dienste von NSU. Neun weitere Jahre sollten vergehen, bis im Oktober 1963 mit dem NSU Spider das erste Serienauto mit Wankelmotor auf der IAA präsentiert wurde.

 

Große Galerie: Autos mit Wankelmotor

Während der erste NSU-Wankel nur eine rotierende Scheibe hatte, experimentierte man im fernen Japan bereits mit Zweischeibenmotoren. 1967 gingen das Coupé Mazda Cosmo Sport und etwas später die Kult-Limousine NSU Ro 80 in Serie. Auch in Frankreich begann man sich für die revolutionäre Technik zu interessieren - Citroen und NSU gründeten gemeinsam die Firma Comotor. Der Wankelmotor schien die Zukunft zu sein. 1969 kam in einer Kleinserie der zierliche Citroen M35 und Mercedes stellte mit der Studie C-111 einen spektakulären Versuchsträger für die Wankelmotoren auf der IAA aus.

Im 1971 vorgestellten Mercedes SL der Baureihe R 107 waren sogar Getriebe- und Kardantunnel so konstruiert, dass ein Wankel-Aggregat Platz fand - abgesehen von Versuchsträgern und einem Exemplar, das Felix Wankel höchstpersönlich fuhr, wurde nie ein SL R 107 mit Kreiskolbenmotor gebaut. Die Ingenieure zweifelten am Antriebskonzept des Wankels und rüsteten schließlich die C-111-Versuchsträger auf Diesel-Motoren um. 1979, NSU hieß nunmehr Audi, standen für den großen Audi 200 Dreischeiben-Wankelmotor oder ein Fünfzylinder-Turbo zur Wahl - die spätere Modellbezeichnung Audi 200 5T macht klar, auf welches Aggregat die Wahl fiel.

So endete die Hoch-Zeit des Kreiskolbenmotors im Autobau ebenso schnell, wie sie begonnen hatte - lediglich Mazda hielt erfolgreich an der Technologie fest und gewann 1991 sogar mit einem Wankel-Rennwagen die 24 Stunden von Le Mans. Der Motor im Mazda RX-7 1992 arbeitete mit einem Twin-Scroll Turbolader und leistete schließlich im RX-7 FD satte 280 PS.

2010 sah es kurzzeitig so aus, als würde auch Audi zum Wankel zurückkehren. Auf dem Genfer Autosalon zeigten die Ingolstädter den Audi A1 e-tron mit Wankelmotor als Reichweitenverlängerer - in Serie ging die Technik aber nie. Im Juni 2012 endete dann mit der Produktion des Mazda RX-8 die Serienherstellung von Wankelmotoren in der Autoindustrie. Jetzt ist der Elektromotor die Zukunft - es ist eben alles ein ewiges Auf-und-ab...

Jonas Eling

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